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Top Ten

Hole in Ones der BMW International Open

Von Rüdiger Meyer, Fotos: BMW Golfsport, Getty Images

In der Geschichte der BMW International Open gab es bisher 27 Hole-in-ones, doch nur acht davon haben sich wirklich gelohnt. Dieses Oktett durfte nach Turnierende der B.I.O sein Golfbag in ein nagelneues Auto packen.

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JAY TOWNSEND: LOCH 12

RUNDE 4, 1991, BMW 325i Cabrio

Seit der ersten Ausgabe der BMW International Open wurde ein Flaggschiff-Auto des Titelsponsors als Hole-in-one-Preis ausgelobt. Im dritten Jahr wechselte dann gleich beim ersten Hole-in-one der Turniergeschichte ein Autoschlüssel den Besitzer. Der Amerikaner Jay Townsend versenkte an Bahn 12 seinen Abschlag im Loch. Obwohl es bis heute mit nur 148 Metern das kürzeste Par 3 auf der Anlage ist, wurden in 29 Jahren Eichenried-Turniergeschichte hier lediglich drei Asse erzielt, darunter von John Daly. Für keines davon gab es allerdings ein Auto.

07

RAPHAËL JACQUELIN: LOCH 17

RUNDE 2, 2001, BMW Z8

Als Golfer hat man nicht viele Möglichkeiten, sich wie ein Filmstar zu fühlen, doch bei der BMW International Open 2001 bekam Raphaël Jacquelin die Gelegenheit, als er am "Dornröschenloch", das in Eichenried nur für die BMW International Open zum Einsatz kommt, seinen Ball im Loch versenkte. Der Franzose musste lange warten, ging er doch im drittletzten Flight des Tages auf die Runde, aber an seinem achten Loch des Tages klingelte es. Die Belohnung: ein BMW Z8, das Modell, das zuvor Pierce Brosnan als James Bond in "Die Welt ist nicht genug" gefahren hatte. Während die meisten Spieler ihre Hole-in-one-Autos schnell zu Kohle machen, stand der Z8 bei Jacquelin jahrelang im Dienst.

06: JEAN-FRANÇOIS LUCQUIN: LOCH 17 – RUNDE 4, 2010, BMW 535i Saloon
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JEAN-FRANÇOIS LUCQUIN: LOCH 17

RUNDE 4, 2010, BMW 535i Saloon

Nach drei Runden lag der Franzose aussichtsreich auf Platz 28 und träumte wenigstens von einem Top-Ten-Resultat. Nach vier Löchern war er jedoch jäh in der Realität angekommen. Eine Bogey-Bogey-Doppel-Bogey-Serie sah ihn zügig das Leaderboard herunterfallen. Als er an die 17 kam, lag er sechs über Par und fast am Ende des Feldes. Doch dann griff er zum Eisen 6 und sah, wie sein Ball langsam, aber sicher in Richtung Loch rollte und hineinfiel. Lucquin riss die Arme hoch und feierte seinen neuen fahrbaren Untersatz im Wert von 80.000 Euro mit einem Kuss auf die Motorhaube. Dass er am Ende noch ein Bogey produzierte und mit der schlechtesten Runde des Tages 72. wurde, war da doch deutlich leichter zu verschmerzen.

05: ANDREW MARSHALL: LOCH 17 – RUNDE 2, 2012, BMW 640i Gran Coupé
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ANDREW MARSHALL: LOCH 17

RUNDE 2, 2012, BMW 640i Gran Coupé

Von 2012 bis 2018 alternierte die BMW International Open zwischen Eichenried und dem Golf Club Gut Lärchenhof in Pulheim. Für BMW war der Wechsel ein teures Vergnügen. Während in Eichenried bei bisher 29 Austragungen nur vier Autos gewonnen wurden, ging bei jeder einzelnen Austragung im Lärchenhof der Hole-in-one-Preis vom Hof. 2012 eröffnete der Brite Andrew Marshall den Reigen bei nicht gerade idealen Bedingungen. "Es waren 200 Meter gegen einen tosenden Wind, also habe ich zum Hybrid gegriffen. Ich habe es perfekt Richtung Fahne genagelt. Der Ball ist aufgesprungen und im Loch verschwunden", erinnerte er sich im Anschluss. Das gewonnene Gran Coupé blieb allerdings nicht lange in seinem Besitz: "Ich werde es verkaufen. Ich habe nicht viel Geld und denke darüber nach, mit den gewonnenen Preisgeldern in dieser Saison ein Haus zu kaufen. Das verändert mein Leben. Das Auto ist 70.000 Euro wert." Addiert zu den 30.000 Euro Preisgeld, die er für Platz zwölf bekam, war der Grundstein für das Haus schon mal gelegt.

04: JAMES HEATH: LOCH 16 – RUNDE 4, 2014, BMW i8
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JAMES HEATH: LOCH 16

RUNDE 4, 2014, BMW i8

Das Hole-in-one des Engländers könnte dasjenige sein, das von den wenigsten Menschen gesehen wurde. Nach drei Runden lag Heath so im Niemandsland des Leaderboards, dass er am Sonntag nicht nur von der 10 starten musste, er hatte auch noch eine Tee-Time um 7:20 Uhr erwischt. Doch wie heißt es so schön: Der frühe Vogel fängt den Wurm oder in diesem Fall das Auto. Und was für eins. Mit einem Listenpreis von 137.000 Euro war der BMW i8 Plugin Hybrid einer der bisher wertvollsten Hole-in-one-Preise des Turniers. Und alles, was Heath dafür tun musste, war, an dem 156 Meter langen Loch ein lockeres Eisen 7 hinter die Fahne zu spielen und mit Backspin ins Loch zurückrollen zu lassen. Für Heath ein monumentales Ereignis: "Das Auto ist mehr als dreimal so viel wert wie mein bisher höchstes Preisgeld", freute er sich nach der Runde.

03: RICHIE RAMSAY: LOCH 16 – RUNDE 1, 2016, BMW M760Li xDrive
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RICHIE RAMSAY: LOCH 16

RUNDE 1, 2016, BMW M760Li xDrive

Dass ein Hole-in-one-Preis gleich in der ersten Runde weggeht, ist normalerweise nicht im Sinne der Veranstalter, da es für den Rest des Turniers ein wenig an Reiz fehlt. Der Schotte Richie Ramsay hatte dafür wenig Verständnis, als er sich am Donnerstagnachmittag aufs Tee von Loch 16 im Lärchenhof stellte. Zu verlockend war die Aussicht auf den BMW M760Li, der mit einem Listenpreis von 170.000 Euro wertvoller war als das Preisgeld für den dritten Platz. Ramsay griff zum Eisen 7 und hatte gleich vom Feeling her ein gutes Gefühl: "Schon als der Ball am höchsten Punkt war, dachte ich: ,Auto!' aber ich habe es nicht ausgesprochen, um es nicht zu beschreien. Und dann verschwand er." Wenige Minuten später verschwand auch Ramsay - in seinem neuen Auto. "Es fühlt sich an wie die Business Class im Flugzeug", schwärmte er von seinem neuen Besitz, von dem er sprach, als sei er ein Wachhund: "Der wird fantastisch in der Auffahrt aussehen und unsere dreieinhalb Monate alte Tochter beschützen."

02: AARON RAI: LOCH 16 – RUNDE 2, 2018, BMW i8 Roadster
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AARON RAI: LOCH 16

RUNDE 2, 2018, BMW i8 Roadster

Aaron Rai ist nicht gerade als jemand bekannt, der aus sich herausgeht. Selbst nach seinem Sieg bei der PGA Championship war der Engländer noch relativ gefasst. Und als er 2018 bei der BMW International Open mit seinem Hole-in-one einen BMW i8 Roadster im Wert von 155.000 Euro gewann, hätte man meinen können, er habe gerade lediglich irgendwo zum Birdie eingechippt. Es gab drei High Fives und er winkte freundlich zum Publikum. Vielleicht war es ihm aber auch nur peinlich, dass er das Grün nicht direkt getroffen hatte. Sein Ball landete fünf Meter davor im Fairway, hüpfte zweimal nach vorne, zog dann die Bremse an und rollte mit den letzten Umdrehungen ins Loch.

01: GAGANJEET BHULLAR: LOCH 17 – RUNDE 2, 2019, BMW M8 Competition Coupé
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GAGANJEET BHULLAR: LOCH 17

RUNDE 2, 2019, BMW M8 Competition Coupé

Der Inder Gaganjeet Bhullar hatte sich vor der Saison 2019 ein Ziel gesetzt: "Am Anfang des Jahres habe ich mit meinem Caddie über meine Träume gesprochen und ihm gesagt, dass ich mein zweites Hole-in-one machen würde und mir dafür das richtige Loch aussuchen möchte." Check und check. Als sein Eisen 6 an der 17 von München-Eichenried vorne auf dem Grün ankam, auf wundersame Weise irgendwie noch die Kurve Richtung Loch fand und erschöpft auf der linken Seite hineinfiel, konnte Bhullar es kaum glauben. Eine gefühlte Ewigkeit blieb er in Ungewissheit auf dem Tee stehen, bevor er von den Zuschauern Bestätigung bekam und in Jubel ausbrach. Schließlich hatte er sich gerade das zweite Karriere-Hole-in-one mit einem BMW M8 im Wert von 190.000 Euro verdient. Es war bislang der letzte fahrbare Untersatz, der bei der BMW International Open vergeben wurde.

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