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Terras da Comporta

Torre zur Welt

Von Wolfgang Block, Fotos: Azalea (James Hogg), David Powell

Comporta gilt als Rückzugsort für Künstler, Surfer und Architekten. Dank Terras da Comporta kommen jetzt auch Golfer in den Genuss von endlosen Sandstränden und Korkeichenwäldern. Der neue Torre Course fügt sich dabei nahtlos ein und übernimmt den Charakter der Region: stilvoll, entspannt und authentisch.

Rodrigo Ulrich wirkt entspannt. Der General Manager von Terras da Comporta blickt von seinem Büro auf den ersten Abschlag des Dunas Course. "Man munkelt, dass George Clooney hier war und überlegt, ein Haus zu bauen", sagt er schmunzelnd. Ob das stimmt oder nicht, spielt fast keine Rolle. Das Gerücht zeigt vielmehr, welch große Strahlkraft Comporta inzwischen entwickelt hat. Lange Zeit prägten Yoga-Retreats, Beach Clubs und ausgezeichnete Gastronomie den entspannten Lifestyle der Region. Mittlerweile haben aber auch internationale Investoren, Architekten und Unternehmer den Küstenstreifen südlich von Lissabon für sich entdeckt und festgestellt: Modern Luxury bedeutet nicht, viel zu besitzen, sondern möglichst viel Raum zu haben.

Fast stellt man sich die Frage, warum hier nicht schon viel früher Dutzende Golfplätze entstanden sind. Überall sieht man nahezu endlose Weiten aus Kiefern und Sandboden, die geradezu danach schreien, mit Fairways und Grüns bepflanzt zu werden. Doch erst 2019 sicherte sich Portugals größter Projektentwickler Vanguard Properties 1.376 Hektar dieses bemerkenswerten Geländes und begann damit, ein Resort aufzubauen, das das Potenzial hat, in den kommenden Jahren das absolute Sehnsuchtsziel für Golfer zu werden. Nicht umsonst vergleichen viele die Region bereits mit den amerikanischen Hamptons - allerdings mit portugiesischer Gelassenheit. Golf spielt in dieser Entwicklung eine entscheidende Rolle.

Rodrigo Ulrich hat gemeinsam mit seinem Team und Golfplatzarchitekt David McLay Kidd im Jahr 2023 den Dunas Course eröffnet - ein Platz, der innerhalb kürzester Zeit zu den spektakulärsten Neueröffnungen Europas gehörte. Seitdem entwickelt sich Comporta rasant. Derzeit sind zahlreiche Restaurants, vier neue Luxushotels sowie 730 hochwertige Villen und Residenzen im Bau. Und auch der Torre-Golfplatz sucht noch nach einem Clubhaus, wobei der derzeit auf der Ladefläche eines Kastenautos untergebrachte Pro-Shop einen ganz besonderen Charme besitzt.

Seit Oktober 2025 hebt der von Sergio García designte Torre Course das Golfangebot der Destination auf ein neues Niveau. Bereits wenige Wochen nach der Eröffnung erhielt der Platz bei den World Golf Awards die Auszeichnung als World's Best New Golf Course. Die Ehrung bewegte den spanischen Volkshelden sichtbar. "Ich bin zutiefst geehrt. Der Torre Course ist der erste Golfplatz, den ich gemeinsam mit meinem eigenen Designteam entwickelt habe, und ich könnte nicht stolzer sein."

Terras da Comporta:

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García wollte einen Platz schaffen, der sich der Natur unterordnet - und nicht umgekehrt. Einen Platz, auf dem jeder Schlag eine Entscheidung verlangt.
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Für García ist Torre weit mehr als nur ein weiteres Projekt. Er ist die Möglichkeit, all das umzusetzen, was er in über drei Jahrzehnten als Profi auf den besten Golfplätzen der Welt gelernt hat. Der Masters-Champion von Augusta und Ryder-Cup-Rekordspieler stellte sich dabei nur eine Frage: Was macht einen Golfplatz so gut, dass man ihn immer wieder spielen möchte?

García beschreibt den Entwurfsprozess so, dass er einen Platz schaffen wollte, den er selbst auch in 20 Jahren noch mit Begeisterung spielen würde. Einen Golfplatz, der unterschiedliche Spielertypen fordert und auf dem jede Runde ein wenig anders verläuft. Zu seinen besten Zeiten galt García als einer der außergewöhnlichsten Eisenspieler der Welt. Wenig überraschend legt er deshalb besonderen Wert darauf, dass präzise Annäherungsschläge belohnt werden. Während der Dunas Course mit seinen großen, offenen Grüns klar die Handschrift von David McLay Kidd trägt, präsentiert sich Torre mit deutlich kleineren, stärker verteidigten Grüns.

García wollte einen Golfplatz schaffen, der sich der Natur unterordnet - nicht umgekehrt. Einen Platz, auf dem jeder Schlag eine Entscheidung verlangt. Nicht Kraft sollte dominieren, sondern Kreativität. Länge allein reicht hier selten aus. Wer den richtigen Winkel ins Grün findet, verschafft sich Vorteile. Wer dagegen einfach nur den Driver auspackt und hofft, dass schon alles gutgeht, wird schnell eines Besseren belehrt.

Dabei wirkt Torre niemals unfair. Im Gegenteil: Die Fairways sind großzügig, die Herausforderungen liegen im Detail. Kleine, fein modellierte Grüns, geschickt platzierte Bunker und natürliche Sandflächen verlangen Konzentration bis zum letzten Putt. Genau darin liegt die Stärke des Designs: Der Platz belohnt gutes Golf, bestraft schlechte Entscheidungen - aber niemals willkürlich.

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Für ein Resort wie Terras da Comporta, das mit seinen riesigen, exponierten Wasteland-Areas an die angesagtesten Golf-Resorts der USA wie Streamsong oder Sand Valley erinnert, ist die unterschiedliche Charakteristik der beiden ein Glücksfall. Wer beide Plätze spielt, erlebt zwei völlig verschiedene Philosophien des modernen Golfplatzdesigns. Auf dem Dunas Course werden schlechte Schläge nicht automatisch bestraft; stattdessen geht es darum, sich mit Recovery-Shots oder einem brillanten kurzen Spiel aus misslichen Lagen zu befreien. Ein Ansatz, der Sergio Garcías legendären Landsmann Seve Ballesteros begeistert hätte. Torre dagegen ist ein klassischer Second-Shot-Course. Hier entscheidet häufig der Eisenschlag über Birdie oder Bogey. Die exzellenten Driving Ranges des Resorts sollte man deshalb nicht nur zum Driver-Training nutzen. Wer sein Eisenspiel verbessert und ein paar Extrabälle aus den Grünbunkern schlägt, wird auf Torre deutlich mehr Freude haben. Denn eines ist sicher: Wer sein Sand-Wedge nicht beherrscht, lernt schnell die Bedeutung von Bunker-Pingpong kennen.

Terras da Comporta: Golfer-Alternative zum Musterhaus: Mustergrüns
Golfer-Alternative zum Musterhaus: Mustergrüns
Gerade weil beide Plätze so unterschiedliche Facetten des Spiels bedienen, dürfte die Diskussion, welcher der bessere ist, noch viele Jahre andauern. Unbestritten ist aber, dass beide Plätze zum Besten gehören, was man in Kontinentaleuropa spielen kann - und fast auch zum Exklusivsten. Die abgeschiedene Lage, begrenzte Startzeiten und das geringe Besucheraufkommen vermitteln fast das Gefühl, in einem Privatclub zu spielen. Keine Frage, Terras da Comporta ist ein kleines Paradies für Golfer.

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