Masters 2018 - Tag 1: Sergio Garcia gewinnt ersten Titel

Masters 2018

Tag 1: Sergio Garcia gewinnt ersten Titel

06.04.2018 | Von Fritz Lüders, Foto(s): Getty Images, Mona Dessaul

Letztes mal ein grünes Jackett, dieses mal ein blaues Wunder: In der Auftaktrunde des Masters Tournament kommt Garcia nicht mehr aus dem Teich. Das passierte noch an Tag eins.

Als der sichtlich in die Jahre gekommene Jack Nicklaus gestern den Ball das erste Fairway runterkloppte, wurde das 82. Masters eröffnet. Nach dem Altmeister ging gleich ein weiterer Held aus vergangenen Tagen auf den ersten Abschlag: Vijay Singh. Und der Mann von den Fidschis legte los, als wäre er über Nacht 20 Jahre jünger geworden. Nach vier Löchern lag er drei unter und in den weit aufgerissen Augen der Youngster stand geschrieben: "Hä, was soll das denn jetzt?!"

Den selben Satz konnte man auch Sergio Garcias Gesicht entnehmen als er gestern an der 15 stand. Als aktueller Masterssieger waren alle Blicke auf den Spanier gerichtet, der mit seinem zweiten Ball das Grün angreifen wollte. Doch die Kugel flog ins Wasser. Garcia droppte seinen Ball aus sicherer Wedge-Distanz, bereit für den vierten Schlag. Der Ball ging aufs Grün, bekam Backspin, und rollte wieder ins Wasser. Der sechste Schlag folgte und erneut passierte es. Plötzlich lag er schon bei sieben Schlägen. Doch er und sein Caddie hielten an dem Plan fest. Gleiches Wedge, gleicher Schlag, wieder Wasser, neun Schläge. Und während alle Zuschauer sich Kissen auf ihre Gesichter drückten, die Lippen zusammenbissen und den Fernseher anbrüllten, dachte sich Garcia: Ich probier's gleich noch mal. Mit Erfolg! Der Ball landete wieder im Wasser. Zu dem Zeitpunkt hatte er schon genauso viele Schläge auf der Scorecard wie der Negativrekord des Lochs. Aber Garcia war noch keinen Millimeter näher an die Fahne gekommen. Der 12. Schlag landete dann endlich auf dem Grün und blieb dort liegen. Selten haben wir so tief durchgeatmet und stehend Applaus geklatscht. Mit 13 Schlägen nahm der Spanier die Murmel aus dem Loch.



Kaymer und Langer im soliden Mittelfeld


Bernhard Langer hatte mal wieder den Längsten auf dem Platz. Mit seinem XXL-Putter hielt der zweifache Masterssieger gut mit der jungen Garde mit. Drei Bogeys und ein Birdie ergaben eine Zwei-über-Runde. Sein halb so alter Landsmann Martin Kaymer stand ihm in nichts nach und schloss mit demselben Score ab. Allerdings war die Zählkarte des Düsseldorfers deutlich bunter: vier Birdies, sechs Bogeys.

Als Tiger das letzte mal so schlecht startete, gewann er


Tiger Woods Auftaktrunde ist die sechstschlechteste seiner Karriere beim Masters. Doch die Fans des Anfang 40-Jährigen müssen ihre Hoffnung noch nicht begraben. 2005 startete Tiger Woods noch einen Schlag schlechter, spielte eine 74 und gewann am Ende sein viertes grünes Jackett. Der Start des Publikumslieblings verlief eigentlich nach Plan. Allerdings zerstörte auch bei ihm ein Wasserschlag den Score. Noch ist für Tiger aber alles möglich, heute in seiner Nachmittagsrunde.

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