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Straight outta Schladming

Matthias Schwab - Europas Golf-Hoffnung

Von Fritz Lüders, Fotos: Red Bull Content Pool, Getty Images

Nach Bernd Wiesberger, Niki Lauda und Money Boy kommt der nächste Exportschlager aus Österreich: Matthias Schwab, Profigolfer und Wettkönig. Denn schon 2006 zeichnete sich bei "Wetten, dass..?" im ZDF ab, dass dem Jungen aus Schladming eine große Karriere bevorsteht.

Kaum ist der Computer nach der ersten Vorrecherche ausgeschaltet, vibriert das Handy. "Der Junge ist ein supercooler Typ", schreibt unser neuestes Schwinger-Club-Mitglied und Schwab-Buddy Senad Grosic per WhatsApp. Spätestens ab dieser Nachricht ist klar, dass Matthias Schwab absolut das Zeug zum GolfPunk-Titelhelden hat. Schließlich bekommt bei Weitem nicht jeder Golfer von einem Extremsportler das Attribut "supercool" verliehen. Der 23-jährige Österreicher hätte beinahe selber sein Geld mit Actionsport verdient. In Österreichs Skimekka Schladming als Sohn des Olympia-Bobfahrers Andreas Schwab aufgewachsen, hatte Matthias eigentlich gar keine andere Wahl, als selber Wintersportler zu werden. Nur in den Sommermonaten verließ er den vorgezeichneten Weg und vertrieb sich die Zeit mit Tennis und Golf. Es folgte ein Luxusproblem: In allen drei Sportarten zeigte er schnell enormes Potenzial und wurde folglich vor die Wahl gestellt. Er musste sich auf eine Disziplin konzentrieren, und während die meisten Jugendlichen wohl Ski oder Snowboard gewählt hätten, was der Großteil der Kumpels machte, zeigte Matthias Schwab auf die Golftasche.

Nach erfolgreicher Amateurkarriere und vier Jahren College-Golf an der amerikanischen Vanderbilt University schaffte er im Juni 2017 den Sprung zum Profi und stieg schnell zu einem ernst zu nehmenden European-Tour-Spieler auf. Nach Bernd Wiesberger wird Schwab als momentan zweitbester Golfer Österreichs gehandelt. Bei der Hero Indian Open im März spielte er lange um den Sieg mit, schloss auf dem vierten Rang ab. In der Weltrangliste sorgte der Turniererfolg wie auch die gesamte bisherige Saison für einen steilen Aufstieg aus dem Niemandsland hinein in die Top 500. Inzwischen liegt Matthias auf Rang 298 mit klarer Tendenz in Richtung Top 100. Bis dahin ist es noch ein hartes Stück Arbeit, blickt man aber auf seinen bisherigen Weg zurück, scheint das Erreichen dieses Meilensteins nur eine Frage der Zeit zu sein. Das hat mehrere Gründe. Der Österreicher tritt selbstbewusst und professionell auf, hat schon jetzt ein Team an Physios, Managern, Betreuern, Familie und Caddie aufgebaut, wie man es eher von den großen Fischen kennt. Zu seinen Beratern zählt auch einer der bekanntesten Golf-Manager der Welt: Andrew "Chubby" Chandler. Dieser machte schon Spieler wie Rory McIlroy groß und ist für sein hervorragendes Netzwerk bekannt. Als wir Chandler auf Schwab ansprechen, leuchten dessen Augen: "Mich würde es nicht wundern, wenn er in zwei Jahren in den Top 50 der Welt ist." Neben dem Manager gibt es noch weitere Parallelen zwischen dem Österreicher und dem Nordiren: McIlroy trat mit neun Jahren bei der "The Kelly Show" auf, chippte Bälle in eine Waschmaschine. Schwab zog es mit elf Jahren auf die große "Wetten, dass..?"-Bühne. Achten fahrend auf einem Einrad jonglierte er mit seinem Golfschläger einen Ball.

Da Österreichs Übergolfer Bernd Wiesberger verletzungsbedingt passen musste, stand Matthias Schwab beim Shot Clock Masters 2018 vor den Toren Wiens zum ersten Mal ganz allein als Lokalmatador im Fokus des öffentlichen Interesses. Sich von Fernsehinterview zu Fotoshooting hangelnd, trat der 23-Jährige, der gerade mal zwölf Monate diesen Job macht, routinierter auf als mancher Tourveteran, beinahe so, als hätte er nie etwas anderes gemacht.

"Ich habe das Gefühl, da sitzt ein alter Kopf auf einem jungen Körper", raunt ein Journalist in die Runde an Pressevertretern bei dem Turnier. Auch wir sind hierher nach Österreich gekommen, um vor Ort den Hype um Matthias Schwab zu erleben und mit eigenen Augen zu sehen, was diesen Rookie zu einer der großen europäischen Golfhoffnungen für zukünftige Toursiege und Kontinentalvergleiche macht.

Straight outta Schladming:

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ICH GEHE IMMER NOCH SKI FAHREN, FUSSBALL UND TENNIS SPIELEN. KLAR BESTEHT DA IMMER EINE VERLETZUNGSGEFAHR, ABER DESWEGEN SPERRE ICH MICH JA NICHT ZU HAUSE EIN.
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GolfPunk: Kannst du dich noch gut an deinen Auftritt als Elfjähriger bei "Wetten, dass..?" erinnern?
Matthias Schwab: Manchmal würde ich die Show gerne noch mal sehen, aber auf YouTube findet man leider nichts mehr. Thomas Gottschalk war damals der Moderator und total nett zu mir. Außerdem war Boris Becker da, mein Wettpate. Ich weiß noch, wie beeindruckend ich das alles fand. Meine Wette war, dass ich auf dem Einrad in einer Achterschleife fahren kann und den Ball auf dem Schläger jongliere. Erst mit der rechten Hand, dann mit der linken und zuletzt mit zwei Schlägern hin und her. Ich habe die Wette zwar gewonnen, aber als Kind bekommt man ja leider kein Preisgeld.

Was gab es stattdessen?
Als großer Formel-1-Fan habe ich eine Einladung von Ralf Schumacher zu einem Rennen bekommen. Zusammen mit meiner Familie durfte ich am Hockenheimring in die Boxengasse und einmal hinter die Kulissen schauen.

Wie kommt man als Elfjähriger auf die Idee, sich bei "Wetten, dass..?" anzumelden?
Das Einradfahren war eine Trainingsmethode von meinem Vater. Mein Bruder konnte das Kunststück übrigens genauso. Irgendwann haben wir es dann mit dem Jonglieren von Golfbällen verbunden, um die Koordination zu trainieren. Unser Papa meinte zu uns: "Bewerbt euch doch mal bei ,Wetten, dass..?'!" Es kamen Vertreter der Show vorbei, schauten es sich an. Dann gab es die Einladung zur Sendung.

In der Schule warst du danach wahrscheinlich der kleine Star, oder?
Die Jungs fanden das natürlich cool, aber so etwas wie der Schulstar war ich nicht. Wir waren damals alle noch sehr jung und die Show lief ziemlich spät, also hat das bestimmt nicht jeder gesehen. Vor der Sendung durfte niemand wissen, dass ich mitmache geschweige denn, was ich dort mache.

Du bist in einem Dorf mitten im Skigebiet aufgewachsen. Wie war die Jugend in Schladming?
Früher war es für mich völlig normal, in einem Bergdorf aufzuwachsen. Alles hat sich um Skifahren gedreht und mein Bruder und ich verbrachten viel Zeit im Schnee. Natürlich gehörte auch der Tourismus immer dazu.

Gibt es als Jugendlicher Ärger mit den Touristen?
Nein, im Gegenteil. Die wohnen bei uns, sind auch unser Geschäft. Wenn man älter wird, bringt der Tourismus einige Vorteile. In einem solch großen Skigebiet geht dann richtig die Post ab. [grinst] Das Weggehen ist während der Saison ziemlich geil. Tausendmal besser als zur Nebensaison, wenn nur tote Hose herrscht. Kommen die Touristen, kommt auch immer der Spaß.

Als Kind warst du während des Winters auf der Skipiste und im Sommer auf dem Tennisplatz. Eine Golfkarriere ist da ja fast schon exotisch. Wie kam es dazu?
Der Golfweg wurde tatsächlich eher belächelt. Die meisten meiner Kumpels wollten Skifahrer oder Nordische Kombinierer werden. Im Golf war ich immer besser als im Wintersport und Tennis, deshalb hat es mir am meisten Spaß gemacht. Ab einem gewissen Alter musste ich meinen Fokus auf eine Sportart legen und das war Golf. Ich gehe aber immer noch Ski fahren, Fußball und Tennis spielen. Klar besteht da immer eine Verletzungsgefahr, aber deswegen sperre ich mich ja nicht zu Hause ein.

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Mit elf im ZDF, mit 15 hast du das erste Mal bei einem Profiturnier mitgespielt - war Nervosität nie ein Thema für dich?
Doch, auf jeden Fall. Man spürt immer Anspannung und Aufregung. Das ist auch heute noch bei jedem Turnier so. Aber zum Glück sehe ich das nicht negativ. Viele Sportler spielen unter Anspannung sogar deutlich besser. Diese so zu nutzen ist auch mein Ziel.

Schon mit 18 Jahren stand die Tür zur Profikarriere für dich offen. Du hast dich damals fürs College entschieden. Warum?
Ich spielte damals zwei gute Saisons und hatte die Möglichkeit, Profi zu werden. Ich fühlte mich aber noch nicht bereit - sowohl vom Spielerischen als auch vom Kopf her. Rückblickend war das eine gute Entscheidung.

Wie merkt man denn, dass man bereit ist?
Mit voller Gewissheit kann man es wohl nie sagen. Aber in Amerika bin ich älter, erwachsener und reifer geworden. Ich musste zwangsweise selbstständiger sein, da ich allein in einem fremden Land war. Es fühlte sich dann einfach richtiger an.

Am College hast du Wirtschaft studiert. War das nicht nur ein Vorwand, um den ganzen Tag Golf spielen zu können?
Wirtschaft hat mich interessiert und ich habe wirklich viel in dieses Studium investiert. Aber es war klar, dass ich Golfprofi werden wollte. Darauf war alles ausgelegt. Wir hatten zwei Trainer und spielten bis auf einen Ruhetag die ganze Woche.

Denkt man an amerikanische Colleges, hat man Jungs mit umgedrehten Caps, Beer Pong und Hauspartys im Kopf. Was kannst du uns über die Zeit erzählen?
Ja, die gibt es sicher. [lacht] Ich hatte eine richtig gute Zeit, unglaublich viel Spaß, aber vier Jahre da drüben waren dann auch genug.

Welche Sportstudenten waren die wildesten?
Die Baseballspieler haben immer Gas gegeben! Die Tennisspieler haben auch immer Gas gegeben. Wir Golfer - nicht! [lacht]

Thema Wirtschaft: Du hast 2018 bisher fast 200.000 Euro Preisgeld gewonnen. Für einen Golfprofi nicht besonders viel, andererseits mehr, als Angela Merkel in diesem Jahr verdient hat. Wie siehst du als junger Athlet solche Summen?
Es ist zwar mein Beruf, aber eigentlich spiele ich nicht Golf, um Geld zu verdienen, sondern weil es mir Spaß macht und ich Ziele erreichen möchte. Meine Eltern kümmern sich um das Finanzielle. Die Preisgelder klingen immer gigantisch, sind jedoch etwas verzerrt. Es gibt Steuern in jedem Land, in dem man das Preisgeld verdient, und auch zu Hause. Dann müssen die An- und Abreise, das Hotel und die Verpflegung selbst gezahlt werden. Der Caddie und die Physios bekommen ebenfalls ihren Teil. So viel bleibt da gar nicht mehr übrig.

Ist der Ansporn ein anderer, wenn du European Tour oder Challenge Tour spielst?
Ich respektiere beide Teilnehmerfelder gleich und bereite mich auch identisch vor, egal ob es um sieben Millionen oder um 130.000 Euro geht.

Stell dir vor, du gewinnst die British Open. Was würdest du dir von dem Geld kaufen?
Ein gutes Essen vielleicht. Wahrscheinlich eine Pizza. Aber Pizza ist auch nicht teuer. Da kann ich mir dann echt viele Pizzen kaufen. [lacht] Aber im Ernst: Ich bin sehr zufrieden damit, wie es läuft. Natürlich sagt niemand zu mehr Geld Nein, aber Bodenständigkeit ist mir wichtiger.

In was müsstest du aus Karrieresicht als Nächstes investieren?
In einen Privatjet. [lacht] Das Reisen ist anstrengend, auch wenn's für jeden dazugehört. Aber Spaß beiseite: Manchmal hilft es einem auch schon, wenn man funktionierendes WLAN auf dem Zimmer hat. Solche Kleinigkeiten wirken sich stark aufs Wohlbefinden aus.

Straight outta Schladming:
Kannst du dir vorstellen, auch außerhalb Österreichs zu leben?
Ja, in den USA, in Florida zum Beispiel. Als Golfer ist die PGA Tour einfach das Ziel. Da sind die Turniere immer größer und es ist die beste Tour. Auch wenn das manche bestimmt nicht gerne hören, muss ich das so sagen.

In Österreich merkt man inzwischen einen Trubel um deine Person. Wirst du auf der Straße erkannt?
Nur auf österreichischen Golfplätzen oder rund um mein Zuhause. Sonst eher weniger.

Wer ist für dich der größte Österreicher aller Zeiten?
Der Arnold!

Arnold Schwarzenegger?!
Ja, sicher! Warum lachst du? Arnold ist total cool. Er hat sich als Österreicher in den USA durchgesetzt und ist nicht so eine Witzfigur, als die er immer wieder dargestellt wird. Er hat viel erreicht und ihm ist nichts geschenkt worden.

Anders als der "Terminator" musstest du schon im jungen Alter wegen einer Verletzung pausieren. Was war damals?
2009 brach durch eine Überbelastung beim Golf und zu wenig Rumpfkraft meine erste Verletzung aus. Die Schwungtechnik war nicht ideal, wenig schonend. Ich hatte Schmerzen im unteren Rücken. Vier Monate ging nichts mehr. 2014 kam es dann erneut, da fiel ich fast ein Jahr aus. Zu Beginn der College-Zeit machte ich zu viel Krafttraining. Dann hat der Rücken wieder etwas nachgegeben.

Hemmt dich das heute noch oder bringt es dich eher weiter?
Im Nachhinein war es gar nicht so schlecht. Die Verletzung war schlimm, aber ich habe dadurch meinen Körper besser kennengelernt und meinen Schwung weiterentwickelt. Außerdem versuche ich seitdem, immer das Beste aus schlechten Situationen zu machen. Wenn man so viel Golf spielt wie ich, tut der Rücken manchmal weh. Aber mental hemmt es mich nicht.

Aufgrund deines Alters und deiner Sponsoren stehst du für die junge und neue Golfgeneration. Was ist deine Meinung zur Modernisierung von Golf?
Ich habe nichts gegen Weiterentwicklungen, Innovationen oder neue Formate. Wenn sich die Zuschauer danebenbenehmen wie bei manchen PGA-Turnieren, ist das aber natürlich nicht okay. Grundsätzlich bin ich für modernes und zuschauerfreundliches Golf.

Wie sieht es in puncto Klamottenregeln aus? Zuletzt hat Tiger Woods gefordert, das Verbot kurzer Hosen aufzuheben.
An der Etikette kann man wenig machen. Ich habe keine Probleme mit langen Hosen und Poloshirts. Dadurch schauen wir elegant aus.

Auf der European Tour werden viele Formate getestet, um neue Zuschauer zu gewinnen. Beim Shot Clock Masters zählt eine große Uhr bei jedem Schlag 40 bis 50 Sekunden. Wer die Zeit überschreitet, bekommt Strafen. Nervt Spieler so was nicht?
Es ist für uns alle eine neue Erfahrung. Sicherlich stresst es gewisse Spieler, die normalerweise länger brauchen. Und das ist wiederum nicht so schlecht für mich. [lacht] Ich empfinde durch die Zeitvorgabe keinen Druck und begrüße es, dass die Organisatoren den Ansporn haben, alles schneller zu machen. Fünf-Stunden-Runden sind nämlich anstrengend und lassen oft die Konzentration schwinden.

Derzeit hast du noch nicht den Luxus, dir die Turniere auszusuchen. Wirkt sich der unkonstante Rhythmus auf dein Spiel aus?
Ich habe mich vor der Saison drauf eingestellt. Physisch ist das für mich kein Problem, aber psychisch schon, nicht zuletzt wegen der vielen Reisen. Was für mich der beste Rhythmus ist, muss ich noch herausfinden. In Indien bei meinem besten Resultat spielte ich bereits die fünfte Woche am Stück. Wer weiß, vielleicht erreiche ich da meinen Leistungshöhepunkt.

 

Steckbrief

Name: Matthias Schwab
Alter: 23 Jahre
Wohnort: Schladming, Österreich
Profi seit: 2017
Lieblingsverein: RB Leipzig
Erfolge:
2011 Italian Junior Champion (Amateur)
2012 British Amateur Championships (2. Platz)
2015 Swiss Amateur Championships (Amateur)
2016 NCAA Final (2. Platz)
2017 SEC Team Championship (Amateur)
2017 T7 Northern Ireland Open (Challenge Tour)
2018 T4 Hero Indian Open (European Tour)

Nach einem Jahr Profi-Tour wird es Zeit für ein Fazit: Wie ist das Verhältnis zu den anderen European-Tour-Spielern? Wer sind deine Kumpels?
Ich ziehe generell lieber mein eigenes Ding durch. Proberunden spiele ich gerne allein und konzentriere mich auf mich selber. Es gibt ein paar junge Spieler aus meiner Amateurzeit, mit denen ich recht viele mache. Auf der European Tour gehöre ich noch zu den Jungen. Da muss ich erst mal reinkommen und Kontakte knüpfen.

Ist das schwierig auf der European Tour?
Ja, aber ich bin auch nicht der Typ, der nach Freunden sucht. Wenn sich was ergibt, dann nehme ich das gerne an. Aber ich suche nicht aktiv. Mein Caddie ist immer mit dabei und das reicht mir.

Gibt es auch mal Stress unter den Spielern oder Psychokrieg auf der Runde?
Viele sind offen, freundlich und hilfsbereit, aber es gibt auch egoistische und weniger soziale Spieler. Das ist für mich in Ordnung. Ich erwarte nicht, dass mir jemand hilft, da jeder sein eigenes Ding macht. Ich habe bisher nur in Indien mal oben mitgespielt, aber dort erlebte ich keinen Psychokrieg. Die meisten sind echte Gentlemen und fair.

Spielst du lieber in Ruhe mit jungen Unbekannten oder mit Big Names, denen Tausende Zuschauer folgen?
Mir ist beides recht. Meist bekomme ich die ersten zwei Runden unbekannte Spieler zugelost und am Wochenende einen Promi oder beliebteren Spieler mit vielen Zuschauern. Sicher kann ich von den guten Spielern viel lernen, nur während des Turniers muss ich ganz bei mir sein.

In der Weltrangliste bist du in den vergangenen Monaten steiler geklettert als Reinhold Messner. Welche Position ist dort dein Ziel?
Es könnte schneller gehen. [lacht] Ich will ganz nach vorne kommen, aber gerade sind andere Sachen wichtiger, das nächste Turnier zum Beispiel. Und ich möchte unbedingt die Tourkarte halten. Die Top 50 ist natürlich die magische Grenze, ab der vieles einfacher wird, viele Türen geöffnet werden. Aber davon bin ich noch weit weg.

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