Women's British Open:

Women's British Open

Die absurden Fakten übers Damen-Major

01.08.2019 | Von GolfPunk

Trophäe aus dem Auto geklaut, fehlende Golfbags, die Trainingsrunden verhinderten und mehr: Das passiert bei der diesjährigen Women's British Open.

Das Major-Turnier Women's British Open wurde heute volljährig. Seit 18 Jahren gehört es zum erlauchten Kreis der fünf wichtigsten und größten Turniere im Frauen-Golf. Bevor jedoch die Sektkorken knallen konnten, ging auf den letzten Metern so einiges schief.

Major-Trophäe wird aus Auto geklaut
Zwar ist die Silberkanne "nur" zwölf Jahre alt, dennoch hat sie in in kürzester Zeit enorm an Bedeutung für Spielerinnen und Organisatoren gewonnen. Wer am Sonntag das Turnier im Woburn Golf Club gewinnt, muss wohl oder übel eine Replika in den Himmel stemmen. Wie Vorjahressiegerin Georgia Hall dem Bournemouth Echo mitteilte, wurde das Edelmetall aus ihrem Auto entwendet. "Wahrscheinlich haben die Diebe um 12 Uhr mittags mein hinteres Fenster zertrümmert und die Trophäe geklaut. Ich weiß nicht, ob sie wussten, dass es mein Auto war, weil der Pokal in einer Schachtel versteckt war", sagte die 23-Jährige. "Sie schmelzen das Silber wahrscheinlich ein."

Lexi Thompson löst mit verlorenem Reisepass fatale Kettenreaktion aus
"Es tut mir unglaublich Leid", sagte Lexi Thompson als sie das ganze Ausmaß bemerkte. "Mir war nicht klar, dass dadurch manche Spielerinnen nicht trainieren können. Zuvor bemerkte sie in Frankreich, dass ihr Reisepass in ihrer Golftasche gerade auf dem Weg nach England ist. Caddie Ian Wright fuhr gut 40 Golftaschen zum nächsten Major-Turnier, der Women's British Open. Nach Thompsons Anruf musste er umdrehen, was ihm eine Verspätung von mindestens drei Stunden bescherte. Die Folgen: Wright verpasste die Fähre über den Ärmelkanal, geriet anschließend in einen Stau. Somit kamen die Bags erst am Montag nach 17 Uhr im Golf Club an. Zu der Zeit durfte keiner mehr trainieren, weshalb viele Spielerinnen dank Lexi auf einen ganzen Trainingstag verzichten mussten. "Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich sowas nie mit Absicht machen würde und es mir sehr unangenehm ist", sagte Thompson vor dem Turnierstart.

"Massive Preisgeld-Erhöhung" macht Unterschied kaum wett
Es wurde von der R&A als Schritt in Richtung Gleichstellung der Profi-Männer und -Frauen gefeiert. Und tatsächlich wurde das Preisgeld der Women's British Open dieses Jahr um stolze 40 Prozent angehoben. Dass das die Lücke zwischen den Verdiensten beider Lager jedoch kaum schließt, ist die eigentliche Erkenntnis. Trotz des großen Anstiegs bekommen die Frauen immer noch nur ein Drittel des Geldes der Männer. Zum Vergleich: Bei der männlichen Ausgabe der Open wurden 10,75 Millionen Dollar insgesamt und davon 1,89 Millionen Dollar an den Sieger ausgeschüttet. Bei den Frauen bekommt die Siegerin am Sonntag 625.000 Dollar der 4,5 Millionen. Auch wenn die Freude über den Anstieg des Preisgeldes berechtigterweise groß ist, zeigt es jedoch mindestens genauso doll, wie unendlich weit der Weg hin zu Gleichstellung doch noch ist.