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Kaufberatung 2018

Die neuen Driver

Von Dan Owen, Fotos: Callaway, PXG, Taylormade, Wilson, Cobra

Letztes Jahr - man kann es nicht vornehmer ausdrücken - trat der Callway Epic dem Driver-Markt kräftig in den Arsch. Der Epic war allgegenwärtig, doch kann Callway diesen Smash-Hit wiederholen? Taylormade gibt zu beginn der Saison mächtig Gas. Ping hat tolle Driver im Angebot und selbst Mizuno macht mit innovativen Drivern von sich reden. Wer gewinnt den Krieg um die Pole Position auf dem Golfmarkt?

Schaute man 2017 in die Bags der Mitspieler, war die Chance groß, dass in jedem Flight mindestens ein Callaway Epic vertreten war. Trotz der happigen Zahl auf dem Preisschild hatte sich in Golferkreisen schnell herumgesprochen, dass die damals neue Jailbreak-Technologie tatsächlich funktionierte und die Ballgeschwindigkeit steigerte. Wer konnte zu längeren Abschlägen schon Nein sagen?

Das können die neuen Driver 2018


Was braucht es, um einen solchen Erfolg 2018 zu übertreffen? Schließlich gab es im Sommer 2017 in Europa Wochen, in denen der Epic-Driver schlicht nicht zu bekommen war. Ausverkauft. So etwas gab es in der Golfindustrie seit Dekaden nicht mehr. Dr. Alan Hocknell verriet uns während der PGA Merchandise Show in Orlando den Masterplan hinter den Rogue-Schlägern: "Anhand der Launch-Monitor-Daten konnten wir sehen, dass der Epic-Driver mehr Ballgeschwindigkeit generiert als die Driver der Konkurrenz. Der Rogue liefert nun noch einmal mehr Ball-Speed als der Epic. Ein bisschen mehr bei Treffern im Sweet-Spot, eine Menge mehr Geschwindigkeit allerdings bei Treffern außerhalb des Sweet-Spots. Maximallänge und Durchschnittslänge sind mit dem Rogue-Driver also beide Male größer als beim Epic. Auch das Trägheitsmoment ist deutlich gewachsen, sodass der Rogue nicht nur die Ballgeschwindigkeit bei suboptimalen Treffern hochhält, sondern auch den Ball im Spiel." Besonders der erste Punkt ist für Amateurspieler entscheidend, denn der Epic lieferte dank Jailbreak ohne Zweifel beeindruckende Längen, allerdings bei wirklich sauberen Treffern. Kein Problem für Profis und deshalb liebten sie diesen Driver. Amateure bekamen allerdings viel zu oft zu spüren, wie sehr die Ballgeschwindigkeit sank, traf man den Ball nicht im Sweet-Spot.

Hocknell weiter: "Wir wollten in der Rogue-Linie auch einen dezidierten Draw-Driver haben, dessen Draw-Gewichtung stärker ausfällt als beim Epic, selbst wenn dort die Gewichte auf maximalen Draw eingestellt sind." Dieses Rogue-Draw-Modell ist ab sofort erhältlich.

Kaufberatung 2018:

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BOB PARSONS HAT FÜR SEINE MARKE DIE PAROLE AUSGEGEBEN: "NEUE SCHLÄGER WERDEN ERST DANN AUF DEN MARKT GEBRACHT, WENN ES EINE WIRKLICHE TECHNISCHE NEUERUNG ZU VERMELDEN GIBT."
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Bereits in der Ansprechposition werden die Unterschiede zwischen Rogue und Epic deutlich sichtbar. Der Rogue-Driver wirkt deutlich größer und damit wie eine Dopingspritze für das Selbstvertrauen. Erneut waren die Strömungstechniker von Boeing in die Entwicklung mit eingebunden, um die Aerodynamik und damit die Schlägerkopfgeschwindigkeit noch einmal zu verbessern. Für bessere Spieler ist eine Sub-Zero-Version des Rogue in den Shops, die mit zwei austauschbaren Gewichten eine Anpassung des Schwerpunkts erlaubt. Wird das 14-Gramm-Gewicht im vorderen Slot verschraubt, wird der Driver weniger Spin und eine flachere Flugbahn liefern. Umgekehrt erhöht sich nicht nur die Flugkurve, sondern logischerweise auch der Spin.

Wichtig ist auch, dass der Rogue nicht das Nachfolgemodell des Epic ist. Vielmehr sind die Rogue-Driver weniger einstellbare Weiterentwicklungen des Epic für eine breitere Masse an Golfern. Kein Wunder, dass der Epic das gesamte Jahr über im Sortiment bleiben wird, und mag es aufgrund der fehlenden Einstellbarkeit auch wie ein Rückschritt aussehen, die Rogue-Driver haben den Auswahlprozess für durchschnittliche Amateurgolfer deutlich vereinfacht. In simplen Worten: Rogue für Spieler auf der Suche nach Fehlertoleranz, Rogue Sub Zero für Schnellschwinger und wenig Spin, Rogue Draw für alle, die gegen den Slice kämpfen. Da die überwiegende Mehrzahl der Golfer ihre Driver genau ein einziges Mal einstellen und die Gewichte und Schrauben danach nie wieder anfassen, sollte diese Rückbesinnung auf die Einfachheit den Nagel auf den Kopf treffen.

Bei TaylorMade hat man immer schon den Einsatz auf den größten Touren der Welt als Bestätigung für die Qualität der eigenen Produkte genutzt und mit einem Kernteam bestehend aus Dustin Johnson, Jon Rahm, Rory McIlroy, Justin Rose, Jason Day und einem gewissen Tiger Woods wird es 2018 an dieser Bestätigung sicher nicht mangeln.

Die neue Schlüsseltechnologie von TaylorMade 2018 ist das Twist Face und damit nicht weniger als ein vollständiger Neustart beim Design einer Schlagfläche. Sowohl im M3- als auch im M4-Driver kommt Twist Face zum Einsatz und soll die häufigsten Probleme aller Golfer, wenn schon nicht lösen, dann zumindest mindern. Die Analyse von unzähligen Schwüngen ergab, dass die häufigsten Fehlschläge von Golfern aller Spielstärken im Toe-Bereich über dem Sweet-Spot oder im Heel-Bereich unter dem Sweet-Spot zu finden sind. Die ebenso simple wie geniale Lösung für diese Probleme fanden die TaylorMade-Ingenieure, indem sie das klassische Bulge-and-Roll-Design einer Schlagfläche an einer diagonal verlaufenden Achse drehten, um dem Schläger im höheren Heel-Bereich etwas mehr Loft zu geben und hässliche Pulls zu mindern, und im tiefen Heel-Bereich etwas weniger Loft und eine leicht geschlossene Schlagfläche zu erreichen und den typischen Push zu entschärfen. Was in der Theorie eine enorm hässliche und ungewohnte Optik vermuten lässt, ist in der Praxis kaum zu sehen, so subtil ist der Twist in der Schlagfläche. Wie viel diese zugegebenermaßen revolutionär klingende Technologie in der echten Welt außerhalb von Laboren und Schwungrobotern tatsächlich nutzt, müssen erste Dauertests zu Beginn der Saison zeigen. Dustin, Rory & Co. sind jedenfalls begeistert. Johnson gewann auf Hawaii gleich seinen ersten Start mit dem M3 im Bag und McIlroy fand heraus, dass die Technik tatsächlich funktioniert: "Wenn ich mit dem M2 den Ball vier Millimeter entfernt vom Sweet-Spot im Heel-Bereich getroffen habe, ist der Ball sechs Yards von der Richtung abgekommen. Beim M3 und Twist Face ist ein Treffer acht Millimeter abseits des Sweet-Spots nur drei Yards von der Linie abgewichen. Die Fehlertoleranz hat sich ganz offensichtlich gesteigert."

Kaufberatung 2018: Der Callaway Rogue ist nicht der Nachfolger des Epic von 2017, sondern eine Ergänzung
Der Callaway Rogue ist nicht der Nachfolger des Epic von 2017, sondern eine Ergänzung
Beide Modelle verfügen über den Hammerhead-Slot für mehr Ballgeschwindigkeit und die bereits bekannte Carbon-Krone, doch was im Vorjahr weiß war, ist nun silber lackiert. Ein merkwürdiger Schachzug, schließlich war Weiß in Drivern so etwas wie ein Markenzeichen von TaylorMade, doch diese Zeiten sind nun vorbei.

Im komplett verstellbaren M3 kommt ein neu entwickelter Y-Track zum Einsatz, in dem sich zwei Gewichte nach Lust und Laune verschieben lassen. Werden diese beiden Gewichte ganz hinten fixiert, ist der M3 der fehlertoleranteste verstellbare Driver, den TaylorMade je gebaut hat. Eine 440-ccm- Version des M3-Drivers soll gute Spieler auf der Suche nach weniger Spin ansprechen.

Einen Y-Track sucht man auf der Sohle des M4-Drivers vergeblich, dafür wirkt er in der Ansprechposition größer als der 460-ccm-M3. Da im M4 so mit weniger Fokus auf Feintuning gelegt wurde, hat man sich hier vollkommen auf die Fehlertoleranz konzentriert. Da passt es ins Bild, dass der M4 auch als C-Type erhältlich ist, der Golfern aller Spielstärken dabei helfen soll, endlich einen Draw zu schlagen.

Der G400 Max von Ping lässt schon im Namen keinen Zweifel daran, welches Konstruktionsprinzip ihm zugrunde liegt. Es ist ein bis zum Maximum ausgereizter G400, denn dort hatten die Ping-Ingenieure die Entscheidung getroffen, den Schlägerkopf ein wenig unter dem 460-ccm-Limit zu halten, der besseren Aerodynamik wegen. Gleichzeitig war der G400 der fehlertoleranteste Driver, den Ping jemals auf den Markt brachte. Die aerodynamischen Vorteile kommen allerdings nur bei Spielern mit extrem hohen Schwunggeschwindigkeiten zum Tragen. Warum also nicht einen 460-ccm Driver bauen, dessen Fehlertoleranz noch einmal gesteigert wäre?

Der G400 Max ist deshalb volle und fette 460 ccm groß und hat vor allem einen Auftrag: fehlertoleranter zu sein als jeder andere Driver in den Shops. John K. Solheim, Ping-Mastermind, ist sich sicher: "Unsere Ingenieure haben sich darauf konzentriert, die Fehlertoleranz zu steigern, ohne dabei die Längengewinne, die der G400 bieten konnte, aufzugeben. Die Fehlertoleranz ist wirklich beeindruckend und führt zu weniger Streuung vom Tee."

Die bereits bekannte Dragonfly-Technologie ist auch im G400 Max zu finden und ein Wolframgewicht am hinteren Ende der Sohle sorgt für eine optimale Positionierung des Schwerpunkts. Die Schlagfläche besteht aus dünnem T9S+ Titanium und fühlt sich im Treffmoment angenehm explosiv und leicht an.

Kaufberatung 2018: Der G400 Max hat nicht nur im Profil, sondern auch bei der Fehlertoleranz zugenommen.
Der G400 Max hat nicht nur im Profil, sondern auch bei der Fehlertoleranz zugenommen.
Man könnte nun meinen, der G400 Max wäre eine Game-Improvement-Variante des G400 für Amateurgolfer, doch wie sich bereits während der ersten Turniere der PGA-Tour-Saison 2018 herausstellte, ist dieser Driver bei den Ping-Vertragsspielern enorm populär. Teamneuzugang Tony Finau tritt dieses Jahr mit dem G400 Max an, da ihm die Optik eines 460-ccm-Drivers mehr zusagt, und Aaron Baddeley wie auch Seamus Power sehen das ähnlich.

Mit der Golf-Channel-Show "Driver vs. Driver", einer "Höhle der Löwen" für Schlägerentwickler, hat sich Wilson wieder in die Spitzengruppe der Driver-Bauer katapultiert. Doch auch abseits der großartigen PR entstehen hervorragende Schläger und der C300 macht da keine Ausnahme. Das mattrote Finish ist eine lobenswerte Abwechslung in der Farbgebung, doch die Formgebung ist erfreulich klassisch. Das C steht für "Crossover", was so viel bedeutet wie "Spieler mit mittlerem Handicap", doch angesichts der sehr ansprechenden Optik fällt die Zielgruppe dieses Drivers deutlich größer aus. Vier sogenannte Power Holes steigern die Ballgeschwindigkeit und liefern laut Wilson dadurch im Schnitt fünf Meter mehr Länge. Drei austauschbare Gewichte in der Sohle erlauben es, den Schläger je nach Wunsch auf Draw, Fade oder in einer neutralen Abstimmung zu konfigurieren. Wilson mag für viele Golfer in den Clubs zwar nicht die erste Wahl sein, wenn es um Markencoolness geht, doch mit dem C300 ist der Beweis erbracht, dass die Amerikaner immer noch tolle Golfschläger bauen können und bei der Preisgestaltung ihre Konkurrenz locker unterbieten.

In allen Griffen der Cobra-F8-Driver stecken 2018 Cobra-Connect-Sensoren, die in Zusammenarbeit mit Arccos entwickelt wurden. Völlig automatisch werden dadurch die Statistiken jedes Schlags an das Smartphone weitergegeben und somit haben Golfer mit Cobra-Drivern im Bag dieses Jahr stets belegbare Daten in der Hand, die sich nicht nur zum Angeben im Clubhaus eignen, sondern auch nützliches Feedback geben, an welchem Teil des Spiels besser noch gearbeitet werden sollte. Die optisch offensichtlichere Innovation der F8-Driver ist die vollständig von Maschinenhand mit einem gut sichtbaren Muster gefräste Schlagfläche, die weit mehr ist als ein Design-Gag. Der CNC-Prozess ermöglicht es im Vergleich zu traditionellen Herstellungsmethoden, deutlich präziser im Hinblick auf die Dicke der Schlagfläche zu produzieren. Herstellungstoleranzen werden somit deutlich kleiner, was zu mehr Ballgeschwindigkeit und einem größeren Sweet-Spot führt. Mit anderen Worten: Cobra hat es geschafft, die Präzision des Putterbaus von Scotty Cameron oder Bettinardi auf die Massenfertigung von Drivern zu übertragen.

Mit Blick auf die Hölzer hat man sich bei Mizuno für 2018 dafür entschieden, eine neue Strategie zu wagen und nicht mehr die Gesamtheit aller Golfer direkt anzusprechen, sondern vor allem die loyalen Mizuno-Eisen-Spieler, denn davon gibt es schließlich eine ganze Menge.

Deshalb ist der ST180 auch kein direkter Nachfolger des JPX EZ. Hier wurde nicht auf Feintuning und Verstellbarkeit geachtet, sondern alles einem Ziel untergeordnet: niedrige Spin-Werte generieren. Die Amplified-Wave-Sohle kam bereits in Fairwayhölzern und Hybriden zum Einsatz, doch mit dem ST180 hat es diese Technologie nun auch in einen Driver geschafft. Vereinfacht ausgedrückt können sich die Wellen beim Impact ähnlich einem Akkordeon zusammenquetschen, um dann schlagartig alle gespeicherte Kraft beim Auseinanderschnellen an den Ball abzugeben. Das Ganze funktioniert vor allem auch bei zu tief auf der Schlagfläche erwischten Bällen gut. Diese zu dünn getroffenen Schläge werden mit dem ST180 in Zukunft nicht mehr so viel Länge einbüßen wie bisher gewohnt. Darüber hinaus wurde der Schwerpunkt möglichst tief und näher als gewohnt an der Schlagfläche positioniert, was die Spin-Werte zusätzlich senkt. Die Schlagfläche besteht aus geschmiedetem SP700-Titanium, das eine variable Dicke aufweist und laut Mizuno die Ballgeschwindigkeit großflächig steigern kann.

Der zweite Driver aus Japan ist der GT180 und auch hierbei handelt es sich um mehr als nur eine Weiterentwicklung des JPX900 vom vergangenen Jahr. Komplett einstellbar verfügt der GT180 zwar über einen Gewichts-Track wie der JPX900, der Unterschied besteht allerdings darin, dass es nun möglich ist, sämtliches Gewicht auch in extremen Positionen zu fixieren und die gewünschte Draw- oder Fade-Flugbahn oder erhoffte Spin-Werte zu erreichen. Darüber hinaus lässt sich der Schlagflächenwinkel beim GT180 verstellen, was ihn 2018 zum König der flexiblen Driver macht. Man muss bei den beiden Mizuno-Drivern schon lange suchen, um ein Haar in der Suppe zu finden. Unserer Meinung nach ist es die gewöhnungsbedürftige blaue Lackierung, aber das ist nun wirklich Geschmacksache.

Bei PXG wird einiges anders gemacht als bei herkömmlichen Golfschlägerherstellern und die Tatsache, sich nicht an die althergebrachten Produktzyklen zu halten, zählt ohne Zweifel dazu. Bob Parsons hat für seine Marke die Parole ausgegeben: "Neue Schläger werden erst dann auf den Markt gebracht, wenn es eine wirkliche technische Neuerung zu vermelden gibt." Hier bestimmt also die Entwicklungsabteilung die Termine von Markteinführungen und nicht das Marketing. Der 0811X ist deshalb weniger als ein neues Modell, vielmehr als eine Low-Spin-Variante des PXG 0811 zu verstehen. Ein patentiertes TPE-Insert mit Bienenwabenstruktur wird im Inneren des Schlägerkopfs verbaut. Dieses Hightech-Material dämpft ungewünschte Vibrationen und soll sich positiv auf den Klang und das Feedback des Drivers auswirken. Die Krone besteht aus dünnem und äußerst leichtem Carbon, gemeinsam mit den charakteristischen Schrauben in der Sohle ist es so möglich, sehr exakt den Schwerpunkt zu manipulieren und Feintuning an der Flugkurve vorzunehmen.

Weiter abseits von der Norm als der Vertical-Groove-Driver steht derzeit kein anderer käuflich zu erwerbender Driver. Dieses weiß-schwarz-giftgrüne Statement des Andersseins hat seine Tauglichkeit allerdings bereits mit Siegen auf der Champions Tour bewiesen. Die Form des Vertical-Groove-Drivers erinnert an Schläger aus den 90er- und frühen Nuller-Jahren, seine Schlagfläche ist deutlich höher als heute üblich und die Form weitaus gedrungener. Dadurch wirkt er in der Ansprechposition sichtlich kleiner als die tatsächlichen 460 ccm, doch die zweifarbige Krone und die grüne Ausrichtungshilfe erleichtern es enorm, die richtige Richtung zu finden. Die vertikalen Grooves sind natürlich das wichtige Technik-Feature, sollen den seitlichen Spin reduzieren und so die Wahrscheinlichkeit von Fairway-Treffern erhöhen. Die Wahl von John Daly als Markenbotschafter von Vertical Groove Golf war definitiv die richtige, denn dieser Driver ist eine wenig Spin generierende Waffe für Longhitter, die nicht lange nachdenken, sondern draufdreschen. Einstellen kann man an diesem Driver nichts, aber das freut diesen Typus Golfer natürlich umso mehr. Eine Sache weniger, um die man sich kümmern müsste.

Bedeutend weiter als John Daly schlägt Jamie Sadlowski seinen Ball mit dem Driver und das ist in dieser Saison ein Cleveland Launcher HB. Nachdem Cleveland von Srixon aufgekauft worden war, wurde die Strategie ausgegeben, das alle Schlägerkategorien umfassende Cleveland-Angebot auf Wedges und Putter einzudampfen, schließlich war die Marke dafür berühmt. Doch nach einigen Jahren mit diesem schmalen Produktportfolio hat man sich nun dazu durchgerungen, endlich wieder ein komplettes Bag voller Cleveland-Schläger anzubieten. Dass der Launcher HB ein Cleveland-Driver ist, erkennt der Experte sofort an der nach unten gezogenen Krone, ein Design-Element, das vor zehn Jahren im Cleveland-Hi-Bore-Driver auf die Spitze getrieben wurde. Mit diesem Driver in der Tasche versucht der ehemalige World Long Drive Champion Sadlowski momentan, sich von der dritten Liga in Amerika auf die Web.com und danach auf die PGA Tour vorzuspielen. Sein Durchschnitt mit dem Launcher-HB-Driver liegt bislang bei satten 340 Metern. "Ich werde immer wieder gefragt, ob das tatsächlich ein handelsüblicher Launcher HB sei und keine Sonderanfertigung. Das kann ich bestätigen. Der Schlägerkopf ist derselbe wie im Handel. Lediglich mein Schaft ist XXX-Stiff", verriet uns der Kanadier grinsend auf der PGA Merchandise Show. Der Beweis, dass der Launcher HB in der Lage ist, unmenschliche Längen zu erzeugen, ist damit also erbracht. Mit dem standardmäßig verbauten Miyazaki-C-Kua-Schaft in einem Flexgrad für Normalsterbliche ist dieser Driver ein einfach zu manövrierendes Werkzeug für Golfer mit mittleren und hohen Handicaps.




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