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Buyer's Guide 2026

Hölzer - Hybride & Fairwayhölzer

Von Rüdiger Meyer & Jan Langenbein, Fotos: PR

'Gut Holz!' ist längst nicht nur ein frommer Wunsch der Kegler. Auch in den Golfbags lösen große Köpfe immer häufiger fein geschmiedete lange Eisen ab. Kein Wunder, denn in den Zauberwaffen steckt 2026 so viel Technik wie noch nie.

Tom Crow brachte 1975 das erste echte Hybrid der Welt auf den Markt, dessen Sohlendesign er an die Rumpfform eines Katamarans anlehnte. Der vom englischen Wort für "verblüffend" abgeleitete Baffler von Cobra Golf war eine Revolution. Spieler, deren Eisen im hohen Gras stecken blieben wie in Treibsand, katapultierten plötzlich die Bälle aus dem Rough. Und wer mit seinen langen Eisen Schläge produzierte, die so flach waren wie die Witze von Mario Barth, brachte auf einmal die Bälle auf dem Grün zum Halten.

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Modellübersicht Fairwayhölzer


MIZUNO

JPX ONE - 390 EURO

CALLAWAY

QUANTUM MAX, MAX D - 399 EURO
MAX FAST, TRIPLE DIAMOND - 429 EURO

COBRA

OPTM MAX, X - 379 EURO
LS - 449 EURO

TAYLORMADE

QI4D, MAX, MAX LITE - 399 EURO
TOUR - 479 EURO

PXG

LIGHTNING - 3399 EURO

TOUR EDGE

EXOTICS MAX, LITE - 214 EURO
LS - 342 EURO

CALLAWAY


Bei Callaway sind sogar gleich drei Fairwayhölzer für Damen im Angebot: der Quantum Max, der Quantum Max Fast und der Quantum Max D. Die einzige reine Herren-Ausgabe sind die Triple-Diamond-Fairwayhölzer, die sich an Low-Handicap-Spieler wenden, die nicht nur die Bälle in die Luft bekommen, sondern auch noch die Flugkurve aktiv beeinflussen wollen. Alle vier Modelle wurden zum Friseur geschickt und bekamen einen Stufenschnitt verpasst, denn die Sohle hat ein neuartiges Design, das im hinteren Teil flacher ist und den Bodenkontakt reduzieren soll. Theoretisch ist es möglich, mit einem Mix aus Quantum-Hölzern und -Hybriden nahezu das ganze Bag zu bestücken - zumindest wenn man Rechtshänder ist. Insgesamt sieben Hölzer (3-11) decken die Lofts von 15° bis 27° ab, die sechs Hybride (3-8) sind in Loft-Optionen zwischen 19° und 33° verfügbar. Bei den Hybriden setzt Callaway zudem auf zwei Kopfgrößen: Die fehlertoleranten Max OS (Oversized) sind dabei die ideale Verlängerung der Hölzer, während sich die Max und die leichteren Max Fast an alle wenden, die kompaktere Schläger wollen. Beide verfügen über je ein Gewicht in Ferse und Spitze, mit dessen Wechsel man ebenso den Ballflug modifizieren kann wie mit dem OptiFit-4-Hosel-System, das bei allen Callaway-Hölzchen Standard ist.

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COBRA


Im vergangenen Herbst zollte Cobra mit einer Neuauflage des Baffler seiner Firmenvergangenheit Tribut, ein paar Monate später sind die Augen nun ganz auf die Zukunft gerichtet: Die OPTM-Reihe hat wieder eine leicht größere Kopfform, um neben dem Trägheitsmoment MOI auch Cobras neue Innovation POI zu unterstützen und diagonale Verdrehungen zu verhindern. Was bei Hybriden ein Nice-to-have ist, ist bei Fairwayhölzern ein Must-have. Schließlich wird die Trefferquote aufgrund der längeren Schäfte automatisch inkonstanter. Die Verbesserung durch Products of Inertia und ein geschmiedeter Schlagflächeneinsatz mit HOT-Face-Technologie sorgen bei Cobra dafür, dass auch bei Off-Center-Treffern in allen Modellen die Ballgeschwindigkeit so hoch bleibt wie bei einem Schuss von Harry Kane. Das OPTM erscheint in insgesamt vier Varianten: in einer Titankonstruktion für schnell schwingende Spieler, die wenig Spin suchen (LS), in einer Standard-Variante für Spieler, die mit einer Draw-Tendenz auf Längensuche sind (Max), in einer Kompromiss-Variation (X) und einer Ladies-Ausgabe (Max Damen).

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TAYLORMADE


Auch TaylorMade setzt mit den aus 450-Edelstahl und einer ultraleichten Carbon-Faser geformten Hybriden ihrer Qi4D-Reihe auf verschiedene Kopfformen. Das Qi4D-Standardmodell ist länger gezogen und weist auf der Sohle zwei Ablaufrinnen auf, die ein W bilden. Die Qi4D-Max-Varianten sind höher und richten sich an Spieler, die durch eine größere Schlagfläche mehr Selbstvertrauen bei der Ansprache des Balls wollen. Ein weiterer Unterschied liegt im Trajectory Adjustment System - oder ohne Marketingsprech: in den verbauten Gewichtselementen. Das Acht-Gramm-Gewicht sitzt beim Qi4D mittig und wurde bei den Max-Modellen in den hinteren Teil versetzt, um einen höheren Ballflug zu forcieren. Im Max Lite wurde das Gewicht dabei halbiert, um wie ein Schiffsschaukelanschieber langsam schwingende Spielern zu unterstützen. Das identische Prinzip wendet TaylorMade auch bei den Fairwayhölzern an, nur dass es hier noch eine zusätzliche Option gibt: das Qi4D-Tour-Fairwayholz. Das Premium-Modell hat drei Gewichte auf der Unterseite, ein 15 Gramm schweres und zwei mit vier Gramm. Je nachdem wo das schwerere platziert wird, verändert sich der Charakter des Holzes. Hinten sorgt es für mehr Fehlertoleranz, an der Spitze für eine Fade-Tendenz und an der Ferse für einen leichten Draw.

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