Neue Beregnungsanlage - Wasser Marsch bei WINSTONgolf

Neue Beregnungsanlage Wasser Marsch bei WINSTONgolf

08.01.2026 | Von Rüdiger Meyer, Foto(s): Stefan von Stengel, www.winstongolf.de

Seit diesem Herbst hat WINSTONgolf einen weiteren Schritt in die Zukunft gemacht. Dank einer neuen Beregnungsanlage ist der WINSTONopen nicht nur für alle klimatischen Ereignisse gerüstet: Eine hohe Platz- und Spielqualität ist damit das ganze Jahr über gesichert.

Die älteren unter uns erinnern noch an Y2K: Die Jahrtausendwende sorgte überall für Panik, die technischen Systeme könnten über Nacht ausfallen. So weit ist es zum Glück nicht gekommen, aber welche Probleme veraltete Software verursachen kann, weiß Jordan Tschimperle aus leidiger Erfahrung. Der Supervisor Greenkeeping bei WINSTONgolf fühlte in den letzten Jahren beim Kampf mit einer veralteten Beregnungsanlage wie Logan Paul gegen Anthony Joshua. "Die aktuelle Beregnungsanlage stammt aus dem Jahr 2001 und hat vor allem in den letzten fünf bis sieben Jahren regelmäßig erhebliche Probleme bereitet. Besonders die elektronische Steuerung ist störanfällig und verursacht einen enormen Zeitaufwand bei der Fehlersuche - Ausfälle können je nach Komplexität zwischen einer und bis zu zwei Wochen dauern, fasst Tschimperle das Dilemma zusammen. Doch anders als Hobbyboxer Logan Paul haben Tschimperle und das Team von WINSTONgolf jetzt einen Weg gefunden, dem K.O. zu entgehen. Seit diesem Herbst gibt es auf dem WINSTONopen eine neue Beregnungsanlage, die nicht nur den technischen Anforderungen der Gegenwart gerecht wird, sie ist auch fit für die Zukunft.

Neue Beregnungsanlage: Auge fürs Detail: Jordan Tschimperle verantwortet die neue Beregnungsanlage.
Auge fürs Detail: Jordan Tschimperle verantwortet die neue Beregnungsanlage.

Dort bewässern, wo Wasser tatsächlich benötigt wird



Lange Zeit galt Golfplatzberegnung eher als optische Herausforderung, schließlich sind viele Golfer von den perfekt manikürten Golfplätzen beim Masters oder auf der PGA Tour so verwöhnt, dass sie braune Flecke als ästhetischen Makel ansehen. Doch in den letzten Jahrzehnten müssen sich die Golfclubs dabei über viel mehr Dinge Gedanken machen. Zum einen ist Wasserverbrauch ein hoher finanzieller Faktor geworden. Wer ohne Sinn und Verstand Wasser auf seine Fairways und Grüns beregnet, spült gleichzeitig auch bares Geld in die Kanalisation. Hinzu kommt, dass klimatische Extremereignisse immer häufiger vorkommen und man für längere Dürreperioden ebenso gewappnet sein muss wie für Starkregen. Genau das kann die neue Beregnungsanlage auf dem WINSTONopen, versichert Jordan Tschimperle: "Durch die Einzelsteuerung der Regner kann exakt dort bewässert werden, wo Wasser tatsächlich benötigt wird. Das minimiert Überwässerung und spart wertvolle Ressourcen. Die Qualität der gepflegten Flächen bleibt erhalten, während der Wasserverbrauch optimiert wird." Hinzu kommt, dass die Technik eine gezieltere Bewässerung einzelner Spielzonen ermöglicht: "Wir können auf die spezifischen Anforderungen von Roughs, Fairways und Grüns optimal eingehen. Das bedeutet, dass jede Zone entsprechend ihrer Nutzung und ihres Pflegebedarfs individuell versorgt wird - ein großer Vorteil für die nachhaltige Entwicklung und Spielfreude auf dem Golfplatz."

Neue Beregnungsanlage: Jordan Tschimperle, Supervisor Greenkeeping bei WINSTONgolf.
Jordan Tschimperle, Supervisor Greenkeeping bei WINSTONgolf.

Ein echter Quantensprung



Die dafür eingesetzten Steuergeräte der Firma Rain Bird sind ein System, das gegenüber der bisherigen Beregnung zahlreiche weitere Vorteile besitzt. So gehört die lange Fehlersuche bei technischen Störungen der Vergangenheit an, da sich Fehler schnell und effizient lokalisieren und beheben lassen. Für die Qualität des Golfplatzes ein entscheidender Vorteil, da es so nicht mehr dazu kommt, dass einzelne Abschnitte oder Löcher durch einen wochenlangen Ausfall austrocknen können. Auch die Zukunftsfähigkeit des Systems hat sich verbessert. Das neue System wird weiterhin aktiv durch Software-Updates betreut und "ist offen für weitere technische Innovationen, etwa für die Einbindung zusätzlicher Sensorik oder Automatisierungslösungen, die flexibel an zukünftige Anforderungen angepasst werden können", schwärmt Tschimperle. Das System ist dabei nicht nur für herstellerbedingte Upgrades geeignet, es kann sich auch an Veränderungen des Platzes anpassen, ergänzt der gebürtige Amerikaner: "Sie ist so konzipiert, dass sie flexibel auf zukünftige Anforderungen reagieren und bei Umgestaltungen oder Erweiterungen des Platzes angepasst werden kann. Insgesamt profitieren wir also von höherer Zuverlässigkeit, besserer Ressourcennutzung und moderner Technik, die den Betrieb langfristig sicherstellt."

Für WINSTONgolf ist die neue Beregnungsanlage daher nicht einfach ein kleines Upgrade wie der Wechsel von einem alten zu einem neuen Driver-Modell. Sie ist vielmehr ein echter Quantensprung, wie der Wechsel vom Feathery Ball zum Gutty Ball oder die Reduzierung des Old Courses in St. Andrews von 22 zum heute verbreiteten Standard von 18 Löcher.

Teilen: