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06.05.2024 | Von Rüdiger Meyer, Foto(s): Getty Images

In South Carolina braucht man statt Fedex-Punkten nur Follower für einen PGA-Tour-Start.

Es ist schwierig genug, mit einem Golfturnier eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Wenn man wie die Erstauflage des Myrtle Beach Classic auch noch in Konkurrenz zu einem Signature Event antritt und nur die zweite Garde der PGA Tour anlocken kann, muss man kreativ werden, um nicht in Bedeutungslosigkeit zu versinken. In der Tourismushochburg Myrtle Beach setzt man daher auf die Generation YouTube. Am 04. März luden die Veranstalter 16 ausgewählte Golf-Influencer zu einem Qualifikationsturnier für einen Startplatz beim Myrtle Beach Classic. Das Ergebnis wurde über einen Monat lang wie ein Staatsgeheimnis gehütet, weil die Content Creators für das Turnier werben sollten und die "Play Golf Myrtle Beach"-YouTube-Seite einen Film produzierte, dessen Lauflänge "Dune" toppt. Als er am 23. April schließlich veröffentlicht wurde, war das Resultat wenig überraschend. Siegreich war Matt Atkins, der sechs Saisons auf der Korn Ferry Tour hinter sich hat und auf der PGA Tour schon mal unter den Top 25 landete. Im Play-off rang er ausgerechnet Kumpel George Bryan IV (Foto) nieder, der ebenfalls schon einen Cut bei den Großen schaffte. Die eine Hälfte der Bryan Bros. erhielt aber eine Wildcard für das Myrtle Beach Classic, wo am Ende doch nicht Freizeit-Hacker, sondern gestandene Profis aufteen.

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