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Die angenehmsten Orte der Welt

Öschbergdorf Donaueschingen

Von Fritz Lüders, Fotos: Öschberghof, Fritz Lüders

Luxushotels und Discounter haben so viel gemeinsam wie Schalke 04 und Borussia Dortmund. Aldi-Gründer Karl Albrecht baute trotzdem ein Golf-Resort, machte es zu einem der besten in Deutschland und veranstaltete Trainingslager für die rivalisierenden Ruhrpottvereine.

Es ist wohl leichter, Bilder von der Frau an Kasse 4 im Internet zu finden als von Karl Albrecht, dem Aldi-Süd-Gründer selber. Fast nichts ist über den zu Lebzeiten reichsten Deutschen bekannt. Seine Familie, sein gesamtes Umfeld, sogar seine Heimatstadt Essen hielten gegenüber der Öffentlichkeit dicht. Informationen über den Multimilliardär? Fehlanzeige. Aus den Informationsschnipseln, die an die Öffentlichkeit dringen, machten die Menschen sich das Bild von einem mürrischen, zurückgezogenen, keinen Wert auf soziale Kontakte legenden Mann. In dem ZDF-Film "Die Aldi Story" wird Karl Albrecht an seinem 90. Geburtstag mit drei Sätzen zitiert: "Ich wollte gar nicht, dass ihr kommt. Ich habe Hunger. Ich gehe gleich wieder nach Hause." Ein anderes Bild von Albrecht bekommt man, wenn man die Mitarbeiter des Öschberghofs auf ihren Gründer anspricht.

Donaueschingen, 1975. Vor den Toren der Stadt im Südwesten Baden- Württembergs zieren Acker- und Brachland die hügelige Landschaft. Für Karl Albrecht genau der richtige Fleck, um das Zentrallager von Aldi Süd zu errichten. Schließlich sind viele Autobahnen und Schnellstraßen in der Nähe, eine gute Anbindung zu den südlichen Nachbarstaaten ist gegeben. Doch es gibt einen weiteren Grund, warum sich der Aldi-Boss für Donaueschingen entscheidet: Nur wenige Hundert Meter von der Zentrale entfernt will er ein Luxushotel samt Golfplatz errichten. Mit dem Öschberghof schafft sich der Multimilliardär zeitgleich ein weiteres Geschäft und einen privaten Rückzugsort. Außerdem kann er hier seinen Hobbys nachgehen: Schwimmen und Golf.

Die angenehmsten Orte der Welt:
1976 wird der erste Platz, der Old Course, eingeweiht. "Damals war der Boden Moor, Sumpf und Fels", sagt Paul Gremmelspacher, Sportdirektor des Öschberghofs, heute. "Es gab genau zwei Bäume in der ganzen Gegend." Blickt man vier Jahrzehnte später über die Golfanlage, sieht man den Platz vor lauter Bäumen nicht. Doch Karl Albrecht schuf noch mehr. "Mit unserem Golf- und Wellnessangebot sind wir die Attraktion zwischen Schwarzwald und Bodensee geworden", so der Sportdirektor.

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Am 16. Juli 2014 stirbt Karl Albrecht. Auch sein Tod wird erst fünf Tage später der Öffentlichkeit bekannt. Und obwohl sich Albrecht schon Jahre zuvor aus dem operativen Geschäft zurückzog, hat er die Mitarbeiter des Öschberghofs bis heute geprägt. "Er gab stets allen die Hand", erzählt Gremmelspacher. "Er lebte die Firmenphilosophie bedingungslos vor. Die Hotelleitung trug diese dann weiter." Was damit gemeint ist? Bodenständigkeit, Freundlichkeit, Zurückhaltung. Noch zu Lebzeiten Albrechts wird die Golfanlage vergrößert: 1999 werden aus 18 Löchern 27. Weitere neun folgen 2016. Kurze Zeit später wird der Old Course mit neuen Abschlägen und Grüns generalüberholt. Zu guter Letzt folgt ein Neunloch-West-Course. In nur wenigen Jahren hat sich der Öschberghof damit von einem gemütlichen Golfhotel am Ende Deutschlands zu einem topmodernen Golf-Resort mit einer 45-Loch-Anlage gemausert.

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Natürlich betrifft das auch die Unterkünfte. Wo vorher weiße Backsteinhäuser standen, sind inzwischen großzügige Zimmer und Suiten mit Südblick über das Tal und den Platz entstanden. Gourmet-Restaurants sowie ein Spa-Bereich, der selbst saudische Prinzen vor Neid erblassen lässt, runden das Angebot ab. Das Konzept Öschberghof funktioniert.

So suchten in den vergangenen Jahren nicht nur große Firmen wie IBM das Resort auf, sondern auch zahlreiche Fußball-Bundesliga-Vereine. "Bayern, S04, BVB, Stuttgart, Wolfsburg, Leverkusen - wir hatten sie fast alle", sagt der Sportchef. Schließlich bietet der Öschberghof die perfekte Kombination aus Erholung und sportlicher Betätigung. Ablenkung vom Fußball gibt es nur auf dem Hotelgelände. "Wer sich nach den Trainingseinheiten nicht in den Spa oder aufs Zimmer zurückzog, der ging Golf spielen", sagt Dominik Maucher, Leiter Golf & Sport. "Klose und Casteels schlugen wirklich einen guten Ball. Auffällig war auch Klaus Allofs, der jeden Morgen eine Runde über den Platz ging."

Die angenehmsten Orte der Welt:
Nach den umfassenden Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten will die Hotelleitung auch künftig wieder die besten Sportler der Welt anlocken. Doch unabhängig davon, ob Neuer & Co. ihre Zelte in Donaueschingen aufschlagen werden: Für alle Golfer, die nicht mit dem runden Leder ihr Geld verdienen, ist der neue Öschberghof schon jetzt zu einer der besten Golfhotel-Adressen Deutschlands geworden.

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Golfplätze in der Region

EAST COURSE

EAST COURSE

18 Löcher, Par 72, 5.708 Meter

Adresse:
Öschberghof GmbH
Golfplatz 1
78166 Donaueschingen
Tel. +49 (0)77184.525
www.oeschberghof.com

Greenfee:
Tages-Greenfee für Hotelgäste: 65 Euro, 18 Loch: 80 bis 90 Euro (Gäste), 9 Loch: 50 bis 60 Euro (Gäste)

Der Vorteil des Öschberghofs: Es gibt drei Plätze, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Der East Course, der erst im Zuge der Umbaumaßnahmen des Hotels auf 18 Löcher erweitert wurde, ist dabei das Aushängeschild der neuen Anlage. Bereits diese 18 Spielbahnen, die direkt vor dem Hotel starten, sind abwechslungsreicher als die Handlung so mancher Tarantino-Filme und bieten zahlreiche Highlights. Einerseits gibt es dank des offenen Geländes und der hügeligen Landschaft immer wieder Panoramablicke. Andererseits vermischt das Layout gekonnt alte und neue Elemente der Platzarchitektur und ist auch wegen der unterschiedlichen Spielbarkeit für alle Könnensstufen gleichermaßen geeignet.

Killerloch:
Aus "Killerloch" wird "Killerlöcher": Die Bahnen 16 und 17, beide Par 3, ziehen einem garantiert die Schuhe aus. Schließlich ist es der feuchte Traum eines jeden Golfers, zwei einzigartige Par 3 direkt hintereinander zu spielen. Besonders wenn es erst bergab und dann über einen großen See geht!
www.oeschberghof.com

WEST COURSE

WEST COURSE

Löcher, Par 34, 2.376 Meter

Greenfee:
Hotelgäste: 40 Euro, 9 Loch: 50 bis 60 Euro (Gäste)

Der kurze Par-34-Kurs hat nur ein Par 5, dafür aber drei Par 3. An Abwechslung mangelt es auch dem neuesten Baby des Öschberghofs nicht. So starten seine Spielbahnen in dem Wald neben dem Old Course, bevor das Platzlayout offener und moderner wird. Da er schnell zu bezwingen und alles andere als eintönig ist, bietet sich der West Course perfekt für eine schnelle Runde an. Wer anschließend noch Zeit hat, sollte unbedingt der neu errichteten Akademie einen Besuch abstatten. Hier können Schläger mit modernster Technik gefittet werden und Experten einmal über den Schwung schauen.

Killerloch:
Auch beim West Course bekommt das Wort "Killerloch" eine ganz neue Bedeutung. Schließlich verläuft Bahn 6 über zwei prähistorische Hügelgräber hinweg, die dem Bodendenkmalschutz unterliegen und durch Semi-Roughs kenntlich gemacht wurden.
www.oeschberghof.com

OLD COURSE

OLD COURSE

18 Löcher, Par 72, 6.026 Meter

Greenfee:
Tages-Greenfee für Hotelgäste: 65 Euro, 18 Loch: 80 bis 90 Euro (Gäste), 9 Loch: 50 bis 60 Euro (Gäste)

Wer lieber klassische Layouts mag, der ist auf dem Old Course richtig aufgehoben. 1975 gebaut, wurde der Waldplatz 2017 von Christoph Städler (baute auch East und West Course) redesignt. Grüns und Abschläge wurden neu gemacht, gerade weil die Grüns nach 40 Jahren platt waren wie Norddeutschland. Anders als beim Schwesterplatz im Osten ist der Old Course alles andere als hügelig und kann trotz einiger Meter mehr Länge problemlos zu Fuß bewältigt werden. Als einziger der drei Plätze verfügt er über Champions-Tees.

Killerloch:
Die 14 ist ein kurzes Par 3, das vom See Hexenweiher eingerahmt wird. Wer hier von den hinteren Tees abschlägt, muss gut 150 Meter übers Wasser spielen, um dann das von drei Bunkern sehr effektiv verteidigte Grün zu treffen. Good luck!
www.oeschberghof.com

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