Magical Kenya Ladies Open:

Magical Kenya Ladies Open

'In Kenia? Lieber nicht im Rough suchen!'

04.12.2019 | Von Patrice Schumacher

Das erste Mal darf die weibliche europäische Golfelite in Kenia um die allerletzten Ranglistenpunkte der diesjährigen European Tour-Saison spielen. Mit dabei sind neun deutsche Spielerinnen und ein GolfPunk-Redakteur.

Die GolfPunk-Redaktion hat schon einiges gesehen und viele Golfplätze besucht, aber nach Kenia hat es bisher keinen verschlagen. Aus diesem Grund wurde ich schon vor einigen Wochen das erste Mal darum gebeten, den Newsfeed in den sozialen Medien täglich aufzufrischen und unseren Lesern außergewöhnliche Einblicke in die ostafrikanische Kultur zu bieten. Ich sah dem allerdings ein wenig skeptisch entgegen, weil ich zu dem Zeitpunkt schon wusste, dass ich in einem golfplatzeigenen Resort unterkommen würde. Stadtbesichtigungen, Roadtrips und Safari? Fehlanzeige - dachte ich.

Nach einer fast eintägigen Anreise mit Zwischenstopp landete der Flieger in Mombasa nähe der Ostküste Afrikas. Dass es auch mitten in der Nacht nicht gerade kalt wird war mir bewusst, weshalb ich meine Jacke schon während des Landeanflugs auszog. Als ich allerdings beim Betreten der Fluggastbrücke schlagartig Hitzewallungen bekam wurde mir klar, dass ich mindestens fünf - wenn nicht sogar zehn - Kilogramm Klamotten in Hamburg hätte lassen können. Nach Passkontrolle und Gepäckaufnahme wartete um 4:30 Uhr auch schon das Shuttle zum Resort, das einem amerikanischen Schulbus sehr ähnelte, seine besten Jahre schon hinter sich hatte und 46 Kilometer zum Vipingo Ridge Resort durchhalten musste. Das ein oder andere Schlagloch oder die holprigen Abkürzungen des einheimischen Busfahrers sorgten zwar misstrauische Blicke, aber selbst die Nichte von Tiger Woods drei Reihen vor mir fühlte sich aufgrund der Polizeieskorte mehr als sicher, auch am richtigen Golfplatz anzukommen. Nach 90-minütiger Fahrt und kurzer Besichtigung des Resortzimmers öffnete gerade das Buffet und ohne Schlaf ging es im Anschluss direkt auf den Platz.

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Zwar ist es auch in Deutschland auch nicht unwichtig, Fairways zu treffen, aber in Kenia können Ausflüge ins hohe Gras sehr abenteuerlich werden. Manchmal wird man unter den Bäumen von Affen überrascht und Leguane schaffen es auch, für einen kurzen Schrecken zu sorgen. Zum Glück durfte ich am nächsten Tag nur mündlich erfahren, dass es laut Aussage des ProAm-Partners aus Nairobi zwar keine giftigen Spinnen in Kenia gibt, aber Cobras wurden schon im Rough des PGA Baobab Courses gesichtet. Grund genug, am Tag nur 18 Löcher bei 33 Grad zu spielen und die Wärme woanders zu genießen...

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