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Kaufberatung 2021

Driver

Von Jan Langenbein, Fotos: PR

In der Driver-Welt scheint nichts mehr zu sein, wie es einst war, und althergebrachte Stereotypen haben jedes Krümelchen Wahrheitsgehalt eingebüßt: Titleist baut plötzlich Driver für Langsamschwinger, Ping weiß, wie man Hölzern richtig lang macht, und Honma kann auch preiswert? Klingt unglaublich und schreit nach Aufklärung.

Glaubt man, dass immer mehr Performance vom Tee das Thema ist, fällt ein Name garantiert als erster: Bryson DeChambeau. Kein Wunder, schließlich schaffte es der Amerikaner mit einem rigorosen Muskelaufbautraining und jeder Menge Protein-Shakes vom geteilten 34. Rang in der Driving-Distance-Statistik der PGA Tour 2019 zum unangefochtenen Spitzenreiter der Disziplin im Jahre 20201. Ein fulminanter Sieg bei den US Open in Winged Foot flankiert von dominanten Vorstellungen auf der PGA Tour waren die Folge und ließen die Konkurrenz aufhorchen, denn ganz offenbar hat der Golfalchemist ein Rezept gefunden, das Spiel zu "knacken". Das Ganze ging sogar so weit, dass Rory McIlroy damit begann, an seinem eigentlich über jeden Zweifel erhabenen Driver-Schwung herumzudoktern, und dann während der Players Championships 2021 kleinlaut zugeben musste: "Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, das alles hätte nichts damit zu tun, was Bryson bei den US Open gezeigt hat." Doch dem Nordiren war längst klar, dass er sich auf dem Holzweg befindet: "Im Oktober letztes Jahr habe ich angefangen, an meiner Geschwindigkeit zu arbeiten, und es wohl übertrieben. Ich schlage den Ball nun weiter, aber die Einflüsse auf meinen Schwung waren weniger optimal."

1 Innerhalb einer Saison steigerte DeChambeau seine durchschnittliche Länge vom Tee von 276,6 auf 294,6 Meter, also um erstaunliche 18 Meter.

DeChambeau machte 2021 derweil dort weiter, wo er 2020 aufgehört hatte, und gewann das Arnold Palmer Invitational nicht nur mit Leichtigkeit, sondern bot am legendären sechsten Loch in Bay Hill (Par 5, 507 Meter) die größte Show der bisherigen Golfsaison, als er das Grün der in Form eines Halbmonds angelegten Spielbahn direkt über den riesigen See angriff. Mit einer Ballgeschwindigkeit von 312 km/h schoss der Ball unter dem Jubel der Fans dann 340 Meter weit über das Wasser und verfehlte zwar das Grün, schaffte es jedoch mit jeder Menge Puffer über das feuchte Grab. Ein easy Birdie und ein virales Video auf sämtlichen Social- Media-Kanälen waren die Folge.

Nun ist weder jemandem aus der realen Welt zu empfehlen, Ballgeschwindigkeiten von mehr als 200 Meilen in der Stunde, wie Bryson sie mittlerweile erreicht, anzustreben noch einen Driver mit für Amateurgolfer absurden Spezifikationen2 in Erwägung zu ziehen. DeChambeaus Physiklehrstunden der vergangenen Monate zeigen jedoch, wie wichtig auf den Spieler abgestimmtes Material bei der Jagd nach mehr Länge ist.

2 Brysons Driver in Bay Hill verfügte über 7,5 Loft, je nach Platzverhältnissen kommt allerdings auch ein 5-Driver zum Einsatz, mit dem er den Ball mit einer 8 ansteigenden Schwungbahn treffen möchte, um den für lange Drives nötigen Abflugwinkel zu erreichen.

Fast so oft wie im Kraftraum ist Bryson also in der Entwicklungsabteilung seines Sponsors Cobra im kalifornischen Carlsbad anzutreffen, wie Tom Olsavsky, Vice President Research & Development bei Cobra, bestätigt. "Wir sehen Bryson tatsächlich als Teil unseres R&D-Teams. Wann immer er hier bei uns ist, stellt er nicht nur sehr tief gehende Fragen zum Entwicklungsprozess, die zeigen, wie viel er von der Thematik versteht, sondern liefert wertvolle Einblicke in seine Art, Golf zu spielen. Er erklärte im Herbst 2019: ,Ich werde Muskeln aufbauen und schneller schwingen, denn das ist der Weg zum Sieg auf der Tour.' Also haben wir uns an die Arbeit gemacht."

Kaufberatung 2021: Im Griff verbaute Arccos-Sensoren tracken auf Wunsch jeden Drive und liefern Statistiken.
Im Griff verbaute Arccos-Sensoren tracken auf Wunsch jeden Drive und liefern Statistiken.

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WIR SEHEN BRYSON TATSÄCHLICH ALS TEIL UNSERES R&D-TEAMS. WANN IMMER ER HIER BEI UNS IST, STELLT ER SEHR TIEF GEHENDE FRAGEN ZUM ENTWICKLUNGSPROZESS.
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Früchte dieses Teamworks sind die neuen Cobra-Radspeed-Driver, deren mit giftgrünen Farbakzenten versehene Köpfe eine radiale Gewichtsverteilung aufweisen. So wird der Abstand zwischen den beiden direkt hinter der Schlagfläche und des hinten in der Sohle platzierte Gewichts vergrößert, was für mehr Ballgeschwindigkeit bei gleichzeitig höherer Fehlertoleranz sorgt.

Drei verschiedene Schlägerkopfvarianten stehen in der Pro-Shops. Neben dem mit einer Draw-Gewichtung versehenen Radspeed XD deckt der Radspeed XB mit 20 Gramm Zusatzgewicht im Heck die Spielergruppe ab, die ein ausgewogenes Verhältnis aus Länge und Fehlertoleranz von ihrem Driver erwarten. Der Radspeed- Driver-Kopf richtet sich an niedrige Handicaps und sportliche Golfer, die mit 28 Gramm zusätzlichen Gewichten3 hinter der Schlagfläche umgehen können. Diese liefern zwar radikale Längen, erfordern allerdings einen ausgefeilten und stabilen Schwung, um die Kontrolle zu behalten. "Wir gehen davon aus, dass etwa 20 Prozent unserer Golfer zum Radspeed-Driver greifen, während sich die restlichen 80 Prozent auf die anderen beiden, fehlertoleranteren Schlägerkopfvarianten verteilen werden. Der Radspeed XD ist aus der Erkenntnis geboren, dass die meisten Amateurgolfer ihre Drives slicen. Dieser Schläger liefert ein probates Mittel dagegen", erklärt Tom Olsavsky die Unterschiede des Cobra-Driver-Dreigestirns 2021.

3 16 Gramm sind fixiert, während 12 Gramm für ein Feintuning der Flugbahn bewegt werden. Im hinteren Teil der Sohle verfügt der Radspeed lediglich über 10 Gramm Zusatzgewicht für eine flache und bohrende Flugbahn.

Mit der amtierenden Nummer eins der Weltrangliste Dustin Johnson hat Team TaylorMade ebenfalls einen Athleten in den Reihen, der für das Wettrüsten vom Tee bestens gerüstet ist. Beim Saisonauftakt der PGA Tour 2021 auf Hawaii hatte der neue TaylorMade-SIM2-Driver bereits den Weg in Johnsons Bag gefunden, wo er Elfter wurde. Einen Monat später beim Saudi Invitational kehrte Dustin jedoch mit der Begründung, er benötige noch mehr Testzeit für den neuen Driver, zu seinem vertrauten SIM-Driver zurück und gewann das Turnier.

Als konsequente Weiterentwicklung des auf der Tour populären SIM-Drivers verfügt der neue SIM2 über einen blauen Ring aus geschmiedetem Aluminium als Verbindungselement zwischen Carbon-Krone und Carbon-Sohle4. Dieser Ring ist nicht nur das optisch hervorstechende Element des neuen TaylorMade-Drivers, er sorgt vor allem für eine enorm steife Konstruktion, die im Vergleich zum Vorgängermodell noch mehr Ballgeschwindigkeit ermöglicht. Obwohl der SIM2 auf Longhitter mit hohen Schwunggeschwindigkeiten abzielt, versuchten die Ingenieure, eine Balance zwischen Geschwindigkeit und Fehlertoleranz in diesem Low-Spin-Driver zu erhalten, was sich im 16-Gramm-Wolframgewicht am hinteren Ende des Drivers manifestiert.

4 Ultraleichte und aus neun Schichten bestehende Carbon-Bauteile formen die gesamte Krone und die Sohle der SIM-Driver.

Kaufberatung 2021: Drei Radspeed-Modelle mit verbauten Arccos-Sensoren (l). Epic-Driver mit Jailbreak-A.I.-Speed-Frame-Konstruktion (r).Kaufberatung 2021: Drei Radspeed-Modelle mit verbauten Arccos-Sensoren (l). Epic-Driver mit Jailbreak-A.I.-Speed-Frame-Konstruktion (r).
Drei Radspeed-Modelle mit verbauten Arccos-Sensoren (l). Epic-Driver mit Jailbreak-A.I.-Speed-Frame-Konstruktion (r).
Man könnte meinen, der SIM2 Max wäre mit seinem auf 24 Gramm angewachsenen Zusatzgewicht am Heck der Driver für die Massen normalsterblicher Amateurgolfer, doch wie im letzten Jahr er freut sich die fehlertolerantere Max-Variante des Taylor-Made-Drivers auch auf der Tour großer Beliebtheit. Tommy Fleetwood, seit dieser Saison neu im TaylorMade-Stall, schwört bereits auf diesen Driver, dessen Gewichtsverteilung einen mittelhohen bis hohen Ballflug unterstützt und dabei trotzdem erfreulich niedrige Spin-Werte generiert. Mit anderen Worten: Der SIM2 Max fällt spürbar fehlertoleranter als der SIM2 aus, ohne dabei zu viel Länge zu opfern.

Für alle, deren Fokus verstärkt dem Kampf gegen den Slice als dem Sammeln von Toursiegen gilt, ist der SIM2 Max D eine interessante Alternative. Wie seine beiden Geschwister verfügt der SIM2 Max D über all die TaylorMade-typischen Technik-Features wie das 2019 eingeführte Twist Face mit Speed Injection für mehr Ballgeschwindigkeit, den leicht abgeänderten Inertia Generator für verbesserte Aerodynamik und das Speed Pocket für einen möglichst großen Sweet Spot und ergänzt sie um eine massive Draw-Gewichtung, um auch High-Handicappern die Freude der sporadischen Linkskurve zu schenken. Tomo Bystedt, Direktor der Produktentwicklung bei TaylorMade, ist sich bewusst, dass die Anforderungen an neue Driver vielseitig sind: "Golfer sind verschieden. Manche benötigen mehr Spin vom Tee, andere weniger. Die einen schlagen einen geraden Ball und andere kämpfen mit ungewollten Flugkurven. Die neuen SIM-, SIM-Max und SIM-Max-D-Driver unterscheiden sich im Hinblick auf Abflugwinkel und Spin-Werte erheblich. Eines haben sie jedoch alle gemein: die enorme hohe Fehlertoleranz."

Da man sich bei Callaway bereits vor Jahren dafür entschieden hat, zwei grundlegend verschiedene Driver- Familien, die jeweils einen Produktzyklus von zwei Jahren durchlaufen, im Portfolio zu führen, kann der Marktführer im Driver-Segment ebenfalls jedes Jahr neue Waffen präsentieren. Was für lediglich peripher an den Mechanismen der Golfindustrie Interessierte verwirrend wirken mag, lässt sich im Vergleich mit der deutschen Automobilindustrie erklären. Genauso wie BMW die neuen Modelle der Fünfer- und Siebener- Baureihe im Wechsel erneuert, operiert auch Callaway. Während die Mavrik-Modelle aus dem Vorjahr, die die Rogue-Driver von 2018 ersetzten, in diesem bildlichen Vergleich einem Fünfer-BMW gleichzusetzen wären, stellen die neuen Epic-Driver der aktuellen Saison so etwas wie die Siebener-Baureihe von Callaway dar - also die Spitze der Ingenieurskunst und damit auch der Preisgestaltung. Die Callaway-Entwickler suchen ihr Heil ebenfalls in einem Driver-Triumvirat: Epic Speed, Epic Max und Epic Max LS verfügen allesamt über Weiterentwicklungen bereits bekannter und in einigen Fällen sogar bahnbrechender Callaway-Innovationen wie dem Jailbreak Speed Frame, dem mithilfe künstlicher Intelligenz entwickelten Flash Face und der weiterentwickelten Carbon-Krone5. Während bei früheren Jailbreak-Versionen zwei Streben hinter der Schlagfläche diese in vertikaler Richtung stabilisierten und mehr Ballgeschwindigkeit lieferten, kommt nun eine Rahmenkonstruktion zum Einsatz, um auch die horizontale und die Torsionsstabilität zu erhöhen. Ein weiterer Evolutionsschritt ist auch die Flash-Face-Schlagfläche der Saison, an der sich der Callaway-Supercomputer wieder einmal einen Wolf rechnen durfte, um die Trefferfläche zu vergrößern, die die maximale Ballgeschwindigkeit liefert.

5 Die aus Triaxial-Carbon gefertigte Krone spart im Vergleich zu den Vorgängern je nach Modell zwischen 13 Gramm und 19 Gramm Gewicht.

Bereits in der Kopfform beginnen die Unterschiede der drei Epic-2021-Modelle. Der Epic-Speed-Driver erinnert in seiner ungewöhnlichen Kopfform an den Mavrik der letzten Saison und ist mit seiner hohen Schlagfläche und einer im hinteren Bereich sichtbar ansteigenden Sohle ganz auf optimale Aerodynamik ausgelegt. "Cyclone Aero Form" nennen die Callaway-Ingenieure dieses Design und wollen damit maximale Ballgeschwindigkeiten generieren.

Der Epic Max wurde nicht auf Geschwindigkeit, dafür jedoch auf maximale Fehlertoleranz optimiert. Das im Vergleich zum Epic Speed deutlich größere Profil des Drivers wird in der Ansprechposition dem Selbstvertrauen vieler Amateurspieler einen wahren Boost verleihen. Der Epic Max verfügt von Haus aus über eine spürbare Draw-Gewichtung, doch das durch die Carbon-Krone gesparte Gewicht kommt in einer Schiene samt verstellbarem Gewicht an der hinteren Kante der Sohle wieder zum Einsatz, mit dessen Hilfe sich die Flugkurve feinjustieren lässt und falls gewünscht sogar noch weiter in Richtung Draw beeinflusst werden kann.

Eine Sub-Zero-Variante6 wie in den vergangenen Jahren sucht man unter den neuen Epic- Modellen vergeblich. An deren Stelle rückt der Epic Max LS ins Sortiment, wobei LS für "Low Spin" steht. Nichts weiter als eine neue Bezeichnung also? Nicht ganz, denn in Gesprächen mit den Callaway-Tourspielern fanden die Entwickler heraus, dass diese nicht nur kleine Schlägerköpfe bevorzugen, die wenig Spin erzeugen, sondern wie wir alle auf der Suche nach mehr Fehlertoleranz sind. Daher fällt das Profil des Epic Max LS ausladender aus als vergangene Low-Spin-Modelle, was zu einem deutlich erhöhten MOI und damit einer gesteigerten Fehlertoleranz mit leichter Fade-Gewichtung bei enorm niedrigen Spin-Werten führt.

6 Als ausgemachte Low-Spin-Driver sprachen die Sub-Zero-Modelle hauptsächlich Schnellschwinger und Longhitter an.

Kaufberatung 2021: Taylormade: Rory McIlroy und Collin Morikawa setzten den SIM2 bereits im Januar auf der Tour ein.
Taylormade: Rory McIlroy und Collin Morikawa setzten den SIM2 bereits im Januar auf der Tour ein.
Der TR20-Driver von Honma war nicht nur im Hinblick auf die Performance, sondern besonders auch optisch eines der Highlights der letzten Saison. Daher wird die Schönheit aus Sakata in diesem Jahr wieder erhältlich sein. Die Entwickler in Japan waren jedoch nicht untätig und haben mit dem T//World GS einen neuen Driver für 2021 in petto, der für Spieler mittlerer Handicap-Klassen und moderater Schwunggeschwindigkeiten entwickelt wurde. Neben einem ausgeprägten Slot in der Sohle hinter der Schlagfläche sorgt eine variable Schlagflächendicke dafür, die Kraftübertragung und somit Ballgeschwindigkeit speziell bei Treffern im unteren Bereich der Schlagfläche zu erhöhen. Darüber hinaus kommt das äußerst smarte Non-Rotation-System zum Einsatz, das es ermöglicht, Lie, Loft und Schlagflächenwinkel des Drivers am Hosel zu verändern, ohne dabei den Schaft zu drehen. Wie bei Honma üblich liegt in den Graphitschäften der eigentliche Clou, denn sämtliche Schlägerköpfe wurden gebaut, um optimal mit den High-End-Graphitschäften der Vizard-Serie aus eigener Herstellung zu harmonieren. Wie bei Honma üblich findet sämtliche Entwicklung- und Designarbeit im japanischen Sakata statt, hergestellt werden die Schlägerköpfe der GS-Serie allerdings in China, was den Preis eines Drivers für Honma-Verhältnisse nahezu in günstige Gefilde drückt.

Keine andere Marke im Golfsport steht mit ihren Schlägern mehr als Synonym für Spielbarkeit und Fehlertoleranz als Ping. Spoiler Alert: Auch die neuen G425-Driver werden diesem Ruf mehr als gerecht. Viel beeindruckender ist allerdings, wie großartig die neuen Ping-Driver auch optisch funktionieren. Bisher nicht gerade für die hübschen Schläger auf dem Markt bekannt, haben die Ping-Ingenieure den Nagel mit den in schlichtem Schwarz gehaltenen G425-Drivern auf den Kopf getroffen. Nicht weniger interessant ist die Tatsache, dass eine Marke, in deren DNA Attribute wie "Game Improvement" und "Fehlertoleranz" eine zentrale Rolle spielen, mit Tony Finau, Cameron Champ und Bubba Watson mittlerweile drei der längsten Prügelknaben der Tour unter Vertrag hat. Die Zeiten, in denen Ping-Driver zwar gerade, aber meist alles andere als lang waren, liegen also in grauer Vorzeit. Die G425-Driver-Familie macht da keine Ausnahme, wie Tony Finau nach den ersten Tests klarstellte: "Ich habe sofort Ballgeschwindigkeit gewonnen, als ich den Driver zum ersten Mal spielte. Es waren zwei oder drei Meilen pro Stunde mehr auf dem TrackMan im Vergleich zum G410 und ich hab definitiv nicht härter geschwungen. Der neue G425-Schlägerkopf ist also auf jeden Fall schneller."

 
Marco Burger

Marco Burger

Der Materialexperte und Mitbegründer von HIO-Fitting in München mit mehr als 10.000 Stunden Fitting-Erfahrung hat bereits Thomas Müller und Novak Djokovic Golfschläger auf den Leib geschneidert.

WAS DU SCHON IMMER ÜBER DRIVER-FITTING MARCO WISSEN WOLLTEST!


Für einen erfolgreichen Drive müssen Parameter wie Ballgeschwindigkeit, Abflugwinkel und Spin-Rate perfekt zusammen passen. Mithilfe von Launch-Monitoren (TrackMan und Foresight) können hier für jeden Spielertypen die richtigen Schlüsse gezogen und das passende Material gefunden werden. Gerade neuere Driver-Modelle haben oft viele Verstellmöglichkeiten, sodass Loft, Lie, Face Angle, Gewichtsverhältnisse oder teils sogar das Gesamtgewicht (meist ca. 200 Gramm) individuell auf den Spieler eingestellt werden können. So lassen sich die genannten Parameter feinjustieren, um mehr Weite und Konstanz herauszuholen.

Beim Driver spielt der Schaft, der das Schwunggefühl definiert, eine große Rolle. Ein Fitting bietet sich hier natürlich perfekt an, um verschiedene Kombinationen zu testen und Gewicht, Steifigkeit und Biegepunkt des Schafts perfekt abgestimmt auf den Schlägerkopf und den Spieler zu wählen.

Der G425 Max vereint die besten Features der Vorgängermodelle G410 Max und G410 Plus, um das größte Trägheitsmoment zu erreichen, das jemals in einem Ping-Driver gemessen wurde. Der MOI-Wert von knapp über 10.000 katapultiert die Fehlertoleranz des G425 Max in eine neue Dimension. Der drei verschiedene Einstellungen bietende CG-Shifter im hinteren Teil des Schlägerkopfs erlaubt eine simpel zu bedienende Justierung der Flugkurve7.

7 In der neutralen Position erhöht das Wolframgewicht die Fehlertoleranz des G425 Max um 7 Prozent. Wird das Gewicht in der Draw-Position verschraubt, steigt das MOI um 20 Prozent, in der Fade-Position um 16 Prozent.

Spieler, die weniger Spin bevorzugen, sollten zur G425-LST (Low Spin Tech)-Variante greifen, deren kompakterer Schlägerkopf mit 425 Kubikzentimetern Volumen den Spin-Wert zum Vorgängermodell G410 LST noch einmal um 200 rpm senkt.

Mit dem G425 SFT (Straight Flight Tech) hat auch Ping 2021 einen mit spürbarer Draw-Gewichtung ausgestatteten Driver-Kopf im Sortiment, der gegenüber dem neutral ausgerichteten G425 Max satte 21 Meter Draw bei gleichem Schwung liefert.

In allen G425-Schlägerköpfen kommt die hochfeste und mit höchster Präzision geschmiedete T9S+- Schlagfläche zum Einsatz, die mehr Flex erlaubt, um höhere Ballgeschwindigkeiten und somit mehr Länge vom Tee zu ermöglichen. "Je härter ich schwinge, desto gerader fliegen die Bälle. So muss es sein", stellte Cameron Champ nach den ersten Test-Sessions mit dem G425 LST fest.

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