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Vietnam

Bananendrives und Gurkenputts

Von Jan Langenbein, Fotos: Jan Langenbein

Zwischen Ho-Chi-Minh-Mausoleum in Hanoi und dem Ben-Thanh-Markt in Saigon wurden in den vergangenen 20 Jahren beinahe so viele Golfplätze gebaut wie Nudelsuppen gekocht. Höchste Zeit also, der Sozialistischen Republik Vietnam einen Besuch abzustatten.

Die vietnamesische Küche ist fantastisch. Seit acht Tagen sind wir bereits in Hanoi und diese Reise gleicht eher einem opulenten All-you-can-eat-Buffet unterbrochen von einer Handvoll Golfrunden als echter Recherchearbeit. Es kann also ausgeschlossen werden, dass ich abgemagert oder gar bedürftig aussehe. Trotzdem scheint sich mein Caddie im BRG Legend Hill Resort Sorgen zu machen, denn sie zieht eine Tupperware-Box voller mundgerecht zugeschnittener Gemüse- und Obstschnitze aus ihrem Rucksack und hält mir ein Stück Salatgurke unter die Nase. "Eat!", zwinkert sie mir zu und natürlich ist dieser kleine Snack viel verlockender als die abgelaufenen Power-Riegel in den Untiefen meiner Golftasche. Der nächste Drive landet tatsächlich auf dem Fairway und auf dem Weg zum nächsten Schlag versuche ich, mich zu erinnern, ob mir schon irgendwann einmal jemand auf einem Golfplatz Essen angeboten hat. Seit mehr als zehn Jahren gehe ich nun bereits dieser "Arbeit" nach und habe dabei unzählige Golfplätze in sämtlichen Ecken des Planeten gespielt, doch das ist tatsächlich eine Premiere. In unserem Golfcart findet nur ein Mindestmaß an Kommunikation statt - die Englischkenntnisse meines Caddies beschränken sich auf "Good putt!", "Oh, oh, out of bounds" und "Eat!" und um mein Vietnamesisch ist es noch viel schlechter bestellt -, trotzdem verstehen wir uns dank dieser netten Geste blendend. Während wir die Linie meines Bogey-Putts auf dem fünften Grün lesen, geht die Sonne hinter einem über allem thronenden Berggipfel unter. Doch das Ende des Tageslichts bedeutet im Legend Hill Resort noch lange nicht das Ende der Runde, denn längst hat ein Angestellter im Clubhaus den Lichtschalter gedrückt und unzählige Flutlichtmasten lassen die Spielbahnen heller erstrahlen als das Bernabéu-Stadion während eines Champions-League-Matches.

Vietnam: Vietnam:

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BEDENKT MAN, DASS DER GOLFVERBAND VIETNAMS ERST 2007 GEGRÜNDET WURDE, KLINGT ES BEINAHE UNGLAUBLICH, DASS ES MITTLERWEILE ETWA 5.000 AKTIVE GOLFER UND KNAPP 60 GOLFPLÄTZE IN VIETNAM GIBT.
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GOOD MORNING, VIETNAM!

Eine Woche vor der völkerverständigenden Gurke wirkt der vietnamesische Grenzbeamte in seiner unbequem wirkenden Uniform noch etwas verschlafen, schließlich ist es erst sechs Uhr morgens, als unser Direktflug aus Frankfurt in der Hauptstadt der Hauptstadt landet. Ein kurzer Blick in die Augen, Stempel in den Pass und schon sind wir im Land. Völlig ahnungslos - es handelt sich um meine erste Reise nach Vietnam - habe ich mit einen deutlich zeitaufwendigeren Prozedere gerechnet, schließlich herrscht hier immer noch so etwas wie Kommunismus.

Mit dem Bus geht es in Richtung Downtown Hanoi, und je weiter wir die morgendliche Lethargie des internationalen Flughafens hinter uns lassen, umso belebter werden die Straßen draußen vor der Scheibe. Der Autoverkehr hält sich zwar in Grenzen, doch die Menge an Motorrollern und Mopeds, die sich zu dieser Stunde bereits durch die Straßen schieben, lässt selbst die Innenstadt von Rom an einem Samstag wie eine verkehrsberuhigte Zone wirken. 3,12 Millionen motorisierte Zweiräder wurden im Kalenderjahr 2016 in Vietnam verkauft, was die Anzahl der zugelassenen Motorroller, Mopeds und Motorräder auf 45 Millionen steigerte. Bei einer Gesamtbevölkerung von etwa 92 Millionen besitzt also beinahe jeder zweite Vietnamese ein motorisiertes Zweirad. Trotzdem würde niemand von seinem Motorroller sprechen, hier heißt es schlicht: "Ich komme mit der Honda vorbei", ganz egal ob es sich um eine Piaggio, Suzuki, Yamaha, Kawasaki oder tatsächlich um eine Honda handelt. Der japanische Konzern hat es mit seiner Marke auf den Straßen Vietnams geschafft, zum Synonym einer gesamten Produktkategorie zu werden, ähnlich wie Tempo oder Nutella in Deutschland. Schließlich bittet hierzulande niemand um ein Papiertaschentuch oder versucht, in Zukunft die Finger von der Nuss- Nugat-Creme zu lassen.

Vietnam: Falsch abgebogen: 'Wo bitte geht's nach Fukushima?'
Falsch abgebogen: 'Wo bitte geht's nach Fukushima?'
Das Herz des vietnamesischen Verkehrssystems schlägt im Zweitaktrhythmus und auf einer riesigen, fünf viel befahrene Straßen verbindenden Kreuzung nahe des Hoan-Kiem-Sees in der Altstadt Hanois lässt sich bei einer Pho-Suppe zum Frühstück bestens beobachten, dass Zurückhaltung und Schwarmintelligenz ausreichen, um Verkehrsregeln überflüssig zu machen. Hier gibt es weder Ampeln noch ein erkennbares System und trotzdem kommt jede Honda samt Fahrer zügig und unversehrt auf die andere Seite. Es ist faszinierend, diesem scheinbar unorganisierten Knäuel zuzuschauen, und zweifellos würde ein einziger überforderter Westler mit seiner angeborenen Neigung zur Aggression im Straßenverkehr ausreichen, um das ganze System zum Kippen zu bringen. Nachdem ich etwa 30 Minuten die Einheimischen beim mutigen Überqueren der Straße beobachten konnte, nehme ich mein Herz in die Hand und marschiere quer über die Kreuzung. Denn das Geheimrezept gegen den niemals abreißenden Strom der Motorroller scheint ein bestimmter Gang mit steter Geschwindigkeit zu sein. Und siehe da: Es funktioniert. Wie ein Taucher in einem riesigen Fischschwarm, der weder beachtet noch berührt wird, marschiere ich durch Hunderte knatternde Hondas, auf denen jeweils mindestens ein Fahrer und maximal vier Passagiere sitzen, ehe mich der Schwarm auf der gegenüberliegenden Seite völlig unversehrt wieder freigibt.

Vietnam: Stau auf der A7: zu viel Streumittel eingesetzt
Stau auf der A7: zu viel Streumittel eingesetzt
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Ich bin aber nicht hierhergekommen, um die Feinheiten des nationalen Verkehrssystems zu erkunden, sondern habe Golfschläger im Gepäck und fünf Startzeiten auf Plätzen gebucht, die allesamt maximal fünf Autostunden von Hanoi entfernt liegen. Bedenkt man, dass der Golfverband Vietnams erst 2007 gegründet wurde, klingt es beinahe unglaublich, dass es mittlerweile etwa 5.000 aktive Golfer und knapp 60 Golfplätze in Vietnam gibt. Tendenz, vor allem was die zweite Zahl angeht, stark steigend, denn der Tourismus boomt und die klimatischen Bedingungen sind wie gemacht für Golfanlagen höchster Qualität. Von der bombastischen landschaftlichen Schönheit dieses Landes ganz zu schweigen.

 
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ANREISE
Vietnam Airlines fliegt mit einer modernen Flotte bestehend aus Airbus A350 und Boeing 787 zehn Mal pro Woche von Frankfurt nonstop nach Vietnam. Die Flugzeit nach Hanoi beträgt etwa elf Stunden und die planmäßige Landung um sechs Uhr morgens ist optimal, um schon am Tag der Ankunft die Stadt zu erkunden. www.vietnamairlines.com

EINREISE
Für die Einreise nach Vietnam ist für deutsche Staatsbürger lediglich ein Reisepass notwendig, solange der geplante Aufenthalt 15 Tage nicht überschreitet. Der Pass muss zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Ist ein längerer Aufenthalt als 15 Tage in Vietnam geplant, ist ein Visum erforderlich.

KLIMA
Was die Durchschnittswerte für Temperaturen und Regentage angeht, sind die Monate November bis Februar die beste Zeit für eine Reise nach Hanoi, denn mit mehr als drei Regentagen pro Monat ist nicht zu rechnen. Selbst im Winter fallen die Temperaturen selten unter 10 °C. Von Mai bis September kann die durchschnittliche Höchsttemperatur von über 30 °C in Verbindung mit der hohen Luftfeuchtigkeit zur Belastung werden. Auch die Anzahl der Regentage verdreifacht sich.

BEZAHLEN
Die vietnamesische Währung heißt Dong (VND) und wird Scheinen im Wert von 1.000 bis 500.000, Dong ausgegeben. Der Wechselkurs Euro in Dong beträgt im April 2018 etwa 1 zu 28.000. 100 Euro entsprechen also etwas weniger als drei Millionen Dong. Sämtliche Golfclubs unserer Reise wie auch die Hotels akzeptierten MasterCard und Visa. In Hanoi war es kein Problem, einen Geldautomaten zu finden, der deutsche Maestro-Karten akzeptiert.

WOHNEN
EMERALDA RESORT NINH BINH
Die 172 Zimmer, drei Restaurants und der Minigolfplatz liegen am Rand des Van-Long-Naturreservats, ein 3.000 Hektar großes Feuchtgebiet. Die Architektur und vor allem die Vegetation des Resorts fügen sich perfekt in die Umgebung ein, denn die Zimmer befinden sich in einzelnen, in einem tropisch anmutenden Garten verteilten Bungalows. www.emeraldaresort.com

FLC SAM SON BEACH & GOLF RESORT THANH HOA
Zusammen mit dem FLC Sam Son Golf Links, einer nach amerikanischem Vorbild gestalteten Gated Community, und zwei weiteren Luxushotels bietet dieses Resort Fünfsterneluxus und einen Pool größer als ein durchschnittlicher Supermarkt-Parkplatz. Noch wird mächtig gebaut, doch wenn die Kräne abtransportiert sind, wird hier eine Ferienanlage der Superlative entstanden sein. flcsamson.com.vn

MUONG THANH LUXURY HOTEL QUANG NINH
Dieses 34-stöckige Luxushotel mit seinen mehr als 500 Zimmern steht mitten im Amüsierviertel von Ha Long, und wer hier ein Zimmer oberhalb des 18 Stockwerks bekommt, hat nicht nur einen sagenhaften Blick auf das Naturwunder der Ha-Long-Bucht, sondern auch auf die zahlreichen Achterbahnen des Freizeitparks Sun World. Dieser Teil von Ha Long ist so etwas wie das Las Vegas Vietnams. www.luxuryquangninh.muongthanh.com

UNTERNEHMUNGEN
LANDSCHAFTSKOMPLEX TRANG AN
Eine Bootsfahrt durch die Täler der Wasserlandschaft von Tràng An mit ihren gefluteten Höhlen und versteckten Tempeln ist für europäische Touristen mindestens so verpflichtend wie ein Besuch von Neuschwanstein für Deutschland - Besucher aus Asien. Diese Landschaft ist absolut einzigartig und völlig zu Recht sowohl Natur- als auch Kulturdenkmal des UNESCO-Welterbes. www.trangandanhthang.vn

DSCHUNKENFAHRT DURCH DIE HA-LONGBUCHT
Im Hafen von Tuan Chau starten täglich Dutzende Dschunken zu Fahrten durch die sagenhaften Basaltfelsen der Ha-Long-Bucht. Mindestens eine Übernachtung sollte man sich auf jeden Fall auf diesen Schiffen gönnen, denn sowohl die Kabinen als auch die Verpflegung sind exzellent und die Ausflüge mit Beibooten zu Stränden und gefluteten Höhlen spektakulär. www.pelicancruise.com

HO CHI MINHS WOHNHAUS
Unweit des Ho-Chi-Minh-Mausoleums und des Präsidentenpalasts mitten in Hanoi kann auch Ho Chi Minhs Pfahlhaus besichtigt werden, in dem er die letzten Jahre seines Lebens wohnte. Dieses ebenso schlichte wie geschmackvoll eingerichtete Haus liegt inmitten eines großen Parks, dessen Schatten spendende Bäume nicht nur die Hitze, sondern auch den Trubel der Metropole vergessen lassen. ditichhochiminhphuchutich.gov.vn

Der Tràng An Golf & Country Club, ein exklusives Refugium der oberen Zehntausend von Hanoi, ist die erste Station unseres vietnamesischen Golfabenteuers, und wer hier abschlagen möchte, braucht einen guten Tour-Guide, denn die Anzahl der Gäste, die zum ersten Tee vorgelassen werden, ist stark limitiert. Dies ist das Reich von Robert Bicknell, einem amerikanischen Ex-Pat, der 1978 ins Profilager wechselte, in den frühen 80ern in Vietnam eine zweite Heimat gefunden hat und mit seiner drahtigen Art die Aura eines nahezu unbezwingbaren Matchplay-Gegners ausstrahlt. 1992 designte er seinen ersten Golfplatz in Vietnam und schaut mittlerweile für seinen Boss, einen ebenso reichen wie publicityscheuen Geschäftsmann aus der Region und Besitzer des Tràng An Golf & Country Club, nach dem Rechten. "Als ich vor mehr als 30 Jahren hierhergekommen bin, wusste ich schon nach wenigen Tagen, dass ich nie wieder in meine Heimat zurückkehren würde", erzählt Bicknell nach unserer Runde. Es genügt, den Blick über die sagenhaft schöne Landschaft um uns herum schweifen zu lassen, um diese das Leben verändernde Entscheidung sofort nachvollziehen zu können. "Wenn ihr das nächste Mal in der Gegend seid, wird unser Precision Course fertig sein. Den müsst ihr spielen, denn das sind 18 der besten Par-3-Löcher, die ich je gesehen habe. Die Grüns sind diabolisch." Robert ist ganz offensichtlich kein Typ, der Understatement für eine wichtige Tugend hält, doch dieser Mann weiß ganz ohne Zweifel, wovon er spricht, und so verlassen wir den Tràng An G&CC mit einem stichhaltigen Grund für eine möglichst baldige Rückkehr im Gepäck.

Golfplätze in der Region

TRANG AN GOLF & COUNTRY CLUB

TRANG AN GOLF & COUNTRY CLUB

18 Löcher, Par 72, 6.560 Meter

Adresse:
Ky Phu Ward
Nho Quan District
Ninh B́nh, Vietnam
Tel. +84 2296.333111
www.trangangolf.com

Greenfee:
auf Anfrage

40 Kilometer südlich von Hanoi hat seit 2016 dieser exklusive Country Club für Mitglieder, die allesamt der Führungsriege und High Society von Vietnam angehören, geöffnet. Maximal 60 Gäste werden pro Tag auf die Anlage gelassen und ohne einen erfahrenen Golforganisator mit Ortskenntnis läuft hier absolut nichts. Sich um eine Startzeit zu bemühen lohnt sich allerdings, denn das Layout ist abwechslungsreich und der Pflegezustand exzellent. Wenn der Clubmanager einen guten Tag hat, erlaubt er nach der Runde noch 18 Löcher auf dem Precision Course. Diese Einladung sollte man auf keinen Fall ausschlagen.

Killerloch:
Äußerst selten ist ein Par 3 die kniffligste Bahn eines Platzes, doch in Tràng An ist dies der Fall. Loch 8 ist mit 198 Metern von den Back Tees nichts für schwache Nerven und die Tatsache, dass links vom Grün tiefe Bunker und rechts ein riesiger See lauern, macht die Angelegenheit nicht einfacher.
www.trangangolf.com

FLC SAM SON GOLF LINKS

FLC SAM SON GOLF LINKS

18 Löcher, Par 72, 6.620 Meter

Adresse
Thanh Niên St.
Quâng Cu ward, Sâm Sôn City
Thanh Hoá Province, Vietnam
Tel. +84 237.6597979

Greenfee:
ca. 45 Euro (plus 19 Euro Caddie-Fee)

Die Nicklaus Design Company entwarf diesen 2015 eröffneten Golfplatz, der auf einer Landzunge zwischen dem Ma-Fluss und dem Südchinesischen Meer liegt. Das Layout erinnert mit seinen welligen Fairways, riesigen Grüns und zahlreichen Sandflächen an einen Links-Platz und vier der abwechslungsreichen Spielbahnen bieten auch Meerblick auf den Golf von Tonkin, doch die Entscheidung, Hunderte Bäume zwischen die Fairways zu pflanzen, wird diesen Links-Charakter in den kommenden Jahren sicher schmälern.

Killerloch:
Loch Nummer 5 hat alles, was ein langes, knüppelhartes Par von Weltklasse braucht: mehr als 400 Meter Länge von den Back Tees, riesige Bunker neben der Drive-Landezone und ein Grün gefährlich nah an einem Wasserhindernis, das so groß ist wie ein Badesee.

FLC GOLFCLUB HA LONG BAY

FLC GOLFCLUB HA LONG BAY

18 Löcher, Par 71, 6.089 Meter

Adresse:
Hong Hai Ward, Ha Long City
Quang Ninh Province, Vietnam
Tel. +84 203.3616555
www.flchalong.vn

Greenfee:
ca. 67 Euro (plus 20 Euro Caddie-Fee)

An Superlativen kommt man nicht vorbei, möchte man diese brandneuen 18 Löcher hoch über der Bucht von Ha Long beschreiben. Ohne Golfcart ist dieser Platz unmöglich zu bewältigen, so extrem sind die Höhenunterschiede nicht nur zwischen den Löchern, sondern auch auf dem Weg von der Teebox zum Grün. Von den insgesamt fünf Par-3-Löchern bieten drei sagenhafte Aussichten auf die 1.969 Kalkfelsen der Ha-Long-Bucht, die UNESCO-Weltnaturerbe ist. Pebble Beach? Cape Kidnappers? Pinnacle Point? Dieser Golfplatz spielt in einer Liga mit diesen Traumplätzen.

Killerloch:
Mit 108 Metern ist Loch 12 zwar das mit Abstand einfachste Loch des Platzes, jedoch ist nicht der Schlag die Schwierigkeit, sondern die Konzentration, sich nicht vom unglaublich spektakulären Panorama ablenken zu lassen. Hier bleibt kein Handy in der Golftasche.

FLC GOLFCLUB HA LONG BAY

BRG RUBY TREE GOLF RESORT

18 Löcher, Par 72, 6.317 Meter

Adresse:
Ngoc Xuyen, Do Son
Hai Phong, Vietnam
Tel. +84 225.3867956
www.brgrubytreegolf.vn

Greenfee:
ca. 70 Euro (Mo.- Fr.), ca. 105 Euro (Sa. & So.) plus jeweils ca. 22 Euro Caddie-Fee

Eingerahmt vom Golf von Tonkin auf der einen und unzähligen Reisfeldern auf den drei anderen Seiten, sind diese 18 Löcher Championship-Golf von jeder Menge Wasser geprägt. Ein Blick ins Birdie-Book kann Furcht einflößend sein, schließlich vermittelt es den Eindruck, als würde es sich bei den Spielbahnen um 18 Inseln inmitten eines großen Sumpfs handeln. Beim Spielen wird dann allerdings schnell klar, dass das Wasser recht weit weg ist und stattdessen die riesigen, perlweißen Sandbunker, die sämtliche Landezonen und alle Grüns bewachen, das eigentliche Problem sind.

Killerloch:
Auf Bahn Nummer 7 braucht es von den gelben Tees einen Drive mit mindestens 225 Metern Carry-Länge, um den massiven Bunker rechts des Fairways aus dem Spiel zu nehmen. Den Bunker links gilt es zu ignorieren. Geschafft ist dann auf diesem 402 Meter langen Par 4 aber noch lange nichts.

BRG LEGEND HILL GOLF RESORT

BRG LEGEND HILL GOLF RESORT

18 Löcher, Par 72, 6.367 Meter (Legends Course) & 18 Löcher, Par 72, 6.428 Meter (Masters Course)

Adresse:
Phu Linh, Soc Son
Hanoi, Vietnam
Tel. +84 243.2959259
www.brglegendhillgolf.com

Greenfee:
ca. 86 Euro (Mo.- Fr.), ca. 130 Euro (Sa. & So.) plus ca. 22 Euro Caddie-Fee

30 Kilometer nördlich vom Stadtzentrum Hanois liegt diese gigantisch große, von Nicklaus Design entworfene Anlage. Das Konzept ist so simpel wie genial: Jede Spielbahn verfügt über vollkommen unterschiedliche Grünkomplexe, die teilweise mehr als 100 Meter auseinanderliegen. Obwohl es nur 18 Teeboxen und Fairways gibt, entstehen so 36 komplett unterschiedliche Löcher und damit zwei Golfplätze, der Legends Course und der Masters Course. Nach Sonnenuntergang wird in Legend Hill einfach weitergespielt, schließlich verfügen alle Spielbahnen über Flutlicht.

Killerloch:
Spielt man den Masters Course, ist Loch 4 ein relativ zahmes Par 5. Hat man es allerdings mit dem Legends Course zu tun, muss der dritte Schlag plötzlich über einen 150 Meter breiten See, hinter dem das Grün liegt. Viel Spaß!




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