Pro-Shop - Cars N' Roses

Pro-Shop Cars N' Roses

01.06.2026 | Von Rüdiger Meyer, Foto(s): PR

Mitten in der Major-Saison tauschte Justin Rose plötzlich sein komplettes Bag aus und wechselte zu einem Start-up, das bisher eigentlich eher auf der Rennstrecke als auf den Fairways für Furore sorgte: McLaren.

Justin Rose machte in diesem Jahr nicht gerade den Anschein, als bräuchte er eine Veränderung. Im Februar gewann er die Farmers Insurance Open, im April verpasste er den Sieg beim Masters nur um Haaresbreite. Umso überraschter war die Golfwelt, als der Engländer mitten in der Saison einen Equipment-Wechsel verkündete. Statt einer Kombination aus Srixon- und Miura-Eisen wanderten Prototypen von McLaren Golf in sein Bag. Die bisher einzigen Berührungspunkte mit Golf hatte der Konstrukteur von Formel-1-Boliden nur, wenn der amtierende Weltmeister Lando Norris bei der BMW PGA Championship im Pro-Am antrat. Eine Golfschläger-Serie hatten sie bisher aber noch nicht über die Ziellinie gebracht - schon gar nicht im Profi-Bereich.

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Tatsächlich sah es so aus, als sei Rose mit seinem überhastet wirkenden Wechsel im Kiesbett gelandet. Bei der Cadillac Championship verpasste er nicht nur den Cut, auch legte er in der Kategorie Strokes Gained seine schlechteste Leistung der Saison hin. Schnell wurden Erinnerungen an 2019 wach, als Justin Rose als Weltranglisten-Erster zu Honma wechselte und bereits ein Jahr später wieder die Reißleine zog. Nach einem weiteren enttäuschenden Auftritt bei der Truist Championship scheint Rose beim zweiten Major des Jahres sein neues Material allerdings in den Griff bekommen zu haben. Nicht nur beendete er die PGA Championship mit einem Top-Ten-Resultat, ein Blick in die statistischen Tiefen zeigt auch eine signifikante Verbesserung. Mit 0,821 gewonnenen Schlägen pro Runde waren lediglich 13 Spieler mit den Eisen besser als Rose. Nur seine Abschläge haben ein noch besseres Ergebnis verhindert. Vielleicht ist es Zeit, dass McLaren auch Prototyp-Hölzer für Justin Rose baut. Wenn sich die britischen Autobauer mit einer Sache auskennen, dann schließlich mit Drivern.