Zwischen Bomben und Bunkern:

Zwischen Bomben und Bunkern

Die 3 gefährlichsten Golfplätze der Welt

16.08.2017 | Von Fritz Lüders

Golf ist kein Extremsport? Falsch. Auf diesen Plätzen ist der Puls so hoch wie beim Basejumping, Roofing oder Big-Wave-Surfen.

Natur, Ruhe und Vogelgezwitscher: Wem die typische Golfatmosphäre zu bieder ist, der sollte jetzt den Schreibblock herausholen und den Stift anspitzen. GolfPunk präsentiert drei Anlagen, auf denen man nicht nur gegen seinen inneren Schweinehund, sondern auch ums nackte Überleben kämpft.



Platz 3: Kabul Golf Club
"Hier geht man freiwillig in den Bunker", titelte die Daily Mail 2014. Gemeint war der 9-Loch-Kurs in Kabul, Afghanistans Hauptstadt. In den 70er-Jahren noch als "Schweiz Asiens" ausgerufen, erlebte die Region rund um den Club anschließend den vollen Alptraum der Destabilisierung des Landes. Erst rollten sowjetische Panzer über die Fairways, anschließend verbot die Taliban das Spiel mit Schläger und Ball. 2004 konnte der Hauptstadtclub wieder seine Pforten öffnen. Seitdem heftet an ihm der Ruf, einen der gefährlichsten Plätze der Welt zu haben. Leider berechtigt: Die Straße, die zum Club führt, war Medienberichten zufolge Schauplatz diverser Bombenangriffe und Entführungen. Zwar besitzt das Gelände inzwischen die "Battle Area Clearance", offiziell minenfrei ist es aber nicht.

Wer sich auf den staubigen Bahnen probieren möchte, zahlt lediglich 15 US-Dollar. Nervenkitzel inklusive. Hier geht es zur Website des Kabul Golf Club.

Zwischen Bomben und Bunkern:
Platz 2: Camp Bonifas
Nur 400 Meter südlich der demilitarisierten Zone (DMZ) zwischen Nord- und Südkorea befindet sich der UN-Stützpunkt Camp Bonifas. Zwar wurde für die Zone ein Waffenstillstand vereinbart, die Anspannung ist dennoch greifbar und derzeit so aktuell wie lange nicht mehr. Ausgerechnet auf dieser Grenze zwischen der Republik Korea und der Demokratischen Volksrepublik Korea wurde ein Golfplatz errichtet, wenn auch nur mit einem einzigen Loch. Der Par-3-Kurs ist von seinem Zustand nicht gerade Augusta-ähnlich (s. Foto), dafür garantiert er mehr Adrenalin als Sergio Garcia bei seinem Sieg-Putt Anfang des Jahres ausschüttete. Der Grund: Die Spielbahn liegt zwischen drei Minenfeldern. Schenkt man Gerüchten glauben, explodierten einige bereits durch den Einschlag eines Balles. Die Sports Illustrated nannte das Loch einst das gefährlichste der Welt. Doch es geht noch schlimmer.

Zwischen Bomben und Bunkern:
Platz 1: Shindand Air Base
Nach dem Artikel über Camp Bonifas flatterte ein Leserbrief in die Redaktion der Sports Illustrated. Black Hawk Helikopter-Pilot Jason A. war mit der unrühmlichen Poleposition Koreas nicht einverstanden. Als jemand, der sowohl Camp Bonifas als auch die Shindand Air Base in Afghanistan besuchte - und spielte -, urteilte er, dass die DMZ nicht gefährlich sei, solange man nicht "ein Socket auf die Minenfelder spiele".

Anders auf dem Stützpunkt in Afghanistan, das in dieser Liste somit gleich zweimal das Podium besteigt. "Probiere einmal den Par-Putt zu versenken, wenn neben dir Mörsergranaten hochgehen", schrieb A. Der Soldat wirkte bei der Errichtung des Platzes mit eigenen Händen mit. Ebenfalls als ein Ein-Loch-Kurs gebaut, verfügt Shindand über drei Abschläge aus 105, 125 und 148 Yards.

Ob Bombenspaß oder nicht, wir ziehen dann doch die klassische Platzvariante vor. Seht ihr das auch so? Dann schreibt eure Meinung in die Kommentare. 👇




 
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