Anschauungsunterricht:

Anschauungsunterricht

Kunst am Schwung

23.05.2022 | Von Jan Langenbein, Foto(s): Thegoodbogey

Auf die Essenz heruntergebrochen sind die Schwünge der besten Golfer der Welt pure Poesie.

Justin Bryant hat einen Schwung, der sich sehen lassen kann. Immerhin spielte er erfolgreich College-Golf für die Wake Forest University und wechselte 2012 ins Profilager. Der Traum von einer großen Golf-Karriere scheiterte jedoch auf der PGA Tour Canada und der Korn Ferry Tour, als er dreimal den Cut verpasste und sich 2019 daraufhin wieder reamateurisieren ließ. Bei der Analyse, woran er scheiterte, griff er auch auf YouTube zurück. Seine Analyse von Schwüngen der besten Golfer der Welt führte bei dem jungen Mann aus St. Louis zu einer wegweisenden Erkenntnis: Im Treffmoment waren sie alle gleich perfekt, aber der Weg dorthin war so unterschiedlich wie ein Fingerabdruck. Um dies darzustellen, verwandelte der Grafikdesigner die Schwungebenen von Stars wie Justin Thomas, Collin Morikawa oder Dustin Johnson in Grafiken und veröffentlichte sie auf seinem Instagram-Account "thegoodbogey".

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Aus der Spielerei entwickelte sich eine Geschäftsidee, nachdem Bryant von Followern die Anfrage erhalten hatte, ihren Schwung in eine Grafik zu verwandeln. Seitdem bietet er Interessierten die Option, ein direkt von hinten aufgenommenes Schwungvideo einzuschicken und für 45 Dollar in eine digitale Bilddatei bzw. für 90 Dollar in einen Druck zu verwandeln. Die Farben für den Hintergrund sowie den Rück- und Durchschwung sind dabei individuell wählbar.