Korean PGA Tour:

Korean PGA Tour

Wegen Mittelfinger: Drei Jahre Sperre für Turniersieger

02.10.2019 | Von Patrice Schumacher, Foto(s): Twitter (Ryan Ballengee)

Bio Kim gewann am Wochenende die Gyeongbuk Open der Korean PGA Tour. Aufgrund einer obszönen Geste in Richtung eines Zuschauers wurde er allerdings im Anschluss direkt für drei Jahre gesperrt.

Auf der Korean PGA Tour reicht das Zeigen des Mittelfingers, um für drei Jahre vom Tour-Geschäft verbannt zu werden. Das zeigt der Fall Bio Kim. Der Koreaner stand bei der Gyeongbuk Open als Führender auf dem 16. Tee und schlug seinen Ball ab. Kurz vor dem Treffmoment löste ein Fan seine Kamera mit Ton aus, woraufhin der Schlag missglückte. Im Anschluss dann diese Kurzschlussreaktion:

Nachdem der Koreaner das Turnier als Sieger beendete, kam umgehend die Begründung der KPGA Tour zur dreijährigen Sperre: "Bio Kim hat die Würde eines Golfspielers durch Verstöße gegen die Etikette und unangemessenes Verhalten verletzt." Die Entscheidung, ihn zu sperren, wurde vom Tourkomitee einstimmig getroffen.

Auf der European Tour kam es in diesem Jahr zu ähnlichen Vorfällen, die jedoch anders sanktioniert wurden. Sergio Garcia ist schon oft durch seine Ausraster aufgefallen und hat beim diesjährigen Turnier in Saudi Arabien im Bunker dermaßen randaliert, dass er für das Event disqualifiziert wurde. An den Folgeturnieren durfte er wieder teilnehmen.

Ein bisschen härter hat es Thorbjorn Olesen getroffen, der aufgrund von Belästigung im Flugzeug und Urinieren in den Mittelgang ebenfalls eine Sperre verordnet bekommen hat. Allerdings nur für sechs Monate. Entschuldigen musste sich der dänische Golfer übrigens auch nicht - zumindest nicht in dem Umfang, wie es der Ex-PGA Tour-Spieler Bio Kim getan hat:



Hinzu kommt, dass er eine Geldstrafe von 10 Millionen Won (7.600 ) zahlen muss. Das Sieger-Preisgeld dieser Woche sollte dabei helfen...