Entertainment pur:

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The Northern Trust sorgt für Schlagzeilen

12.08.2019 | Von Patrice Schumacher, Foto(s): Getty Images

Es ist Playoff-Zeit: nicht nur der begehrte FedExCup-Titel steht auf dem Spiel, sondern auch die vierfache Anzahl Ranglistenpunkte und jede Menge Preisgeld. Welchen Gesprächsstoff die diesjährige Northern Trust mit sich brachte, erfahrt ihr im folgenden Tour-Update.

Der "Captain America" (auch Patrick Reed) hat wieder einmal bewiesen, dass er am besten spielt, wenn Jede Menge auf dem Spiel steht. Beim Ryder Cup einst ein Punktegarant für die USA, Masterssieger 2018 und nach großem Sonntagskampf nun sogar zweifacher Northern Trust-Champion. Der Sieg katapultiert ihn nicht nur auf den zweiten Platz in der FedExCup-Rangliste, sondern auch auf den zwölften Rang im Presidents Cup-Ranking. Eine Wildcard sollte somit vergeben sein.

Die finale Entscheidung darf jedoch der Captain des amerikanischen Presidents Cup-Teams - Tiger Woods - treffen. Der 15-fache Majorsieger hat allerdings auch noch die Möglichkeit, sich für die Auswahl zu qualifizieren und als Playing-Captain in Melbourne vor Ort zu sein. Nach seiner verkorksten ersten Runde in New Jersey schwinden allerdings die Chancen. Hinzu kommt, dass es für Tiger auch nur bei einer Turnierrunde blieb, weil er aufgrund einer leichten Bauchmuskelzerrung aufgegeben musste. Man kann nur hoffen, dass es sich lediglich um eine Schonungsmaßnahme für die kommende Woche handelt.

Ancer trotzt dem Druck, Garcia muss zuhause bleiben

Mächtig unter Druck stand der in Mexiko geborene Abraham Ancer, der vor Beginn der ersten Playoff-Woche noch auf dem 67. Platz der FedExCup-Rangliste stand. Von da aus katapultierte er sich mit einem starken zweiten Platz bei der Northern Trust Open auf den achten Rang. Weniger erfreulich lief es beim Ryder Cup-Rekordspieler Sergio Garcia, der als 65. im Ranking den Cut verpasste und dadurch nicht für die BMW Championship qualifiziert ist.

DeChambeau fühlt sich von Medien sowie Spielern angegriffen

Seitdem Brooks Koepka offen und ehrlich seine Meinung zum "Slow-Play" äußerte, rückt das Thema immer weiter in den Vordergrund. Auch in dieser Woche gab es wieder ein Paradebeispiel für langsames Spiel: Bryson DeChambeau brauchte für einzelne Schläge teilweise mehr als 3 (!) Minuten, obwohl laut Regelwerk nur 40 Sekunden erlaubt sind. Als er im Interview nach seiner Runde darauf angesprochen wurde, gab es eher eine trotzige anstatt einsichtige Antwort: "Ich nutze meine 40 Sekunden, manchmal vielleicht auch mehr. Es gibt jedoch auch andere, die zum Problem beitragen, aber ich werde als Einziger auf das langsame Spiel angesprochen."

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Nachdem der Feintechniker DeChambeau zu Ohr bekam, dass sich Koepka über ihn in Verbindung mit Slow-Play gesprochen hatte, lies er dies nicht auf sich sitzen. Auf der Range wurde der Caddy des Weltranglistenersten von DeChambeau darauf hingewiesen, dass Koepka doch bitte mit ihm persönlich sprechen solle, wenn er ein Problem damit hätte. Die Aussprache fand im Anschluss an die Trainingssession auf dem Puttinggrün statt, woraufhin sich aber beide einsichtig verabschiedeten.

Day trennt sich von Starcaddy Williams

Auch wenn Steve Williams reihenweise Erfolge mit Tiger Woods, Adam Scott und Co. feierte, kann der gestrige Schritt von Jason Day nachvollzogen werden. Seit dem Masters Tournament im April hat der Australier nur eine Top20-Platzierung erreicht und verpasste vier Mal den Cut, weshalb er ab dieser Woche seinen Freund sowie Prokollegen David Lutterus an der Tasche hat.