Sebworld Golf Cup - Viva Colonia Unter Freunden: die Stohr-Brüder Maurice und Marvin mit den drei Toursiegern
Unter Freunden: die Stohr-Brüder Maurice und Marvin mit den drei Toursiegern

Sebworld Golf Cup Viva Colonia

24.08.2026 | Von Rüdiger Meyer, Foto(s): PR

Der zehnte Sebworld Golf Cup wurde zu einem echten rheinischen Spektakel. Während die deutschen Golfprofis Marcel Siem, Nicolai von Dellingshausen und Maximilian Kieffer auf dem Gut Lärchenhof für sportliche Highlights sorgten, traf abseits der Fairways die Kultband Höhner den richtigen Ton.

Marcel Siem, Nicolai von Dellingshausen und Max Kieffer sind es gewohnt, mit Amateuren auf die Runde zu gehen. Schließlich sind sie als Sieger auf der DP World Tour gefragte Partner in den wöchentlichen Pro-Ams. Doch auch für die gestandenen Profis war der zehnte Sebworld Golf Cup ein besonderes Event, denn es wurde nicht einfach eine Runde Golf gespielt und ein Erinnerungsfoto gemacht. Tatsächlich sind sie Freunde und Geschäftspartner der Familie Stohr und wollten einen Tag mit Menschen verbringen, mit denen sie tatsächlich verbunden sind. Und das merkte man den dreien auch an.

Selten hat man die drei Superstars, die zusammengezählt acht Siege auf der European Tour auf sich vereinen, so entspannt erlebt - und so nahbar. Für die 108 Golferinnen und Golfer, die eine Einladung für dieses Once-in-a-Lifetime-Event ergattern konnten, eine Erinnerung, die sie so schnell nicht vergessen werden. Auf der Driving Range wurde zunächst gefrühstückt, geredet und eingeschlagen. Dann ging es um elf Uhr auf die Runde im Golf Club Gut Lärchenhof, der in seinen Siegerlisten so illustre Namen wie Colin Montgomerie, Sergio García, Henrik Stenson, Padraig Harrington, Retief Goosen und natürlich Bernhard Langer stehen hat und damit selbst für höchste Ansprüche eine ziemlich beeindruckende Visitenkarte vorweisen kann.

Sebworld Golf Cup: Hellblauer Mauritius: Marcel Siem mit dem Surfer-Gruß (r.)
Hellblauer Mauritius: Marcel Siem mit dem Surfer-Gruß (r.)
Bereits all dies hätte die Jubiläumsausgabe des Sebworld Cup zu einem besonderen Event gemacht, aber die Gästeliste war noch viel beeindruckender. Unter anderem tauschten die Kölner Fußball-Ikonen Jonas Hector und Anthony Modeste sowie ihre einstigen Teamkollegen Dejan Ljubicic und Mark Uth die Stollen gegen Golf-Spikes ein und zeigten, dass sie auf jeder Form von Rasen eine gute Figur machen. All diese Sportler sind Teil des umfangreichen Netzwerks der Familie Stohr, das den Sebworld Golf Cup seit seiner Erstaustragung im Jahr 2017 zu einem spannenden Mix aus sportlicher Klasse, persönlichen Begegnungen und entspannter Atmosphäre gemacht hat.

Wobei "entspannt" bei einem Turnier mit drei DP-World-Tour-Siegern natürlich ein relativer Begriff ist. Für die Profis mag eine Runde mit Amateuren zum Alltag gehören, für die meisten Flights dürfte es trotzdem ein kleiner Reality-Check gewesen sein, wenn 70 Meter vor dem eigenen Ball plötzlich einer lag, der genau dort gelandet war, wo sein Besitzer ihn haben wollte. Aber genau darum ging es beim Sebworld Golf Cup nicht. Hier musste niemand den Tour-Pro geben und niemand den Promi. Man spielte gemeinsam, unterhielt sich, lachte und genoss einen Tag, an dem die Scorekarte ausnahmsweise nicht das wichtigste Dokument war und sich die üblichen Grenzen zwischen VIP, Amateur und Gastgeber ziemlich schnell auflösten.

Auch die kleinen Details passen in dieses Bild. Seit zehn Jahren begleitet die Parfümerie Rüdell den Sebworld Golf Cup und sorgt mit ausgesuchten Startgeschenken für Damen und Herren bereits beim Empfang für eine persönliche (Duft-)Note. Was bei einem einzelnen Event wie eine nette Aufmerksamkeit wirkt, wird über eine Dekade zur Tradition und ist damit längst zu einem festen Bestandteil des Sebworld Cup geworden. Und genau solche Konstanten machen ein Jubiläum am Ende interessanter als eine möglichst lange Liste von prominenten Namen.

Sebworld Golf Cup: Kölscher Uncle Sam: 'I want you for Sebworld!' (l.). Positionsgebunden: Jonas Hector (r.)
Kölscher Uncle Sam: 'I want you for Sebworld!' (l.). Positionsgebunden: Jonas Hector (r.)
Der zehnte Cup war schließlich auch ein Rückblick auf all die Menschen, die diese Veranstaltung über Jahre begleitet haben. Die Familie Stohr hat aus dem ursprünglichen Turnier einen Termin entwickelt, zu dem man nicht nur kommt, um Golf zu spielen. Man kommt, weil man weiß, wen man dort trifft. Und weil aus manchen Kontakten längst Freundschaften geworden sind, die am Abend noch vertieft werden konnten, als weitere 200 geladene Gäste das Golfturnier in ein Gesellschaftsereignis verwandelten.

Der Dresscode machte den Übergang sichtbar. Wo am Mittag noch Funktionskleidung, Caps und Shorts das Bild bestimmten, wurde es am Abend bei der Black-and-White-Party elegant und festlich. Nach der Siegerehrung wartete ein Dinner, doch die eigentliche Feier nahm erst danach Fahrt auf. Eröffnet wurde das Showprogramm von den Kölner Rheinveilchen, die mitten im Sommer etwas Karnevalsstimmung verbreiteten, anschließend ließ Lidia Streifling auf ihrer Partygeige die Saiten glühen und das Stimmungsthermometer langsam, aber unübersehbar steigen. Die perfekte Atmosphäre für den Auftritt der Höhner, die dafür sorgten, dass keiner frühzeitig den Abend verlassen wollte und aus dem festlichen Jubiläumsdinner endgültig eine ausgelassene Kölner Partynacht wurde. Ganz nach dem Motto des größten Hits der Kölner Vorzeigeband: "Wenn nicht jetzt, wann dann?"