Turkish Airlines Open:

Turkish Airlines Open

Rose hängt bärenstarken Kaymer ab

04.11.2018 | Von Fritz Lüders, Foto(s): Getty Images

Martin Kaymer schafft beinahe die Sensation, Justin Rose ist wieder die Nummer eins der Welt und Max Kieffer freut sich doppelt.

Ich brauche heute unbedingt eine 68er-Runde", sagte uns Max Kieffer beim Frühstück am Morgen. Dabei ging es ihm weniger um einen Erfolg bei der diesjährigen Turkish Airlines Open. Mit einem Gesamtscore von eins über Par hatte der Deutsche sowieso keine Chance mehr, in der Türkei ganz oben anzugreifen. Doch Kieffer wollte trotzdem unbedingt einen guten Score, schließlich setzte er die Qualifikation für die nächsten European-Tour-Turniere in Südafrika und Dubai aufs Spiel. Am Ende hatte der 28-Jährige gleich doppelt Grund, sich zu freuen. Mit einer 67er-Runde spielte er nicht nur über seinen Erwartungen, sondern schaffte auch den Sprung ins Teilnehmerfeld für die kommende Woche.

GolfPunk: Du wolltest eine Drei-Unter. Das hast du nicht nur geschafft, sondern noch besser abgeschnitten. Wie glücklich bist du?
Max Kieffer: Ich wollte nicht nur eine Drei-Unter, ich musste sie viel mehr schaffen. Dass es nun geklappt hat und ich in Südafrika dabei bin, macht mich extrem happy.

GolfPunk: Was lief heute besser im Vergleich zu den letzten Tagen?
Max Kieffer: Ich habe deutlich besser geputtet. Wenn man die Putts nicht locht, wirkt sich das irgendwann auch negativ aufs Lange Spiel aus. Das war heute zum Glück nicht der Fall.

GolfPunk: Was ist dein Ziel für Südafrika?
Max Kieffer: Ich möchte mich erstmal gut vorbereiten und mit einem guten Mindset in die Turnierwoche starten. Was dann passiert, werden wir sehen.

Ähnlich Happy war auch Martin Kaymer, der erstmals wieder in den Top-5 abschloss und damit seine lange Durststrecke beendete. Obwohl er mit reichlich Abstand in den Finalsonntag ging, war er dank zahlreicher Birdies zwischenzeitlich sogar im Rennen um den Sieg dabei. Hätte Kaymer zwei gute Chancen an den Löchern 14 und 15 nicht liegen gelassen, wäre heute eine gigantische Sensation drin gewesen. Dass es am Ende nicht für den ganz großen Coup reichte, nahm der 33-Jährige gelassen.

GolfPunk: Glückwunsch zu deiner 66er-Runde. Überwiegt die Freude über das tolle Ergebnis oder trauerst du manch vergebenen Birdie-Chancen nach?
Martin Kaymer: "Ich sehe klar das Positive. Ich habe die ganze Woche sehr solide gespielt. Freitag und Samstag machte ich ein, zwei Birdies zu wenig, weshalb ich dann eigentlich raus war, dass Turnier gewinnen zu können. Ich hatte heute an der 14 und 15 zwei Superchancen, um mehr Birdies zu spielen, die ich liegen ließ, dafür rettete ich dann an der 16 gut das Par. Ich bin ingesamt sehr zufrieden, habe gut gespielt und es geht wieder in die richtige Richtung."

GolfPunk: Wie gut tat dir diese Woche in der Türkei nach den vergangenen Ergebnissen?
Martin Kaymer: "Es ist schön, für das gute Spiel belohnt zu werden. Ich habe wirklich sehr gut gespielt, wenig Fairways verfehlt, viele Grüns getroffen. Die letzten Monate war es ähnlich - zwar nicht ganz so gut, aber ähnlich - doch ich hatte am Ende immer ein bescheidenes Ergebnis auf der Karte stehen. Gefühlt hätte ich machen können was ich wollte, aber für mehr als ein Par reichte es nie."

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Statt Kaymer war es Justin Rose, der am Ende die Trophäe in den türkischen Abendhimmel stemmte. Dabei hätte eigentlich ein Dritter gewinnen müssen. Haotong Li, der sich schon am Vortag mit Rose eine wilde Schlacht lieferte, lag mit dem Engländer punktgleich auf dem 18. Grün. Seinen Par-Putt aus kurzer Distanz vergab er kläglich und während schon die ersten Zuschauer Rose zum Titel gratulierten, vergab auch dieser aus noch kürzerer Distanz. Also wieder alles auf Anfang und beide Protagonisten mussten noch einmal zur 18. Teebox. Wieder waren beide in bester Position für ein Birdie, verfehlten jedoch und als Rose sein Par-Putt reinzitterte, lief eigentlich alles auf ein weiteres Play-off hinaus, doch Li vergab aus Tap-in-Distanz kläglich. Der Sieger wusste erst gar nicht, ob er jubeln darf, aber nach einer fairen Geste und aufbauenden Worten zu seinem Kontrahenten strahlte Justin Rose dann doch über beide Ohren.

Justin Rose: "Li hat gespielt wie ein junger und sich heute etwas getraut. Ich habe eher gespielt wie ein alter Man und bin auf Nummer sicher gegangen. Ich freue mich, dass ich ihn damit am Ende niederringen konnte. Aber es ist mehr als eindeutig, dass Haotong Li eine große Zukunft vor sich liegen hat."

Justin Rose ist mit seinem Sieg wieder die Nummer eins der Welt. Herzlichen Glückwunsch!

Lest hier den Bericht von Tag zwei der Turkish Airlines Open.

 
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