Figjam - Filme, Golf & Jams - Georgia On My Mind Ganz eindeutig: Hier werden ausschließlich trockene Weine angebaut
Ganz eindeutig: Hier werden ausschließlich trockene Weine angebaut

Figjam - Filme, Golf & Jams Georgia On My Mind

17.02.2026 | Von Rüdiger Meyer, Foto(s): PR

Die zweite Staffel des Apple-TV-Kleinods 'Drops of God' entführt uns in die Wiege des Weins nach Georgien. Und dabei auch zu einer europäischen Golfplatz-Perle, die kaum einer kennt: Tbilisi Hills.

Für Önologen ist der japanische Manga "Drops of God" so etwas wie "Der Herr der Ringe". Der 2004 von den Geschwistern Yuko und Shin Kibayashi entwickelte Comic erzählt von einem Erbschaftsstreit, der in einen Wettkampf um den besten Weinkenner mündet. Das 26-bändige Epos wurde in Japan und Frankreich zu einem solchen Hit, dass die 13 darin zu identifizierenden Weine nahezu über Nacht in ihrem Wert um das 50-Fache stiegen.

2023 verfilmte Apple TV die Vorlage als preisgekrönte Serie, die ein solcher Überraschungs-Hit wurde, dass trotz eigentlich auserzählter Geschichte in diesem Januar eine zweite Staffel startete. Die neuen Folgen beginnen erneut damit, dass die zwei Halbgeschwister Camille und Issei einen sagenumwobenen, anonymen Wein finden müssen, an dessen Identifizierung bereits ihr legendärer Vater gescheitert ist. Über diverse Umwege führt sie ihre Reise nach Georgien, das als Wiege des Weinbaus gilt, und in der vierten Folge werden sie zu einem Treffen gebeten, das überraschenderweise in einem Golfclub stattfindet, in dem ein skrupelloser Geschäftsmann gerade Unterricht nimmt. Was folgt, ist eine spektakuläre Drohnenaufnahme einer zweistöckigen Driving-Range und der sie umgebenden Golflöcher, die hoch über der Skyline von Tiflis thronen. In der Serie gehört die Anlage dem Antagonisten, in Wirklichkeit handelt es sich aber um den 2018 eröffneten Tbilisi Hills Golf Club.

Figjam - Filme, Golf & Jams:
Das Design von Lassi Pekka Tilander, der auch hinter dem gefeierten Pärnu Bay Golf Links in Estland steckt, befindet sich auf einem Hügel südlich der Hauptstadt und bietet einen atemberaubenden Blick auf den Kaukasus, Tiflis und das über allem thronende Shavnabada-Kloster. Georgiens erster 18-Loch-Platz überbrückt Höhenunterschiede von mehr als 100 Metern, fordert aufgrund der relativen Enge des Designs bei einigen Drives besondere Präzision und auch die Grüns sind alles andere als simpel. Die Qualität des Layouts und die Lage des Platzes sind so besonders, dass Tbilisi Hills in einigen Bestenlisten zu den 100 besten Golfplätzen Kontinentaleuropas gezählt wird, was das auf den ersten Blick hoch wirkende Greenfee von 350 Georgischen Lari (etwa 110 Euro) relativiert. Und nach der Runde winkt auf dem Balkon des Clubhausrestaurants "Ono" dann die Chance auszutesten, ob georgischer Wein wirklich ein nahezu unvergleichlicher Tropfen Gottes ist.

Teilen: