Fast stellt man sich die Frage, warum hier nicht schon viel früher Dutzende Golfplätze entstanden sind. Überall sieht man nahezu endlose Weiten aus Kiefern und Sandboden, die geradezu danach schreien, mit Fairways und Grüns bepflanzt zu werden. Doch erst 2019 sicherte sich Portugals größter Projektentwickler Vanguard Properties 1.376 Hektar dieses bemerkenswerten Geländes und begann damit, ein Resort aufzubauen, das das Potenzial hat, in den kommenden Jahren das absolute Sehnsuchtsziel für Golfer zu werden. Nicht umsonst vergleichen viele die Region bereits mit den amerikanischen Hamptons - allerdings mit portugiesischer Gelassenheit. Golf spielt in dieser Entwicklung eine entscheidende Rolle.
Rodrigo Ulrich hat gemeinsam mit seinem Team und Golfplatzarchitekt David McLay Kidd im Jahr 2023 den Dunas Course eröffnet - ein Platz, der innerhalb kürzester Zeit zu den spektakulärsten Neueröffnungen Europas gehörte. Seitdem entwickelt sich Comporta rasant. Derzeit sind zahlreiche Restaurants, vier neue Luxushotels sowie 730 hochwertige Villen und Residenzen im Bau. Und auch der Torre-Golfplatz sucht noch nach einem Clubhaus, wobei der derzeit auf der Ladefläche eines Kastenautos untergebrachte Pro-Shop einen ganz besonderen Charme besitzt.
Seit Oktober 2025 hebt der von Sergio García designte Torre Course das Golfangebot der Destination auf ein neues Niveau. Bereits wenige Wochen nach der Eröffnung erhielt der Platz bei den World Golf Awards die Auszeichnung als World's Best New Golf Course. Die Ehrung bewegte den spanischen Volkshelden sichtbar. "Ich bin zutiefst geehrt. Der Torre Course ist der erste Golfplatz, den ich gemeinsam mit meinem eigenen Designteam entwickelt habe, und ich könnte nicht stolzer sein."

»García wollte einen Platz schaffen, der sich der Natur unterordnet - und nicht umgekehrt. Einen Platz, auf dem jeder Schlag eine Entscheidung verlangt.«
García beschreibt den Entwurfsprozess so, dass er einen Platz schaffen wollte, den er selbst auch in 20 Jahren noch mit Begeisterung spielen würde. Einen Golfplatz, der unterschiedliche Spielertypen fordert und auf dem jede Runde ein wenig anders verläuft. Zu seinen besten Zeiten galt García als einer der außergewöhnlichsten Eisenspieler der Welt. Wenig überraschend legt er deshalb besonderen Wert darauf, dass präzise Annäherungsschläge belohnt werden. Während der Dunas Course mit seinen großen, offenen Grüns klar die Handschrift von David McLay Kidd trägt, präsentiert sich Torre mit deutlich kleineren, stärker verteidigten Grüns.
García wollte einen Golfplatz schaffen, der sich der Natur unterordnet - nicht umgekehrt. Einen Platz, auf dem jeder Schlag eine Entscheidung verlangt. Nicht Kraft sollte dominieren, sondern Kreativität. Länge allein reicht hier selten aus. Wer den richtigen Winkel ins Grün findet, verschafft sich Vorteile. Wer dagegen einfach nur den Driver auspackt und hofft, dass schon alles gutgeht, wird schnell eines Besseren belehrt.
Dabei wirkt Torre niemals unfair. Im Gegenteil: Die Fairways sind großzügig, die Herausforderungen liegen im Detail. Kleine, fein modellierte Grüns, geschickt platzierte Bunker und natürliche Sandflächen verlangen Konzentration bis zum letzten Putt. Genau darin liegt die Stärke des Designs: Der Platz belohnt gutes Golf, bestraft schlechte Entscheidungen - aber niemals willkürlich.






