Bevor Quinta do Lago entstand, gab es hier vor allem Natur. 1972 erkannte André Jordan das Potenzial des weitgehend unberührten Pinien- und Sumpfgebiets direkt am Naturpark Ria Formosa. Seine Vision für Quinta do Lago war außergewöhnlich: kein überbautes Ferien-Resort, sondern eine exklusive Anlage mit klaren Architekturrichtlinien, einem respektvollen Umgang mit der Natur und einem erstklassigen Golfplatz. Das erste Restaurant entstand in einem mehr als 300 Jahre alten Bauernhaus und selbst heute noch ist das "Casa Velha" eines der kulinarischen Wahrzeichen des Resorts.
Nach zwei Jahren Entwicklungszeit eröffneten 1974 die ersten Unterkünfte sowie 27 Golfbahnen, die der US-Architekt William Mitchell gestaltete. Mit der Austragung der Portuguese Open 1976 schaffte Quinta do Lago schließlich den internationalen Durchbruch. Plötzlich war die Algarve nicht mehr nur ein Geheimtipp für Sonnenhungrige, sondern auch eine feste Größe auf der europäischen Golfkarte. Erst recht seit der irische Unternehmer Denis O'Brien das Resort übernahm, mit erheblichen Investitionen kontinuierlich weiterentwickelte und zu einem der komplettesten Golf-Resorts Europas machte, das trotzdem nie den ursprünglichen Charakter der Landschaft aus den Augen verlor. Mit dem Erwerb von Camiral im Jahr 2022 und dessen Positionierung als Ryder-Cup-Austragungsort unterstrich die Unternehmensgruppe ihren Anspruch, zu den führenden Golf-Resort-Betreibern Europas zu gehören.

Ganz anders präsentiert sich der North Course. Nach dem Redesign durch den amerikanischen Stararchitekten Beau Welling und Ryder-Cup-Kapitän Paul McGinley entstand ein zeitgemäßer Championship-Platz, der ein sehr präzises Spiel verlangt. Hier reicht es nicht, einfach nur das in mehrere Stufen unterteilte Grün zu treffen. Man muss schon die richtige Ebene treffen, will man keinen Drei-Putt riskieren oder den Putt wieder vom Grün rollen sehen. Anders als auf dem South Course kommt Wasser nur an einem Loch ins Spiel, dort aber richtig. Die 12, das Signature Hole, schlängelt sich um einen 12.000 Quadratmeter großen See.
Fast schon ein Geheimtipp ist Laranjal, der seinen Namen einem ehemaligen Orangenhain verdankt, durch den die Bahnen führen. Der 2009 eröffnete Platz des Portugiesen Jorge Santana da Silva bietet eine atemberaubende Kulisse. Breite Fairways täuschen über den Schwierigkeitsgrad hinweg. Bermuda-Fairways, weitläufige Bunker-Landschaften, perfekt verteidigte, großzügige Grüns und zahlreiche Wasserhindernisse sorgen dafür, dass der Platz selbst gute Golfer bis zum letzten Putt beschäftigt. In vielen Rankings steht Laranjal im Schatten von South und North, aber es wäre ein grober Fehler, ihn nicht zu spielen. Für uns ist der von Korkeichen und Schirmkiefern gesäumte Platz eindeutig einer der schönsten der gesamten Algarve.

So viel Sport macht hungrig. Gut, dass Quinta do Lago auch kulinarisch einiges zu bieten hat. 14 Restaurants und Bars decken nahezu jede Geschmacksrichtung ab. So landen im "Bovino Steakhouse" perfekte Filets und Rib Eyes auf dem Teller, während das "Casa do Lago" Fisch direkt am Wasser serviert und das "Casa Velha" portugiesische Küche auf höchstem Niveau interpretiert. Besonders sympathisch: Viele Zutaten der Restaurants stammen direkt von der hauseigenen Q Farm. Gemüse, Kräuter und Obst werden direkt im Resort angebaut und landen ohne Umwege auf den Tellern. Nachhaltigkeit ist hier kein Marketingbegriff, sondern Teil des Konzepts. Warnen müssen wir allerdings vor der ausgelassenen Feierabendstimmung auf der Außenterrasse der Strandbar "The Shack": Was eigentlich nur ein kleines Getränk nach der Runde sein sollte, endete in einem feuchtfröhlichen Abend bei Sonnenuntergang und sternenklarer Nacht.
Dabei gibt es eigentlich keinen Grund, unser Zimmer so lange leer stehen zu lassen. Das "Magnolia Hotel" versprüht mit seinem Palm-Springs-Design der 1950er-Jahre Boutique-Hotel-Charme und stellt eine entspannte Alternative zum klassischen Luxushotel dar. Wer es exklusiver mag, checkt im "Conrad Algarve" ein. Fünf Sterne, großzügige Suiten, Michelin-prämierte Gastronomie und ein exzellenter Spa-Bereich machen das "Conrad Algarve" zu einer überzeugenden Wahl für alle, die gehobenen Komfort suchen. Wer dagegen mehr Wert auf Privatsphäre legt, sollte eine der zahlreichen Luxusvillen buchen.
Deshalb ist Quinta do Lago auch mehr als nur einen Wochenendtrip wert. Es ist ein Ort, an dem man morgens trainiert, nachmittags 18 Löcher spielt, abends großartig isst und sich am letzten Tag fragt, warum man schon wieder nach Hause fliegen muss. Oder anders gesagt: Wer hier gespielt hat, versteht, warum so viele immer wieder zurückkommen.

Wohnen
MAGNOLIA HOTELMit seinem vom Palm Springs der 1950er-Jahre inspirierten Design, bunten Fassaden, Palmen und einem entspannten Boutique-Hotel-Charakter fühlt es sich eher wie ein stylisher Roadtrip-Stopp in Kalifornien an als wie ein klassisches Golfhotel. Kurze Wege zu den Golfplätzen, ein entspannter Poolbereich und eine lockere Atmosphäre machen das "Magnolia" zur perfekten Wahl für Golfer, die Wert auf Design, Komfort und einen unkomplizierten Lifestyle legen.
CONRAD ALGARVE
Das Fünfsternehotel steht für zeitlose Eleganz und gehört zu den besten Luxushotels Portugals. Großzügige Zimmer und Suiten, ein exzellenter Spa-Bereich sowie mehrfach ausgezeichnete Gastronomie schaffen den passenden Rahmen für einen Golfurlaub auf höchstem Niveau.
Golfplätze in der Region

Quinta do Lago Laranjal
18 Löcher, Par 72, 6.480 MeterAdresse
Laranjal Road
8135-024 Almancil, Quinta do Lago
Tel. +351 289.390.700
Greenfee
ab 180 Euro
Der jüngste Platz des famosen Trios von Quinta do Lago wurde 2009 eröffnet und weist eine völlig andere Charakteristik auf als die berühmten Geschwister. Auf einer ehemaligen Orangenplantage entwarf Jorge Santana da Silva einen Platz, der optisch und spielerisch an Florida erinnert. Schneeweiße Bunker-Landschaften und zahlreiche Wasserhindernisse ziehen Blicke und Bälle magisch an, doch dank großzügiger Landezonen kommen hier auch höhere Handicaps zum genussvollen Golfen. Besonders beim zweiten und dritten Mal, wenn alle versteckten Hindernisse bekannt sind, ist der Laranjal Course ein von beinahe jedem zu meisternder Test.
Killerloch
Loch Nummer 2 erinnert optisch dank eines weißen Strand-Bunkers stark an die legendäre 17 in Bay Hill. Zu den schwersten Löchern des Platzes zählt dieses Par 3 nicht unbedingt, dafür ist es sicher das fotogenste.
quintadolago.com

Quinta do Lago South
18 Löcher, Par 72, 6.488 MeterAdresse
Roundabout 4
8135-024 Almancil, Quinta do Lago
Tel. +351 289.390.700
Greenfee
ab 210 Euro
Als 1974 mit dem South Course die ersten 18 Löcher von Quinta do Lago eröffnet wurden, begann ein neues Golfzeitalter in Portugal, schließlich präsentierte Platzdesigner William Mitchell auf diesem Championship Course zum ersten Mal Grüns, Tees und Bunker, die nach USGA-Standard gebaut waren. Auch heute noch zählt der South Course zum Besten, was Portugal zu bieten hat. Umgeben von unzähligen Pinien werden verzogene Drives auf den meisten Löchern nicht zwangsläufig mit Ballverlust bestraft, Punch-Shots wollen vor einer Runde auf dem South Course allerdings geübt werden. Auf leicht hügeligem Gelände erreicht dieser Platz ab Loch 14 seinen Höhepunkt, wenn er an den malerischen See gelangt.
Killerloch
Bahn 16 ist beileibe nicht die kniffligste des Platzes, dafür aber mit Abstand die schönste. Nach einem optimalen Drive wartet auf diesem 370 Meter langen Par 4 ein interessanter Annäherungsschlag auf ein Grün, dessen genaue Dimensionen aufgrund einer optischen Täuschung nicht richtig einzuschätzen sind.
quintadolago.com

Quinta do Lago North
18 Löcher, Par 71, 6.156 MeterAdresse
Roundabout 4
8135-024 Almancil, Quinta do Lago
Tel. +351 289.390.700
Greenfee
ab 180 Euro
Seit der North Course in Quinta do Lago unter der Aufsicht von Ryder-Cup-Legende Paul McGinley im Jahr 2014 unter Einsatz von vielen Millionen Euro komplett renoviert wurde, gehört diese Wiese zu Portugals Top-Plätzen. Das spielerisch auffälligste Feature des Platzes sind die kurz gemähten Bermudagras-Run-off-Zonen rund um die stark ondulierten Grüns, die nicht nur das kurze Spiel herausfordern, sondern auch aus so manchem sicher geglaubten "Green in Regulation" ein unerfreuliches "Green Visited in Regulation" machen. Inmitten der imposanten Villen von Quinta do Lago wird hier also jeder Aspekt des Spiels gefordert.
Killerloch
Die Verteidigung dieses Golfplatzes sind seine bewegten und schnellen Grüns. Wasser kommt nur einmal ernsthaft ins Spiel, dann allerdings mit Macht: Loch 12 ist ein 372 Meter langes Par 4, das bereits zahlreiche Scorekarten vermurkst hat.
quintadolago.com



