BMW International Open 2026 Es (Rosen-)Müllert!
04.07.2026 | Von Rüdiger Meyer, Foto(s): BMW GolfsportMit einer sensationellen 65er-Runde spielt sich Thomas Rosenmüller ins Titelgeschehen bei der BMW International Open. Als Führende in die Schlussrunde gehen derweil Bernd Wiesberger und der Südafrikaner Michael Hollick.
Das Jahr 2026 ist für Thomas Rosenmüller bisher nicht gerade nach Plan verlaufen. Nicht nur, dass er nach seinem Kurzausflug auf die PGA Tour wieder auf die Korn Ferry Tour zurückgestuft wurde: Bei seinen ersten neun Turnierauftritten in diesem Jahr verpasste er acht Mal den Cut. Doch bei der Memorial Health Championship zeigte er in der vergangenen Woche mit Platz 19 ein erstes Lebenszeichen, was bei der BMW International Open nun zu einem richtigen Sinusrhythmus geworden ist. Mit Runden von 69 und 71 am Donnerstag und Freitag spielte sich der Münchner ins Wochenende, wo er heute richtig aufdrehte. Obwohl Rosenmüller mit einem Bogey begann und auf den Front Nine nur 1 unter Par lag, ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen und drehte mit einem Eagle und vier Birdies auf den Back 9 richtig auf. Seine 65 war zwei Schläge besser als jede andere Runde am Samstag und katapultierte den 29-Jährigen auf Platz 4 nach vorne.
Für Rosenmüllers Flightpartner Freddy Schott ging es mit einer 68 zwar "nur" auf Platz 4 nach vorne, doch keiner im Feld hatte eine aufregendere Scorekarte auf den Back 9 als der Bahrain-Sieger. Auf seinen letzten zehn Bahnen verzeichnete der Draufgänger lediglich ein Par auf der 10. Der Rest waren sechs Birdies und drei Bogeys. Besonders ärgerlich: Bei zwei seiner Schlagverluste verschob Schott Putts aus weniger als einem Meter. Aus deutscher Sicht besonders erfreulich ist, dass auch Amateur Finn Kölle mit einer Even-Par-Runde und Nicolai von Dellingshausen mit einer 70 Boden gut machen konnten. Doch ausgerechnet beim bestplatzierten Deutschen Matti Schmid lief nicht viel zusammen. Nach einer soliden Front 9 brach für Schmid auf der 11 alles auseinander. Erst verzog er den Drive nach links und konnte an dem Par 5 nur rauspitchen, dann leistete er sich einen Dreiputt aus zwei Metern und musste das Doppelbogey notieren. Als er auch noch an der 18 einen Strafschlag und das Bogey kassierte, beendete er den Tag mit einer 74 als 27. Dort findet sich auch die gestrige Feelgood-Story Brad Dalke wieder. Der YouTuber spielte nur eine 75 und fiel aus den Top 5 zurück. Noch schlimmer erwischte es LIV-Legionär Adrian Meronk. Der Pole leistete sich auf seinen letzten sieben Löchern fünf Bogeys und ein Doppelbogey und dürfte nach seiner 80 ein Preisgeld kassieren, das bei LIV Golf nicht mal fürs Porto reicht.
Um das große Geld streitet sich derweil eine Gruppe von bis zu 30 Spielern, so eng liegt das Feld zusammen, da Spitzenreiter Hennie du Plessis mit einer Even-Par-Runde auf der Stelle trat. Daher geht ein Landsmann als Führender in die Schlussrunde. Michael Hollick stellte mit einer 69 die zuvor von Bernd Wiesberger gesetzte Bestmarke von 13 unter Par ein. Nur einen Schlag dahinter lauert LIV-Mexikaner Carlos Ortiz, der mit zwei Birdies und einem Bogey eine recht unspektakuläre Runde spielte. Dessen Teamkollege Joaquin Niemann sollte ebenfalls noch nicht abgeschrieben werden. Mit einer 70 positionierte sich der Chilene auf dem 12. Platz und liegt nur fünf Schläge hinter Hollick. Noch einen Schlag davor geht der zuletzt von einer Verletzung zurückgeworfene Engländer Marco Penge in den Finaltag. Der Seriensieger aus dem vergangenen Jahr liegt auf Platz 8 und geht am Sonntag gemeinsam mit Freddy Schott auf die letzten 18 Bahnen. Wer dabeisein möchte, muss allerdings früh aufstehen. Aufgrund der Wettervorhersage wird in Dreierflights von zwei Tees gespielt, sodass das Führungstrio Wiesberger, Hollick und Ortiz bereits um 10 Uhr morgens abschlägt.












