Reality-Check:

Reality-Check

Zahlen, bitte!

10.11.2020 | Von Jan Langenbein, Foto(s): Mike Meyer (1), Getty Images (1), PR (3)

Wie weit schlagen Amateur-Golfer wie du und wir ihre Abschläge wirklich? Wirkt sich das neueste Equipment wirklich auf die Länge aus? Die Arccos-Datenbank kennt die Antworten.

Um herauszufinden, wie sehr die Zahlen, die "normale" Golfer Tag für Tag auf ihren Plätzen produzieren, von den schier unglaublichen Werten des Profiuniversums abweichen, trugen die Arccos-Statistiker die Daten von mehr als 3,8 Millionen mit den Arccos-Smart-Sensoren gespielten Runden von Golfern mit Handicaps zwischen 0 und 25 zusammen. Die Ergebnisse von mehr als 26 Millionen ausgewerteten Schlägen während der Saison 2019 sind erstaunlich.

Durchschnittliche Drives nach Handicapklassen (in Metern)


201720182019HCP.
223,5223,6221,80 BIS 5
211,6211,7210,16 BIS 10
201,6201,3200,311 BIS 15
191,9191,8191,116 BIS 20
184,1184,3183,721 BIS 25

Wirklich gute Single-Handicaper schlagen ihre Drives durchschnittlich also 221,8 Meter weit. Doch der Trend war 2019 im Vergleich zu den Jahren zuvor in jeder Handicapklasse rückläufig. Ein eindeutiger Beweis, dass die hitzige Diskussion über außer Kontrolle geratene Longhitter ein reines Profigolf-Problem ist.

Durchschnittliche Drives nach Altersgruppen (in Metern)


201720182019ALTER
216,7214,7214,210 BIS 19
221,2220,7219,220 BIS 29
214,7214,5213,730 BIS 39
207,1207,2206,640 BIS 49
201,2198,5197,050 BIS 59
187,4186,3187,060 BIS 69
174,4175,3174,170+

So vorhersehbar wie der Deutsche Fußballmeister 2021 ist die Tatsache, dass die Länge vom Tee ab einem gewissen Alter dramatisch abnimmt. Mit 219,2 Metern prügeln Amateur-Golfer in ihren 20ern statistisch gesehen die längsten Drives und über 50 wird es schwierig, die Schallmauer von 200 Metern zu knacken.