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Schwungsequenz: Fabrizio Zanotti

Gnadenlos zuschlagen

Von Steffen Kefer

Kaum jemand schlägt den Ball vom Tee so gerade wie Fabrizio Zanotti. Auf Wunsch kann der BMW-International-Open-Sieger von 2014 seinen Ballflug allerdings auch sehr gut shapen. Dies verdankt er seiner recht neutralen Schwungbahn und so findet er das Fairway sehr regelmäßig mit seinem Drive. Von diesem Drive kannst du einiges lernen.

1) Das Set-up ist sehr neutral mit der kleinen Ausnahme, dass der Ball nicht ganz auf der Innenseite seines linken Fußes liegt. Es ist typisch für einen etwas flacheren, sicheren Drive, bei dem es nicht darauf ankommt, Länge zu machen, sondern ein enges Fairway zu treffen.

2) Fabrizio hat ein sehr ruhiges Schwungtempo, was dieses Bild erahnen lässt: Der linke Arm ist noch nicht parallel zum Boden, aber der Körper fast schon voll aufgedreht. Er benutzt hierzu die großen Muskeln des Körpers, die das Schwungtempo langsam erscheinen lassen.

Schwungsequenz: Fabrizio Zanotti: Schwungsequenz: Fabrizio Zanotti:
3) Erst gegen Ende des Aufschwungs werden die Handgelenke aktiv und in die Endposition "geknickt". Bereits hier ist die Position der Schulter auffällig, da sie sich unter dem Kinn und deutlich hinter dem Ball befindet. Das ist Fabrizios Art und Weise, sich "lang" zu machen.

4) Fabrizio ist ein äußerst flexibler Spieler. Eine überdurchschnittliche Schulterdrehung ermöglicht ihm einen großen Radius und erzeugt somit mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit. Der 1,69 Meter große Paraguayer schafft es so, auch mit den Longhittern mithalten zu können.

Schwungsequenz: Fabrizio Zanotti: Schwungsequenz: Fabrizio Zanotti:
5) Ein kräftiger Stoß vom rechten Bein startet den Abschwung und die Körperdrehung in Richtung Ziel. Trotz der geringen Körpergröße kommt Fabrizio so auf durchschnittlich 299,5 Yards pro Drive während der Saison 2018 und kann seine Körpergröße absolut wettmachen.

6) Diese Aufnahme kurz vor dem Impact zeigt, warum der Paraguayer zu den geradesten und konstantesten Spielern auf der Tour gehört. Die Schlagfläche steht schon square zur Schwungbahn und er muss sie nicht mehr stark zum Treffmoment hin schließen.

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7) Eine schöne, geöffnete Körperposition zeugt von einer guten Drehung und die Handgelenke sind in einer perfekten Position. Fabrizio lässt den Schläger gehen, ohne zu viel mit den Händen zu arbeiten. Bis zu diesem Punkt beschleunigt er den Schläger!

8) Nach der Beschleunigungsphase, die deutlich durch den Impact hindurch andauerte, wird der Schläger nun langsamer. Erst ab diesem Punkt - der Ball ist längst weg - lösen sich die Arme von der Körperdrehung und bremsen den Schläger langsam ab.

9) Auch hier ist Fabrizios Flexibilität zu erkennen, er endet in einem langen, ausgeglichenen Finish. Die rechte Schulter zeigt zum Ziel und der Schläger verharrt hinter dem Rücken. Diese Position zeugt von einer langen Beschleunigungsphase und das sollte auch das Ziel sein.

STEFFEN KEFER (GER)


FABRIZIO ZANOTTI (PRY)

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