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Golfplätze 2026

Neue Spielwiesen

Von Rüdiger Meyer

In Deutschland sind neue Golfplätze leider eine Rarität geworden. Doch in Europa, Australien und Nordamerika gehen auch 2026 wieder einige Designs an den Start, die die Bestenlisten auf den Kopf stellen könnten - und überraschenderweise auch für jeden Golfer gegen Greenfee zu spielen sein sollen.

LIMASSOL , ZYPERN

LIMASSOL GREENS


PAR & LÄNGE
PAR 71, 6.404 METER
ERÖFFNUNG
SEIT OKTOBER 2025
ARCHITEKT
CABELL B. ROBINSON
GRÖSSE
140 HEKTAR (RESORT)
Mit Aphrodite Hills (2002) und dem Eléa Golf Club (2010) hat sich Zypern als ernsthafte Golf-Destination etabliert. Jetzt wird mit Limassol Greens ein Trio daraus. Während die ersten beiden idyllisch abgelegen sind, ist Limassol Greens urbaner und liegt direkt zwischen der zweitgrößten Stadt des Landes Limassol und dem britischen Überseegebiet Akrotiri. Architekt Cabell B. Robinson legte auf der ehemaligen Zitrusplantage einen Mix aus Parkland- und Links-Löchern an, der den Spieler zu Beginn und am Ende in die Defensive zwingt, während es in der Mitte dank der Hilfe des typischen Winds Scoring-Möglichkeiten gibt.

Golfplätze 2026:
NEKOOSA, WISCONSIN (USA)

THE COMMONS


PAR & LÄNGE
PAR 45, 3.168 METER
ERÖFFNUNG
1. JULI 2026
ARCHITEKT
JIM CRAIG
GRÖSSE
20 HEKTAR
Das Sand Valley Resort im Niemandsland von Wisconsin ist bereits ein Pilgerort für Golfer: Sand Valley und Mammoth Dunes sind zwei echte Schwergewichts-Plätze, der Lido belebte einen verlorenen Platz aus Long Island wieder und mit dem Par-3-Kurs The Sandbox sowie dem Par 68 Sedge Valley gibt es bereits zwei Fun-Plätze. The Commons reiht sich hier ein. Mit vier Par 3, sieben Par 4 und einem Par 5 ist es das perfekte Feierabend-Golf, wenn das Licht nicht mehr für eine volle Runde reicht. Dennoch fehlt es an nichts. Das Gelände ist toll onduliert, die Löcher sind vollwertig und mit drei Schlusslöchern auf einer Halbinsel fügt The Commons dem prägenden Element Sand noch Wasser hinzu.


Golfplätze 2026: Golfplätze 2026:
INVERNESS, SCHOTTLAND

OLD PETTY


PAR & LÄNGE
PAR 71, 6.474 METER
ERÖFFNUNG
FRÜHLING
ARCHITEKT
TOM DOAK/CLYDE JOHNSON
GRÖSSE
50 HEKTAR
Mit Castle Stuart begann 2009 in Schottland ein neuer Golfplatz-Boom, der zum Bau etlicher High-End-Plätze führte. Doch erst 16 Jahre später erhält der Platz in den Highlands ein Geschwisterchen. Nach der Übernahme durch Cabot erhielt Tom Doak den Auftrag für einen zweiten Platz, dessen Bau vor allem dessen Associate Clyde Johnson übernahm. Mit weniger Blicken aufs Meer gesegnet muss sich Old Petty durch brillantes Design gegenüber Castle Stuart behaupten. Dies gelingt durch ein sich in alle Himmelsrichtungen spielendes Routing mit kurzen Wegen von den Grüns zu den Tees und so natürlich wirkenden Wellen in den Fairways, dass man kaum glaubt, dass dies vor Kurzem noch Ackerland war.

CABO SAN LUCAS, MEXIKO

OLEADA LINKS


PAR & LÄNGE
PAR 72, 7.074 METER
ERÖFFNUNG
FRÜHLING
ARCHITEKT
ERNIE ELS
GRÖSSE
348 HEKTAR (RESORT)
Die Baja California ist ein Sammelplatz für Major-Sieger geworden, die sich als Golfplatz-Designer versuchen. Nach Jack Nicklaus, Tom Weiskopf, Gary Player und Tiger Woods reiht sich nun auch Ernie Els in diese Riege ein. Direkt neben dem bekannten Diamante Golf Club hat der Südafrikaner einen Platz gesetzt, den er selbst als "im Links-Stil" bezeichnet, aber ein typischer Kurs für die Gegend ist mit glatten Fairways, die sich durch Dünen ziehen. Der größte Reiz sind die Höhenunterschiede und vor allem die Blicke auf den Pazifik, den man von fast jedem Loch sehen kann, da sich das Gelände auf Klippen über dem Meer befindet. Nicht umsonst trägt der Platz den Namen des spanischen Worts für "Welle".


Golfplätze 2026: Golfplätze 2026:
ROGGEN, COLORADO (USA)

RODEO DUNES


PAR & LÄNGE
PAR 72, CA. 6.600 METER
ERÖFFNUNG
PREVIEW-PLAY IM FRÜHLING
ARCHITEKT
BILL COORE & BEN CRENSHAW
GRÖSSE
1.600 HEKTAR (RESORT)
Roggen in Colorado liegt nahezu im Zentrum der USA und dennoch finden sich hier enorme Sanddünen, nach denen sich jeder Golfplatz-Betreiber die Finger leckt. Auf der Suche nach neuem Land stießen die Keiser-Brüder, zu deren Dream Golf unter anderem Sand Valley gehört, auf das Land der Cervi-Familie, die als Rodeo-Dynastie auch den Namen des Resorts begründet. Bill Coore und Masters-Champion Ben Crenshaw, zwei Koryphäen des Minimalismus, haben die ersten 18 Fairways zwischen, auf und teilweise in die Dünen gelegt, bevor sie für den zweiten Platz das Feld für ihren ehemaligen Angestellten Jim Craig räumen, der in den kommenden Jahren hier sein erstes Solo-Projekt abliefern wird.

MOUNT ENTERPRISE, TEXAS (USA)

WILD SPRING DUNES


PAR & LÄNGE
PAR 72, 6.510 METER
ERÖFFNUNG
OKTOBER
ARCHITEKT
TOM DOAK
GRÖSSE
971 HEKTAR (RESORT)
Wann immer in den USA ein neues Super-Resort entsteht, sind zwei Architekturfirmen nicht weit: Renaissance Golf Design von Tom Doak sowie Coore & Crenshaw. Im Osten von Texas legt Doak den Grundstein, aber auch C&C haben bereits einen Platz im neuesten Resort von Bandon-Dunes-Gründer Mike Keiser in Arbeit. Der Abbau von Eisenerz hinterließ Kiefern und perfekten sandigen Boden, was Doak als einen Mix aus dem fast mythischen Pine Valley und der Mutter aller US-Golf-Resorts Pinehurst beschrieb. Für zusätzlichen Reiz sorgen die Höhenunterschiede; so wird der erste Drive etwa auf ein 15 Meter tiefer liegendes Fairway geschlagen.


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