Negatives positiv:

Negatives positiv

Test, Test, Test!

23.08.2021 | Von Jan Langenbein

Was klingt wie ein Roadie vor einer Aerosmithshow, war Jon Rahms Coronaodyssee im Juli. Heute ist er sich sicher, dass alles Bullshit war.

Jon Rahms erster positiver Covid-19-Befund kostete ihn das Memorial, schließlich führte er nach drei Runden mit satten sechs Schlägen Vorsprung und er durfte zu den finalen 18 Löchern nicht mehr antreten. Acht Wochen später, der Spanier war gerade geteilter Dritter bei der Open Championship geworden und wollte sich auf den Weg nach Tokio zu den Olympischen Spielen machen, schlug das Corona-Schicksal erneut zu. Im Vorfeld der Play-offs 2021 erklärte der Spanier nun seine Sicht der Dinge: "Das war schwerer zu verdauen als beim Memorial, weil ich alles getan habe, was mir das System vorschreibt. Erst wurde ich jeden Tag negativ getestet. Zuerst am Donnerstag: negativ. Freitag: negativ. Samstag dann der erste positive Test.

Noch am gleichen Tag haben sie mich erneut getestet und ich war anscheinend wieder positiv. Dann wurde ich die nächsten zwei Tage getestet. Einmal mit einem Speicheltest, einmal ein PCR-Test, beide negativ. Ein Antikörpertest, also ein Bluttest, ergab, dass ich die Antikörper hatte. Ich kann also nicht wirklich erklären, was in aller Welt passiert ist." Rahm ließ keinen Zweifel daran, wie viel ihm ein Start bei den Olympischen Spielen bedeutet hätte: "Es war scheiße, weil ich Spanien repräsentieren wollte. Ich wollte dieses Turnier spielen und ich wollte Spanien eine Medaille schenken. Ich wünschte mir eine Goldmedaille und ein Teil des Medaillenspiegels für das Land zu sein wäre riesig gewesen. Daher war es ein wirklich niederschmetternder Schlag." Besonders hart nicht nur, weil Rahm als Weltranglisten-Erster selbstverständlich Top-Favorit in Tokio gewesen wäre und beste Chancen auf eine Medaille gehabt hätte, sondern weil er sich mittlerweile auch sicher ist: "Ich bin mir sicher, beim zweiten Mal kein Covid- 19 gehabt zu haben."