
Und der Plan ging auf. Mitte April sagte Esther Henseleit zu und sorgt so dafür, dass das Starterfeld noch stärker ist als 2025. Denn in der Zwischenzeit hat auch Helen Briem die Karte für die LPGA Tour sicher und Alexandra Försterling zu der Form zurückgefunden, die sie 2024 zum Sieg beim Amundi German Masters katapultierte. Doch auch abseits der deutschen Starterinnen besteht Hoffnung auf ein noch hochkarätigeres Feld. Schließlich sind wir in einem Solheim-Cup-Jahr und jede Woche zählt für den Platz im Team Europa. Zudem haben viele Spielerinnen, die 2025 aus Sorge um die Schwierigkeit des Platzes nicht antraten, gemerkt, dass sie nicht die Vampirjägerin "Buffy" sein müssen, um das Grüne Monster zu besiegen.


INFOS & DETAILS
AMUNDI GERMAN MASTERS POWERED BY VCG 2026
DATUM
14. bis 17. Mai 2026ORT
Green Eagle Golf CoursesADRESSE
Radbrucher Str. 20021423 Winsen (Luhe)
PARKEN
Am Golfplatz kostenlose Parkplätze für Autos und Camper.TICKETPREISE
Tagestickets Do./Fr. 22 Euro*Tagestickets Sa./So. 33 Euro*
Wochenticket 80 Euro*
Garden Lounge Ticket (Do-So) 155 Euro*
VIP Garden Lounge Ticket (Do-So) 295 Euro*
* Kinder unter 13 Jahren in Begleitung Erwachsener frei
Beim Rahmenprogramm ist sich Turnierdirektor Dirk Glittenberg sicher, auch ohne Riesenrad ein Programm zu bieten, das keine Wünsche offenlässt: "Das Riesenrad ist ein schöner Eyecatcher, aber wir wollen etwas machen, das die Leute wirklich nutzen können. Wo das Riesenrad stand, entsteht jetzt unser neues Public Village. Dort wird ein DJ sein, es gibt eine kleine Bühne, verschiedene Hamburger Foodtrucks und Aussteller, die ihre Produkte anbieten." Dies ist insofern besonders relevant, da in diesem Jahr sogar der traditionell schwächer besuchte Donnerstag ein Publikumsmagnet sein könnte, da er auf den Feiertag Himmelfahrt fällt. An dem Wochenende gibt es zwar große sportliche Konkurrenz mit dem Deutschen Spring- und Dressurderby, dem ATP-Turnier am Hamburger Rothenbaum sowie dem vielleicht Klassenerhalt entscheidenden letzten Heimspiel des FC St. Pauli, aber Glittenberg sieht sein Turnier dennoch gut aufgestellt: "Konkurrenz gibt es immer. Am Ende entscheidet jede Familie individuell: Reitsport, Fußball, Tennis oder Golf. Unser Ziel ist es, ein starkes Event mit guter sportlicher Qualität zu liefern. Vieles regelt sich von selbst, wenn dann am Wochenende eine Deutsche um den Sieg spielt." Vielleicht auch die Zukunft des Turniers.


INTERVIEW
DIRK GLITTENBERG
TURNIERDIREKTORWie fällt eure Bilanz zu Jahr eins in Green Eagle aus?
Wir waren angenehm überrascht, dass über 12.000 Menschen gekommen sind. Es hat sicher geholfen, dass Esther als Lokalmatadorin im Jahr zuvor die Silbermedaille in Paris gewonnen hat. Ich glaube aber, dass niemand von der Anlage gegangen ist und gesagt hat, es sei ein schlechtes Erlebnis gewesen. Daher hoffe ich, dass dieses Jahr noch mehr kommen. Verbesserungspotenzial gibt es natürlich immer. Wir wollen für die Zuschauer noch mehr bieten. Wir haben wieder tolle Caterer vor Ort, wir haben ein neues Public Village und versuchen, das Turnier jedes Jahr weiterzuentwickeln. Das ist natürlich immer eine wirtschaftliche Frage, aber wir sind da guter Dinge.
Im Vorfeld gab es viele Diskussionen, ob der Platz für ein Damenturnier überhaupt geeignet ist. Wie war das Feedback der Spielerinnen?
Das ist immer gemischt. Die Topspielerinnen haben gesagt: "Endlich mal eine richtige Herausforderung!" Die Spielerinnen, die weiter hinten im Feld waren, haben eher gesagt: "Das ist ein echter Brocken." Das ist im Golf einfach so: Wer gut spielt, findet den Platz gut. Wer schlecht spielt, ist eher kritisch. Aber generell geht die Entwicklung im Profi-Golf dahin, dass die Plätze schwerer und anspruchsvoller werden - und da sind wir hier genau richtig. Dieses Jahr werden wir an einigen Abschlägen sogar noch weiter nach hinten gehen. Die Spielerinnen sind inzwischen so stark, dass das absolut gerechtfertigt ist.
Ihr seid jetzt von Ende Juni auf Mitte Mai gegangen. Ist das nicht riskant?
Meteorologisch würde man vielleicht sagen, Juni wäre besser. Aber im Juni hätten wir aufgrund der Kalenderänderungen keine Chance gehabt, die deutschen Topspielerinnen hier zu haben. Deswegen freuen wir uns sehr über diese Woche, weil wir jetzt sagen können: Esther Henseleit, Helen Briem, Alexandra Försterling - alle werden kommen.
Sorgst du dich wegen des Wetterrisikos?
Ich glaube nicht, dass der Unterschied zwischen Mai und Juni meteorologisch entscheidend ist. Es kann auch im Juni regnen. Am Ende ist das Wetter immer ein Glücksspiel. Und je mehr man Richtung Hochsommer geht, desto mehr Menschen verliert man bei 30 Grad an den Strand. Wir sind das erste Profiturnier der Saison - da ist die Motivation groß.



