

Wohnen
PENNYHILL PARK
Wer seinen Treuhandfonds mal so richtig auf den Kopf hauen will, hat im Trainingszentrum der englischen Rugby Football Union dazu beste Chancen. Das Landhaus aus dem 19. Jahrhundert ist seit 1972 ein Luxushotel, das keine Wünsche offenlässt. Auf dem fast 50 Hektar großen Gelände kann man noch die Reste eines einstigen Golfplatzes erkennen, der heute als Park fungiert und das große Spa-Angebot ergänzt.
THE ELVETHAM
Von außen wirkt das Landhaus so imposant, dass es auch als Kulisse für "Downton Abbey" durchgehen könnte. Zwar sind es zu The Berkshire oder anderen Plätzen wie Swinley Forest knapp 25 Kilometer, dafür kostet die Nacht in dem Viersternehotel auch nur einen Bruchteil von "Pennyhill Park" und lässt mehr finanziellen Spielraum für Weltklasse-Golf.
Golfplätze in der Region

The Berkshire Red Course
18 Löcher, Par 72, 5.900 mAdresse
Swinley Rd., Winkfield Row,
Ascot SL5 8AY, Großbritannien
+44 (0)1344.621495
theberkshire.co.uk
Als Herbert Fowler 1928 die ehemaligen Jagdgründe der Royals in ein Golfgelände verwandelte, machte er keine halben Sachen. Gleich 36 Löcher legte er in die hügelige Heidelandschaft, die heute zu den besten Englands zählen. Im direkten Vergleich der beiden Plätze liegt der Red einen Tick vorne, obgleich die Anordnung der Löcher unkonventionell ist. Je sechs Par 3, Par 4 und Par 5 finden sich auf der Scorekarte. Nur ein Par 3 ist dabei kürzer als 160 Meter. Dafür messen drei der Par 5 weniger als 450 Meter. Rein von der Länge her ist das Par 72 also kein Problem, zumal der Sandboden die Golfbälle wie ein Laufband am Flughafen beschleunigt. Doch sobald man vom Weg abkommt, wird es tückisch. Wer in der Heide landet, weiß, wie sich eine Maus in einer Falle fühlen muss: Es ist schwer, wieder herauszukommen.
Killerloch
Bei einem Platz, dessen Par 3 zu den besten Englands gehören, muss an dieser Stelle natürlich eines davon stehen. Und keines ist spektakulärer als die 10, die man auf jeden Fall von Weiß spielen sollte. Die Teebox liegt direkt neben dem neunten Grün und bietet einen Winkel ins 170 Meter entfernte, erhöhte Grün, der komplett über eine heidebewachsene Senke führt. Die anderen Tees sind nicht nur 15 Meter kürzer, sie benötigen kaum Carry und wirken rein visuell deutlich konventioneller und langweiliger.
www.theberkshire.co.uk

The Berkshire Blue Course
18 Löcher, Par 71, 5.821 mGreenfee
bis 19. April: 195 € (Mo.- Fr.)/275 € (18 Loch am WE oder 36 Mo.- Fr.), 20. April bis 31. Okt.: 315 € (Mo.- Fr.)/430 € (18 Loch am WE oder 36 Mo.- Fr.)
Auch wenn das Gelände einen kleinen Tick flacher als beim roten Bruder ist, zeichnen den Blue Course die gleichen Qualitäten aus. Dies zeigt sich vor allen Dingen an den Grünkomplexen, die Herbert Fowler oft erhöht angelegt und mit langen Auslaufzonen sowie tückischen, natürlich-wilden Bunkern versehen hat. Keine Frage: The Berkshire verlangt von Spielern ein exzellentes, variantenreiches Kurzspiel. Die Verteilung der Bahnen ist mit vier Par 3 und drei Par 5 konventioneller als nebenan, weshalb viele der Annahme widersprechen, es wäre der leichtere der beiden Plätze. Auf jeden Fall hat er das härtere Finish, denn die finalen fünf Bahnen sind allesamt knackige Par 4. Die größte Kopfnuss bereitet dabei die 16: Das 413 Meter lange Dogleg mündet in ein steil von hinten nach vorne abfallendes Grün, das ein hohes Dreiputt-Risiko birgt.
Killerloch
Nur selten startet eine Golfrunde mit einem echten Highlight und einem harten Test. Fast genauso rar ist ein Par 3 zum Auftakt. Der Blue bricht mit beiden Paradigmen. Direkt am Clubhaus liegt das Tee zu einem 198-Meter-Brecher, der sich sogar noch von Rot 189 Meter spielt. Zwar geht es bergab, aber der direkte Weg zum Grün ist mit Heide bewachsen, die in der Blütezeit ein unglaubliches Bild bietet. Für kürzere Hitter gibt es aber immerhin eine sichere Ablagemöglichkeit.



