Illegaler Drop::

Illegaler Drop:

Hände hoch!

23.08.2021 | Von Jan Langenbein, Foto(s): Getty Images

Schluss mit Colloway, Peng und Taitlist - in China gelang es, einer Bande Schlägerfälschern das Handwerk zu legen.

Nicht nur bei Schweizer Luxusuhren und limitierten Sneakern sind Fakes aus China ein ernsthaftes Problem. Auch bei Golfschlägern tauchen immer wieder Fälschungen großer Marken zu scheinbar äußerst attraktiven Preisen auf großen Internetmarktplätzen auf. Am 02. Juni gelang der US Golf Manufacturers Anti-Counterfeiting Working Group in Zusammenarbeit mit der Polizei von Shanghai ein spektakulärer Schlag gegen die Fälscherindustrie. Im in der chinesischen Provinz Guangdong gelegenen Dongguan wurden über 9.769 Schläger und Komponenten sowie 10.600 Marken-Labels mit Namen wie XXIO, Titleist, TaylorMade, PXG, Callaway und Ping ausgehoben und beschlagnahmt. Nachdem 2020 bei einer ähnlichen Razzia bereits 120.000 gefälschte Golfschläger beschlagnahmt und 15 Angeklagte festgenommen worden waren, war dies der zweite ein schneidende Erfolg für die Anti-Fälschungs-Arbeitsgruppe bestehend aus Callaway-Odyssey, Srixon und Cleveland Golf, Ping, PXG, Taylor Made, Adams Golf und Acushnet (Titleist, FootJoy und Scotty Cameron). "Erfolgreiche Razzien sind allen Fälschern eine eindringliche Erinnerung, dass ihre Arbeit nicht toleriert wird und dass unsere Gruppe effizient mit den Strafverfolgungsbehörden auf der ganzen Welt zusammenarbeitet, um diese illegalen Handlungen zu stoppen", kommentierte Lisa Rogan, verantwortlich für den Markenschutz bei Titleist, die Aktion in China. Seit die Gruppe 2004 zusammentrat, gelang es ihr, gut 1.500 Webseiten vom Netz zu nehmen und mehr als zwei Millionen gefälschte Golfprodukte sicherzustellen.