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Warum der Herbst die perfekte Golf-Jahreszeit ist

24.09.2019 | Von Patrice Schumacher, Foto(s): Unsplash

Für viele Golfer ist der Herbstbeginn Grund genug, sich in die verlängerte Winterpause zu verabschieden. Den Fehler sollte man allerdings nicht begehen!

Die Clubmeisterschaften sind gespielt, der letzte Monatsbecher steht vor der Tür und der Martinsgänsevierer lässt auch nicht mehr lange auf sich warten. Man kann eigentlich schon die Uhr danach stellen, ab wann die Parkplätze der Golfclubs in Deutschland regelmäßig unbesetzt bleiben und die Bälle auf der Range nur noch wöchentlich gesammelt werden. Jetzt bloß nicht Argumente suchen, lieber in die Sauna zu gehen oder die Beine vor dem Kamin lang zu machen!

Mal kann es nass, kalt und auch sehr windig sein. Spaß ist auf einer herbstlichen Runde Golf allerdings trotzdem nicht ausgeschlossen. Es ist schon ein befriedigendes Gefühl, den Ball nach zwei bis drei Minuten Suchzeit unter dem Laubbett auf dem Fairway wiederzufinden oder den Ball straflos außerhalb des Bunkers zu droppen, weil dieser bis zum Rand mit Regenwasser gefüllt ist. Golf im Herbst hat noch mehr Glücksspielcharakter als im Hochsommer - und das nicht nur wegen der etwas anderen Platzbedingungen.

Warst du schon einmal früh morgens auf dem Platz unterwegs, als noch keine einzige Fußspur auf dem mit Tau bedeckten Puttinggrün zu sehen war? Wenn es windstill ist und ein leichter Nebel knapp über dem Fairway liegt, die Sonne so langsam aufgeht und die Spinnennetze voller Tautropfen sind, dann kann Golf die schönste Beschäftigung der Welt sein. Für solche Tage lohnt es sich, auch mal zwei Stunden früher aufzustehen.

Wer sich in den kälteren Monaten regelmäßig auf den Golfplatz traut und gut aufwärmt, profitiert nicht nur ab und an vom goldenen Herbst. Spätestens im April, wenn die Turniersaison beginnt und man ganz entspannt das erste Fairway trifft, hat sich die " harte Arbeit" gelohnt. Golf im Herbst? Na klar!