Presidents Cup:

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'Wo ist dein Caddie, Patty?'

16.12.2019 | Von Patrice Schumacher, Foto(s): Getty Images

Am dritten Tag des Presidents Cups in Melbourne war es nicht Patrick Reed, der eine Strafe aufgebrummt bekam, sondern sein Caddie Kessler Karain. Die Folge: Reeds Coach Kevin Kirk musste die Tasche am Sonntag tragen. Weshalb?

Trotz der amerikanischen Aufholjagd und dem anschließenden Sieg gab es ein Teammitglied, das nicht gerne an den diesjährigen Presidents Cup zurückdenkt. Nach dem Bunker-Fauxpas in der vergangenen Woche bei der Hero World Challenge, bei dem Patrick Reed seine Balllage im Sand verbesserte und zwei Strafschläge kassierte, machte diesmal sein Caddie auf sich aufmerksam. Kessler Karain war in eine Auseinandersetzung mit einem Fan verwickelt und wurde anschließend auf Hinweis des Schiedsgerichts für die Sonntags-Singles ausgeschlossen. Es ist das erste Mal in der 25-jährigen Turniergeschichte, dass ein Caddie mitten im Turnier vom Presidents Cup ausgeschlossen wurde. Doch wie kam es zu einer solch folgenschweren Auseinandersetzung?

Sein Mann an der Tasche schaffte es nicht, die Ausrufe der Fans in Richtung Reed professionell zu ignorieren. Kommentare wie "Guter Schlag Patrick, aber ich hasse dich trotzdem" und "Du bist beschissen" trugen zum Schubser des Caddies an einen Zuschauer bei. Coach Kirk sagte allerdings, dass es für den Spieler selbst kein Problem darstellte, obwohl er vor dem Finaltag keine guten Leistungen ablieferte. "Es sind nur Geräusche. Er hört es, aber beachtet es nicht. Heute ist er an den Start gegangen und war völlig entspannt und spielbereit."

Dass Tiger Woods zumindest im Einzel auf "Captain America" zählen kann, hat Reed gegen C.T. Pan bewiesen. Unaufgeregt und solide spielte er den Taiwanesen mit 4&2 an die Wand.