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Buyer's Guide 2026 – Teil 2

Hölzer - Hybride & Fairwayhölzer

Von Rüdiger Meyer & Jan Langenbein, Fotos: PR

Modellübersicht Hybride


MIZUNO

JPX ONE - 340 EURO

CALLAWAY

QUANTUM MAX, MAX OS - 329 EURO
MAX FAST - 349 EURO

COBRA

OPTM - 319 EURO

TAYLORMADE

QI4D, MAX & MAX LITE - 349 EURO

PXG

LIGHTNING - 339 EURO

TOUR EDGE

EXOTICS - 197 EURO

MIZUNO


Die Dicke der Schlagfläche ist bei Mizuno einer der größten Unterschiede zwischen den JPX-One-Hölzern und Hybriden. Während die Hybride eine einheitlich 1,8 Millimeter dicke Schlagfläche bieten, hat sie bei den Hölzern unterschiedliche Stärken, um insgesamt den höchsten Abprallwert (COR) zu bieten. Zwar verzichten die Japaner auch hier auf das neueste Nanoalloy-Material, ansonsten steckt in ihnen aber die identische Technologie wie im Driver. Allen voran die verbesserte Cortech-Kammer, die durch Edelstahlteile, die mit thermoplastischem Polyurethan ummantelt sind, die Ballgeschwindigkeit erhöht und zugleich die Spin-Rate reduziert. Ein Unterschied liegt dabei in der Sohlenstruktur. Die sogenannte Speed Bevel, eine abgeschrägte Vorderkante, sorgt bei Fairwayhölzern und Hybriden dafür, dass der Kopf sauberer durch das Rough gleitet und auf dem Fairway unerwünschte Bodenkontakte reduziert werden.

Keine Frage, die Hölzer und Hybride der neuen Generation haben zahlreiche technische Errungenschaften, die uns das Leben auf und vor allem abseits der Fairways leichter machen werden. Natürlich ist es schwer, nach 50 Jahren einen Schläger zu erschaffen, der wie der Baffler die Golfwelt revolutioniert. Aber es gibt zahlreiche Modelle, die für individuelle Golfer einen verblüffenden Effekt auf ihr eigenes Spiel haben werden und sich so zu ihrem ganz persönlichen Baffler entwickeln können.

Buyer's Guide 2026: Buyer's Guide 2026:

PXG


Dasselbe Prinzip nutzt auch PXG für seine Lightning-Hölzer, nur dass die Standardgewichte hier mit zwölf Gramm und zweimal zweieinhalb Gramm deutlich leichter sind. Doch hier ist man nicht an sie gebunden. Acht verschiedene Gewichte zwischen zweieinhalb und 20 Gramm sind optional verfügbar und können genutzt werden, um die vom 3er- bis zum 11er-Holz verfügbaren Lightning individuell anzupassen. Neben der Standard-Variante gibt es zudem noch das Tour-Modell, das nur zwei Gewichte an der Sohle hat und für Spieler gedacht ist, die Wert auf einen flachen Ballflug mit wenig Spin legen. Bei Hybriden verzichtet Parsons Xtreme Golf dagegen auf die Tour-Option, da diese Schläger nun mal grundsätzlich von Spielern benutzt werden, deren Flugkurve eher Viagra braucht. Die in Lofts zwischen 17° und 34° verfügbaren potenten Angriffswaffen besitzen eine Carbon-Krone und wecken bereits in der Ansprechposition großes Selbstvertrauen. Zudem hat PXG selbst in diesem kleinen Kopf drei Gewichte untergebracht, bei denen man wie bei den Hölzern von zweieinhalb bis 20 Gramm wählen kann.

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TOUR EDGE


Zwar nutzt auch Tour Edge beim Exotics LS austauschbare Gewichte vorne und hinten, die Amerikaner aus Illinois haben aber noch einen weiteren Trick auf Lager. Während der Max und der Lite auf rostfreien Stahl setzen, wurde im LS Titan verbaut. Das gesparte Gewicht konnte Tour Edge in der 90 Gramm schweren Ryzer-Sohle verbauen, die das Gewicht im Kopf weiter nach unten und vorne verlagert und so für weniger Spin sorgt. Bei den Max- und Lite-Modellen gibt es diese Verstellmöglichkeiten nicht. Sie besitzen ein fix im hinteren Teil verbautes Wolframgewicht, das wie eine Räuberleiter als Hilfe zum Höhengewinn dient. Eine weitere Unterstützung liefert die neue Pyramid Face Technology. Auf der Schlagfläche der Hölzer sowie des Exotics Max Hybrid gibt es pyramidenartig angeordnete Zonen mit variabler Dicke, die dafür sorgen, dass sich die Bestrafung für leichte Fehlschläge im Rahmen hält.

INTERVIEW JOSE MIRAFLOR

VP COBRA GOLF PRODUKTENTWICKLUNG UND KUNDENBINDUNG

Die Zeiten der quietschbunten Cobra-Hölzer ist lange vorbei. "Black is beautiful" scheint euer momentanes Motto zu sein. Wann im Designprozess neuer Hölzer legt ihr die Farbe fest?
Wenn wir neue Hölzer im Januar vorstellen, dann wurden die Farben in etwa ein Jahr vorher beschlossen. Was das Produktportfolio 2027 angeht, haben wir bereits viel Zeit in die Farbgebung investiert und am 15. März 2026 wird die Optik unserer nächsten Generation an Hölzern definitiv feststehen.

Ist die Farbgebung der neuen OPTM-Hölzer reine Optik? Oder hat es auch einen praktischen Hintergrund?
Die Farbakzente unserer schwarzen Hölzer unterstreichen die jeweilige Performance-Charakteristik der Schlägerköpfe. Blaue Akzente signalisieren den mittelhohen Ballflug des OPTM-X-Fairwayholzes, im OPTM Max markiert die rote Schrift einen hohen Ballflug und die komplett in Schwarz und Silber gehaltene LS-Version liefert einen flachen Ballflug mit wenig Spin.

Bei Hölzern ist normalerweise immer ein Trickle-down-Effekt der Technologien der Driver zu beobachten. Welche Features haben in dieser Saison den Weg in die Hybride und Fairwayhölzer geschafft?
Völlig richtig, in den letzten Jahren sind Technologien wie Carbon-Kronen, austauschbare Gewichte und Titanschlagflächen von den Drivern in die Hölzer gewandert. Die Designphilosophie unserer OPTM-Driver dreht sich um Fehlertorelanz und Präzision vom Tee. Da in den OPTM-Fairwayhölzern dieselbe interne Gewichtung zum Einsatz kommt, zeigen uns Tests, dass mit den Hölzern vom Fairway im Vergleich zu den vergangenen Jahren bis zu 15 Prozent mehr Grüns getroffen werden. Um diesen Trend noch zu unterstützen, haben wir in den OPTM-Max- und X-Modellen auch ein Holz 7 und Holz 9 im Angebot. Hölzer mit höheren Loftwerten sind gerade total angesagt. Die Verkaufszahlen bei Hybridschlägern sinken, da immer mehr Fairwayhölzer den Weg in die Bags finden.

Spiegelt sich dieser Trend auch in deinem Bag wider?
Absolut. Ich hatte viele Jahre lang ein 4er-Hybrid im Bag. Beim Testen der OPTM-Familie drückte mir unser Fitter ein Holz 7 in die Hand und sagte: "Versuch's mal hiermit, Boss!" Was soll ich sagen? Der Ballflug war deutlich höher bei gleicher Länge. Mehr Argumente brauchte es nicht, um das Holz 7 ins Spiel zu bringen.

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