European Tour/PGA Champions:

European Tour/PGA Champions

Vier Deutsche in den Top 10!

19.04.2021 | Von Johannes Oberlin

Max Kieffer, Martin Kaymer, Alex Cejka und Bernhard Langer - alle vier hatten sie Siegchancen am Wochenende. Am Ende reichte es nicht ganz. Was bleibt sind Erinnerungen an spannende Momente und die Hoffnung auf ein großes deutsches Golfjahr 2021.

Was war das bitte für ein spannendes und zugleich hoffnungsvolles Golfwochenende für unsere deutschen Spitzenprofis auf der European und Champions Tour?
Martin Kaymer hätte fast seinen ersten Sieg seit knapp 7 Jahren gefeiert, Max Kieffer seinen ersten European Tour Titel - und für den nun auch bei den US Senioren abschlagenden Alex Cejka wäre es fast der erste Titel seit 2015 geworden. Und: Bernhard Langer war auch noch im Rennen um seinen 42. (!) Triumpf auf der PGA CHAMPIONS Tour. Doch alles der Reihe nach.

European Tour: Kieffer und Kaymer verpassen Sieg in Österreich!



Viel spannender konnte ein European Tour Event am Wochenende aus deutscher Sicht nicht zu Ende gehen. Martin Kaymer und Max Kieffer lagen nach drei Tagen bei der Austrian Golf Open aussichtsreich vorne und hatten am Finaltag alle Chancen auf einen deutschen Sieg. Kaymer, der nach drei Tagen führte, missglückten leider die ersten neun Löcher (+2), so dass er trotz Aufholjagd (vier Birdies auf den Back Nine; -4) am Ende nicht mehr um den Sieg in Atzenbrugg nahe Wien mitspielen konnte. "Ich habe die letzten 15 Löcher wirklich gut gespielt", fasste es der zweimalige Major-Sieger zusammen. "Ich würde nicht sagen, dass ich mich nach drei Löchern aus dem Turnier geschossen habe, aber natürlich war es ein enttäuschender Start, besonders diese Löcher - ich hatte sie an den ersten drei Tagen wirklich gut gespielt. Insgesamt war es eine gute Woche für mich."

Deutlich besser lief es für Landsmann Max Kieffer. Dem 30-Jährigen gelang am letzten Tag seine beste Runde (66). Das reichte für das Stechen mit dem US-Amerikaner John Catlin. Das erste und einzige Extraloch im Playoff war die 18 (ein Par 3), welches in Folge fünf mal gespielt werden musste, ehe ein Sieger feststand. Erste Jubelmomente erlebten zahlreiche deutsche Zuschauer vor ihren Fernsehern beim dritten Anlauf an Loch 18, als Max Kieffer das Birdie gelang. Leider konterte Catlin ebenso mit einem Birdie. Es ging weiter.

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Bis zum letzten Gang an der 18., bei dem Kieffer das Wasser mehrfach erwischte und den Sieg schlussendlich an den Amerikaner abgeben musste.
"Ich bin enttäuscht", fasste es Kieffer gegenüber der European Tour zusammen. "Manchmal läuft es nicht so, das weiß man im Golf nie, aber ich bin zuversichtlich, was das Spiel angeht und ich habe mich gut gefühlt. Jeder Schlag im Play-off hat sich auch gut angefühlt, aber der Abschlag beim letzten Durchgang war ein bisschen dumm, ich wurde ein bisschen zu aggressiv."



Neben Kieffer und Kaymer überzeugten noch vier weitere deutsche Spieler in Österreich. Nicolai von Dellingshausen wurde geteilter 24., Bernd Ritthammer und Max Schmitt schlossen das Event als geteilte 33. ab und Marcel Schneider wurde 53.

PGA Champions: Weiteres deutsches Duo kämpfte um den Sieg



Auch bei der Chubb Classic in Naples reichte es am Ende leider nicht für einen deutschen Sieg. Auch hier ging der Titel an die USA. Genauer gesagt an einen US Amerikaner mit dem bekannten Namen Steve Stricker.
Dabei waren auch in Florida alle Weichen gestellt für einen deutschen Erfolg. Bernhard Langer und vor allem Alex Cejka spielten bis ganz zum Schluss um den Sieg mit. Nach 72 Löchern fehlte Cejka nur ein einziger Schlag für seinen ersten PGA Sieg seit 2015 - Highlights wie dieses Eagle ließ sich der Tour-Routinier trotzdem nicht nehmen.



Bernhard Langer indes ließ auf den letzten 18 Löchern zu viele Chancen ungenutzt und kam am Ende auf einen starken sechsten Platz. Es wäre sein 42. Gewinn auf der PGA Champions Tour gewesen.